Schauspieler Cornelius Obonya: Angst vor dem Tod ist Zeitverschwendung
Shownotes
In der 73. Folge von „Über das Ende“ spricht Julia Schnizlein mit Cornelius Obonya. Er ist einer der bekanntesten Schauspieler Österreichs und hat vier Jahre den "Jedermann" in Salzburg gespielt. Sein Vater starb als er neun Jahre alt war, seine Mutter letztes Jahr - beide waren auch bekannte Schauspieler. Cornelius Obonya sagt, der Beruf habe ihm geholfen, mit diesen Verlusten umzugehen. Denn die großen Stücke der Weltliteratur enthielten für ihn immer wieder kleine „Lüftungen ins Geheimnis des Todes“.
Im Podcast erzählt Cornelius Obonya, warum er Angst vor dem Tod für Zeitverschwendung hält, weshalb er aus der katholischen Kirche austrat und trotzdem eine „mystische Sehnsucht“ behalten hat. Und er spricht über Sterbehilfe, seine Hoffnung auf ein Wiedersehen nach dem Tod und darüber, was einmal auf seinem Grabstein stehen könnte.
Das Gespräch wurde im September 2026 aufgenommen.
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Was erfährt man über das Leben, wenn man über den Tod nachdenkt? Das fragen die „Über das Ende“-Hosts Konstantin Sacher und Julia Schnitzlein spannende Menschen im Podcast. Wir freuen uns, wenn Sie zuhören!
Transkript anzeigen
00:00:00: Was passiert, wenn die Tür aufgeht?
00:00:02: Der Tod kommt herein und sagt du jetzt.
00:00:06: Du kannst dein Geld nicht mitnehmen.
00:00:09: Also mach was draus hier!
00:00:11: Der Traum ist schmerzlos hinüberschlafen also irgendwie einschlafe und nicht mehr aufwachen in der Früh.
00:00:17: Ich habe mal immer so das Gefühl gehabt dass man im Grab steigen könnte stehen der Tat was er konnte.
00:00:22: Für mich als Schauspieler muss ich über Den Tod der anderen Figuren nachdenken, weil ich sonst die Beziehung zu ihr nicht verstehen kann.
00:00:32: Lebe so dass du im Grunde jeden Tag sagen kannst gut okay ich komme mit.
00:00:37: das war's in Ordnung.
00:00:40: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von über das Ende.
00:00:43: mein Name ist Julia Schnitzlein.
00:00:45: wir senden heute wieder aus Wien.
00:00:47: Ich spreche hier abwechseln mit meinem Kollegen Konstantin Sacha Mit spannenden Persönlichkeiten Leben über Sterben, Über Abschiede und über den Sinn des Lebens.
00:00:58: Heute habe ich zu Gast einen der wohl bekanntesten österreichischen Schauspieler nämlich Cornelius Obonia.
00:01:03: sehr schön dass Sie da sind.
00:01:04: herzlich willkommen.
00:01:05: Vielen Dank für die Einladung
00:01:07: Herr Obonia.
00:01:08: unsere erste Frage ist immer die gleiche Nämlich wann haben sie zum letzten mal an ihren eigenen Tod gedacht?
00:01:14: Ganz kurz vor wenigen Tragen fast.
00:01:19: Da waren wir segeln Und das Wetter wurde etwas unruhig und ich musste einen Segel einholen am Mast.
00:01:27: Das war ganz kurz so, wo ich mich sehr festgeklammert habe.
00:01:29: und da denkt man ganz kurz, wenn es jetzt die Kraft verlässt dann bin ich über die Railing und dann gibt's nur noch die diversen Rettungsmanöver.
00:01:38: Dann denkt man einfach ganz kurz drüber nach weil wir in der Ausbildung, also meine Frau und ich haben beide den Segelschein gemacht Wenn jemand über Bord geht und es ist zum Beispiel ein ganz nahe und intimer Mensch, in dem Fall meine Frau oder obizeiverser.
00:01:59: Dann ist das Schwierigste nicht nachzuspringen Denn zwei Leute im Wasser sind gefährlicher als einer.
00:02:06: Einen rauszuholen ist schon schwer genug.
00:02:08: Da gibt's gewisse Manöver die erlanden etc.
00:02:11: Und auch das ist nicht immer sicher.
00:02:14: Also uns wurde eiskalt gesagt, man muss damit rechnen.
00:02:17: Wenn jemand über Bord geht beim Segeln ganz normal Urlaubs-Versarieber?
00:02:21: Am Meer oder
00:02:22: im Zwischenstand?
00:02:23: Die Chance ihn wirklich rauszukriegen und verletzt liegt bei etwas unter zwanzig Prozent.
00:02:29: Wirklich?
00:02:30: Ja!
00:02:31: Weil es einfach... Es gibt gewisse Unwegbarkeiten und Gefährlichkeiten und dann denkt man ganz rasch ans Ende.
00:02:38: Das war mir überhaupt nicht bewusst, was für ein gefährlicher Sport das ist.
00:02:42: Es kann gefährlich sein aber bevor es dauernd dauert lange... ...aber es war so eine kurze Situation wo ich mir dachte, dass es jetzt besser nicht nochmal ist.
00:02:52: Gut wir werden später noch intensiv mit dem Tod sprechen.
00:02:56: Jetzt möchte ich Sie nochmal kurz vorstellen.
00:02:58: Ich habe gesagt sie sind einer der großen bekannten österreichischen Schauspieler.
00:03:03: Sie stammen aus einer Schauspiele-Dynastie, man kennt die Namen ihrer Großeltern und ihre Eltern im Attila Hörbiger und Paula Wesseli, Elisabeth Ort, ihre Mutter Hans Obonia ihr Vater der aber schon früh gestorben ist.
00:03:20: Sie selbst sind in sehr vielen Filmen, Fernsehfilmen.
00:03:24: sie stehen natürlich auf der Bühne, sie führen Regie gemeinsam mit ihrer Frau Opernregie auch Genau.
00:03:30: Und man hört sie im Hörspiel bei Alex Bär, wir haben vorhin kurz darüber geredet.
00:03:36: Sie war hier auch schon zu Gast
00:03:37: und
00:03:39: schön dass wir sie jetzt hier haben.
00:03:40: Vielen
00:03:41: Dank!
00:03:42: Sie haben auch vier Sommer lang den Jedermann gespielt.
00:03:44: das ist schon ein bisschen her aber gut jedermann kennt man natürlich in Deutschland auch sehr.
00:03:49: Das heißt sie sind eigentlich jeden Tag oder nein also auf jeden Fall immer wenn Vorstellung war mussten sie davon ausgehen dass sie heute sterben.
00:03:56: Was macht das mit einem, wenn man weiß wie der Abend endet?
00:04:00: Nämlich mit dem Tod.
00:04:05: Also dieses ganze Stück dass von vielen Leuten auch nicht gemocht wird weil es diesen berühmten holpanten Reim hat aber absichtlich... Auch die kleinen Fehler sind absichtlich eingebaut von Hugo von Hofmannstahl.
00:04:20: mittlerweile weiß man das alles und wenn man sich mit dem Stück beschäftigt und ist es auch so gewollt gewesen.
00:04:27: Es gibt in diesem Stück eine einzige Frage und das macht es automatisch dann mit einem, wenn man diese Hauptrolle spielt.
00:04:34: Und auch ich glaube mit allen anderen die in diesem Stück beteiligt sind.
00:04:37: Es gibt eine einzige Hauptfrage was passiert?
00:04:40: Wenn die Tür aufgeht egal in welcher Situation, in jedermanns Situation natürlich an einem der Höhepunkte nämlich ein wunderschönes Fest und auch noch für seine Geliebte und für seine Freunde und es geht ihm gut und er schwimmt den Geld und ist alles wunderbar.
00:04:54: Was passiert, wenn die Tür aufgeht?
00:04:56: Der Tod kommt herein und sagt du jetzt.
00:05:02: Das ist die einzige Frage, die dieses Stück behandelt eigentlich.
00:05:07: Deswegen wird es auch immer wieder gespielt meiner Meinung nach weil das einen gewissen Reiz haben kann.
00:05:13: Die Frage was ist wichtig im Angesicht
00:05:15: des Todes?
00:05:15: Ich bin nicht bereit im Angersicht des Todes mehr oder minder meine Rechnung wieder so schön heißt zu legen.
00:05:24: Und habe ich noch irgendetwas hier auf Erden in meinem irdischen Dasein zu erledigen, fertigzumachen, wieder gutzumachend und was auch immer.
00:05:35: Das möchte ich gleich dazusagen weil das auch eines der Missverständnisse ist mit diesem Ding.
00:05:39: Es ist kein Theaterstück, das war es nie.
00:05:42: Die Uraufführung dieses Stückes fand in einem Zirkuszeltstadt in Berlin Und das war auch so gewollt von Hoffmannsthaler und auch von Max Reinhard Erst als Rhein hat dann nach Salzburg ging, aus Berlin weg.
00:05:54: Dann kam die Idee auf diese Stück da zu spielen und zwar – das ist auch nicht unwichtig in diesem Zusammenhang – ein Erbauungsstück für die Salzburger Bevölkerung.
00:06:04: Das wurde so geschrieben.
00:06:06: Deswegen wurde der Domplatz ausgesucht weil es natürlich eine extreme christlich bezogene, nicht unbedingt katholisch bezogene aber christlich bezogene Lesart hat.
00:06:19: Und das ist schon dann ganz erstaunlich, dass ein Jude und ein konvertierter Jude dieses Stück schreiben für die hauptsächlich christlich-katholische Bevölkerung Salzburgs.
00:06:29: Die Uraufführung war auch nur für einmal geplant, nämlich in den Jahr neunzehntundzwanzig.
00:06:33: Und da war Salzburg weit entfernt von Champagner, Rot im Teppich, Abendkleid und Smoking – beißenden oder weniger beissenden Kritiken über das was man gesehen hat!
00:06:43: und sonstige politische oder nichtpolitische Zusammenhänge.
00:06:45: Sondern es war geplant als Erbauungsstück, weil... ...Ninzeundundzwanzig war die Stadt auch bis zum gewissen Grad voll von Rückkehrern aus den Kriegsgefangenen Lagen des ersten Weltkrieges aus Italien.
00:06:57: Das heißt da war nichts!
00:07:00: Es waren auch noch Krankheiten unterwegs.
00:07:03: Auch in Wien noch TÜVUS
00:07:07: etc.,
00:07:07: also das gab kein gutes Leben in diesem Sinne Und der Arter sollte das ein bisschen boosten.
00:07:14: Das musste mit so einem Stück sein, weil man den Tod gerade mehrfach hundertfach erlebt hat.
00:07:21: und wie könnte es besser gehen?
00:07:24: Um Ihre Frage jetzt direkt zu beantworten wenn man das jeden Abend oder jeden Nachmittag spielt schon bei den Proben ist die Frage Wie ist das eigentlich mit mir selber?
00:07:34: bin ich fähig das eigentlich auszudrücken?
00:07:36: habe Ich alles fertig Wenn's jetzt an mich käme?
00:07:42: Ich müsste sagen jetzt auch im Moment, nee da gibt es noch zwei Dinge vielleicht ich gerne noch regeln würde oder wo ich vielleicht noch ein Gespräch führen würde warum da was schief gelaufen ist.
00:07:55: Das kann man dann eben nicht.
00:07:57: das Stück machte so dass der Händler und mit Geld umgehende gehen können die jedermann einfach dem Tod eine Stunde rausreißt aber nicht einfach weil er ein toller Verhandler ist sondern weil er einfach Sag ich mal, eine gewisse Kurzbe hat das den Tod zu fragen und der macht sich einfach ein Spaß draus.
00:08:17: Nach dem Motto hab' ich noch nie gemacht weil sie ihn ja?
00:08:21: Ich glaub's eh nicht.
00:08:22: aber hey komm die eine Stunde!
00:08:26: Und trotzdem weiß man als Mensch dass man diese Stunde nur noch mit viel Glück hat.
00:08:35: Wenn man sie nicht hat oder wenn man noch eine Zeit bekommt dann sollte man möglichst rasch die Dinge Erledigen, die man noch zu erledigen hat.
00:08:43: Aber wenn wir jetzt wieder zum Segelerlebnis zurückkommen eben dann Man merkte wie schnell es eben beendet ist.
00:08:49: wer ist da nicht gescheitert so zu leben dass man wirklich jeden tag sein kann?
00:08:54: Jetzt ich könnte abtreten.
00:08:56: das
00:08:56: ist der punkt des steckes lebe so dass du im grunde jeden tag sagen kannst gut okay Ich komme mit.
00:09:02: Das war's in ordnung.
00:09:04: und vor allem Dass man Nicht Den Fehler macht Zu aller erst einmal Und das ist in der Reihenfolge im Stück sehr klug.
00:09:13: Dass man nicht glaubt, dass irgendeinem jemand dabei helfen könnte.
00:09:17: In jedem Mannsfall ist es schlicht und ergreifend so... ...dass er beginnt seine Freunde zu fragen, er beginnts eine Liebschaft zu fragen.
00:09:25: Das muss ich ehrlich zugeben auch wenn ich heute meine Frau fragen würde ja?
00:09:30: Sie hat mir diese Frage alle mit klarem Ja beantwortet und wahrscheinlich würde ich es auch tun.
00:09:35: Allerdings haben wir noch ein Sohn hier.
00:09:37: Das heißt man hat ja auch Verantwortung, so einfach geht's nicht!
00:09:41: Wenn es denn so weit wäre, würdest du mit mir mitgehen?
00:09:44: Jeder Mann fragt seine Geliebte.
00:09:45: Seine Verwandten und Freunde.
00:09:47: Wer hilft mir?
00:09:48: Ich kann ja wohl nicht alleine da oben sein.
00:09:50: Ein Widersinn!
00:09:51: Du bist da oben allein.
00:09:53: Du bist dir auch allein geboren worden.
00:09:56: Da gibt es niemanden der dir hilft oder irgendetwas für dich wedeln könnte.
00:10:00: Das kannst du höchstens vor Gericht irgendwie in Zeugen haben Wo es vielleicht noch zu irgendwas besserem kommt als dir zusteht aber ansonsten da oben oder da unten, oder wo immer man das annehmen möchte.
00:10:13: Wo man dann hinkommt wenn man an so etwas glaubt?
00:10:16: Da ist dann nichts!
00:10:18: Da bist du alleine.
00:10:19: Glauben Sie das so?
00:10:21: Also glauben sie dass wir nach dem Tod allein sind?
00:10:23: oder glauben sie in irgendeine Form von Wiedersehen?
00:10:27: Ich glaube eine Form von Wiedersägen insofern als ich so viel Glück hier erlebt habe nämlich mit meiner Familie dass es für mich eine Hoffnung oder etwas Angenehmes ist daran zu glauben, dass man einander wieder sieht.
00:10:44: Das ist so wie wenn man Menschen kennenlernt und man hat das Gefühl, man kennt sich schon achtzig Jahre, kennt aber einander drei Minuten.
00:10:53: Ähnlich war das somit meiner Frau zum Beispiel oder auch mit Freunden die ich schon getroffen habe Und die auch noch nach wie vor sehr gute Freunde sind.
00:11:00: Wenn das so ist dann lasse ich diese Fantasie zu Weil sie mir hilft.
00:11:08: Und ich finde es vollkommen widersinnig, ein besseres Wort fällt mir nicht ein Angst vor dem Tod zu haben aus dem einfachen Grund er kommt so und so.
00:11:17: Das macht keinen Sinn.
00:11:19: Ja Es ist Zeitverschwendung im hiesigen Dasein.
00:11:22: Lebe so dass du niemandem weh tust.
00:11:24: lebe so das Du von anderen auch verlangen kannst dass sie dir nicht wehtun.
00:11:30: Das ist quasi die Urform, was man heute landläufig Humanismus nennt.
00:11:34: Nur so ist es und ob das jetzt christlich, katholisch reformativ jüdisch-islamisch konnotiert ist, ist im Grunde vollkommen egal.
00:11:47: Alle diese Religionen haben auch gewisse Punkte an die man sich halten kann.
00:11:54: Das Einzige wo ich halt ein bisschen sehr dafür plädiere Ich habe ungern Angst.
00:12:00: Ich bin sehr katholisch aufgewachsen, ohne dass das vielleicht gewollt war, aber ich war vier Jahre in einem Internat und ich hatte einen Kindergottes-Glauben.
00:12:10: der alte Mann mit dem weißen Bart, da eigentlich gütig ist, hat eine wunderbare Kindheit, mein Weihnachten war so wie man sich es vorstellt, der Nikolaus war da und hat auch immer etwas hinterlassen in der Früh.
00:12:22: genauso hab' ich das mit unserem Sohn gehalten und meine Frau natürlich auch Und später kamen dann die Ängste dazu.
00:12:33: Vor diesem Gott?
00:12:34: Vor dem was danach kommt.
00:12:37: und das wollte ich nicht, weil ich hielt es für irgendwie sehr komisch.
00:12:40: also warum soll mich eigentlich jemand... Ich muss es hier gut machen ja!
00:12:46: Ich kann gerne hier für etwas eine Konsequenz erleiden müssen für etwas was ich getan habe.
00:12:52: nur hinterher wenn quasi der Stoppel gezogen ist unter Atem nicht mehr läuft Verstehe ich es nicht ganz.
00:12:58: Es gibt natürlich die Frage des Weiterlebens der Seele, was ist Seele
00:13:01: etc.,
00:13:02: wann beginnt sie?
00:13:02: Wann hört sie auf?
00:13:04: Aber das sind wiederum verschiedene religiöse Koordinationen.
00:13:07: Das muss jeder Mensch für sich entscheiden und sollte jeder Mensch Für sich entscheiden.
00:13:14: Jetzt kommt die Werbung.
00:13:15: Kennen Sie Chrismon eigentlich schon?
00:13:17: Bei uns dreht sich alles um das Leben Freude und Leid, Glück und Unglück immer mit dem Blick auf Lösungen.
00:13:22: Mut zum Leben!
00:13:23: Das ist Chrismon.
00:13:24: Wenn Ihnen das gefällt und wenn Ihnen dieser Podcast gefällt, werden Sie Digitalaggonen.
00:13:35: Aber woher kam diese Angst?
00:13:37: Von dem netten, weiße Rauschebart Gott zu einem, der ihnen offensichtlich Angst gemacht hat.
00:13:43: Wenn ich mir nicht wirklich Angst gemacht habe, sondern es wurde dann ... Je älter ich wurde, in Religionsunterricht und sonstigen Dingen wurde die Sünde so stark bedohnt.
00:13:54: Und wir sind alle sündig!
00:13:56: Spätestens bei dem, als du geboren bist, warst du schon sündlich.
00:14:00: Da bin ich ganz klein wenig ausgestiegen.
00:14:03: Das ist aber meine persönliche Auffassung von allem und dazu, sag ich mal, lebe ich zu gerne.
00:14:09: Aber es ist auch so schade was daraus gemacht wird weil in der Bibel kommt ja angeblich dreihundertfünfundsechzigmal fürchte dich nicht vor.
00:14:14: also das ist die Botschaft genau wie andere?
00:14:17: Da sind wir beim Punkt... Also gut jetzt können wir natürlich religionsgeschichtlich anfangen.
00:14:24: Es geht immer dann ein bisschen schiefer sage ich einmal in dem Moment wo macht dazu kommt weltliche Macht.
00:14:32: Und
00:14:32: in
00:14:32: dem Moment, wo eine ja und Patrick hat
00:14:34: etc.,
00:14:35: also über die Zustände der Frauen generell in den verschiedensten Religionen, wenn wir da jetzt anfangen sitzen morgen früh noch hier was mir durchaus ein Vergnügen wäre aber das würde ich jetzt zu weit führen.
00:14:49: Aber das finde ich nur wirklich auch echt wichtig dass sich schon... Ich hoffe, dass es heutzutage ein bisschen anders ist auch im Religionsunterricht und dass diese Message rüberkommt.
00:14:59: Mir ist sie gerade sehr präsent, weil meine sechzehnjährige Tochter lässt sich morgen tätowieren.
00:15:03: Mit dem Vierless ihr Konfirmationsspruch fürchte dich nicht.
00:15:07: Ich habe mich erlöst und das ist wirklich so wichtig dass sie sich das tätowiren lässt.
00:15:13: Ja unser Sohn hat auch relativ früh angefangen mit anderen Dingen.
00:15:17: Gott sei sagen nichts allzu viel Blödsinn Das ist so.
00:15:21: Für meine Generation, ich bin neunundsechzig geboren, da war Tattoo noch irgendwie sowas total verrufen und das machte man nicht.
00:15:28: Da hatten sie auch nur die riesigen... Jetzt hat man ja ganz feine Kleine.
00:15:31: Ja, ja,
00:15:31: ich weiß es ist die, die dann wieder weggehen.
00:15:34: Es hat sich viel geändert.
00:15:36: Ist okay.
00:15:37: Meine Frau ist immer noch sehr zurückhaltend.
00:15:42: Ich bin's eigentlich auch weil zuviel ist nicht gut.
00:15:45: Das weiß mir mittlerweile auch was Hautkrebs etc.
00:15:48: betrifft.
00:15:49: Aber die Jugend muss es anders lernen.
00:15:53: Und wenn's ein Spruch aus der Bibel oder eine Anlehnung an die Bibel ist, dann ist mir das in dem Fall recht.
00:15:58: Ist okay!
00:16:02: Ich hab's vorhin kurz erwähnt sehr früh mit einem Tod zu tun gehabt.
00:16:05: sie waren neun Jahre alt als ihr Vater starb.
00:16:08: Sie haben auch in verschiedenen Interviews erzählt wie sehr er sich das geprägt hat auch ohne Vater aufzuwachsen.
00:16:14: Man sagt immer eben wenn jemand stirbt hinterlässt er eigentlich eine Lücke die sich nie wieder schließt.
00:16:20: Verändert sich diese Lücke aber dann mit der Zeit?
00:16:23: Ja, sie verändert sich vor allem durch äußerliche oder äußere Informationen die man dann plötzlich über diese Person, die gestorben ist bekommt.
00:16:32: Also auch ich musste Dinge gerade in jüngster Zeit oder jüngerer Zeit nach dem Tod meiner Mutter vor einem Jahr auch zur Kenntnis nehmen wo ich die mit meinem Vater Bild nicht so zusammengepasst haben.
00:16:47: Und trotzdem, es verändert sich und trotzdem kann ich nicht... Erstarber als ich neun Jahre alt war.
00:16:53: Das heißt meine Kindheit ist meine Kindkeit und die wird immer so sein und hat eher mit geprägt aus.
00:17:00: Das ist auch in meinem Gefühl und überwiegt Gott sei Dank noch das Negative oder etwas vielleicht Negatives.
00:17:09: Bei meiner Mutter ist es durchaus ähnlich.
00:17:12: Ich mein wir haben wirklich Jahre miteinander gelebt, speziell durch meine Pubertät durch.
00:17:18: Da waren wir zu zweit oder auch wenn ich im Internat war vier jahrelang.
00:17:23: Wir haben auch danach noch eine ganze Zeit richtig zusammen in einem Haus in einer Wohnung gelebt wie das halt so ist und später dann hatte ich das Glück durch einige Kämpfe dass dann Trotzdem dahin zu bringen und das war immer etwas, was meine Mutter extrem emphatisiert hat.
00:17:43: Weil für sie der Beruf, den Schauspielberuf eigentlich das Allerwichtigste in ihrem Leben war auch ihr Kollege sein zu können.
00:17:51: wir haben miteinander gearbeitet in Berlin hier in Wien sehr oft Und auch eines eher letztes Stück dass noch dazu meine Frau inszeniert hat Coriolan War.
00:18:04: ein reines Vergnügen das zu spielen.
00:18:06: und wenn man dann Hört, dass da Menschen mehrmals hineingegangen sind weil sie ihnen so gefallen hat.
00:18:14: Und der uninteressanteste Teil außer für ein paar besonders dämliche Kritiker verzeihen Sie, wenn ich das so deutlich sage?
00:18:22: Der uninteressantes Detail daran war, dass wir alle miteinander verwandt waren sondern wir haben Theater gemacht und ein Stück gespielt, das zu diesem Zeitpunkt denn es lief während der Brexit lief, sag ich mal auch besonders politisch besonders interessant weil Shakespeare da eine vollkommen andere Art im letzten Römerdrama gemacht hat, dass es eines der wenigen Shakespeare-Stücke in dem es keine Befindlichkeitsmonologe gibt.
00:18:46: Keine Figur sagt mir geht das jetzt so und deswegen werde ich jetzt dieses und jenes tun von Hamlet über Richard III über John Nemet.
00:18:54: Das gibt es da nicht sondern ist ein rein politisches Stück des mehr oder minder wo er zum ersten Mal den Versuch macht.
00:19:03: Ich mache keine Konklusio ihr denkt nach darunter Und das ist sehr schön.
00:19:09: Und auch da geht es natürlich um den Tod, es geht da extrem um den Tot.
00:19:13: Es geht darum dass ein Sohn wirklich bis zum...um auch sag ich mal die Vergebung der Mutter zu erlangen bis zum eigenen Tod geht und oder auch von seinem eigenen Stolz erst einmal herunterkommen muss am Ende und ganz genau weiß, dass wenn er das tut ist das zwar wunderschön Er hat aber vielleicht noch achtundvierzig Stunden zu leben und so ist es auch.
00:19:38: In diesem Fall, auch da gibt das immer wieder ein Nachdenken über den Tod.
00:19:44: Egal welche Figur von der Bühne stirbt und selbst wenn es nicht ist für mich als Schauspieler muss ich über den toter anderen Figuren nachdenken weil ich sonst die Beziehung zu ihr nicht verstehen kann.
00:19:56: Das heißt man... Man denkt sehr oft nach und es hilft aber auch in meinem Fall, der Schauspielberuf hilft durchaus dann über so Dinge wie den Tod des Vaters.
00:20:07: Den Tod der Mutter auch anders hinweg zu kommen also die weil die guten Stücke der Welt Literatur so geschrieben sind dass sie immer ein zwei drei kleine sage ich immer Lüftungen ins Geheimnis des Todes für mich beinhalten die immer ins Leben deuten und nicht ins Ende.
00:20:28: Und das ist etwas was was gute Autoren machen müssen eigentlich, weil sie es ja für Menschen schreiben und die Menschen sind ja am Leben.
00:20:42: Wir haben kurz angesprochen Sie lesen diese Krimi Reihe von Alex Bär.
00:20:48: Krimi ist grundsätzlich, Sie sind auch vielen Krimis zu sehen, Aussee-Krimis – ich habe sie jetzt gerade längst gesehen beim Tatortdreh, da spielen sich glaube ich einen Goldhändler oder so?
00:20:56: Ja
00:20:57: also ein Kunsthändlern!
00:20:59: Gut aber der Krimibum hält ja nun wirklich schon eine ganze Zeit lang an.
00:21:04: Mögen Sie persönlich Krimies?
00:21:06: Eigentlich ja, aber ich lese sie selten weil ich sehr ununterbrauchend spielen muss und das ist dann Naturgegeben nicht so….
00:21:13: Das wäre, wenn man in seiner Freizeit auch noch in die Fabrik geht.
00:21:20: Ich finde Kremis als ein guter Thriller.
00:21:22: zum Beispiel, ob politisch oder nicht ist für mich ein Lapshall.
00:21:27: ich mag das genauso wie jeder andere es schlicht und ergreifend ist eine spannende Geschichte.
00:21:32: Beim Gremie kommt meistens der Tod vor.
00:21:35: Ich freue mich zum Beispiel, wenn es mal gar nicht so sehr um Tote geht sondern um einen veritablen Kunst-Diebstahl
00:21:42: z.B.,
00:21:43: da gibt es ja auch jüngere Zeit zu ein paar Vorlagen.
00:21:45: also da könnte man schon was draus machen ohne dass jedes Mal eine Leiche vorkommt.
00:21:49: aber das ist noch einmal womit auch jeder Sender und jede Produktionsfirma rechnen muss ist mit der kleinen Lust am Tod.
00:21:59: Die haben wir, die müssen wir haben.
00:22:00: Weil sonst kann man das gar nicht kompensieren dieses unabwendbare Ende dass irgendwann für uns alle kommt Ich glaube daher kommt das nach dem Motto Schütz mein Haus sind andere an.
00:22:17: Diese kleine diese Mischung aus nahezu tödlicher Schadenfreude ist was Versucht das zu sehen, es ist ja geschützt.
00:22:28: Man sitzt im Sofa zur Haus.
00:22:30: Eben.
00:22:31: Chips und was sich ... Was immer man hat.
00:22:34: Und schaut da jemanden natürlich beim Sterben zu?
00:22:36: Das ist ganz grauenhaft!
00:22:37: Und bei
00:22:38: morgen.
00:22:39: Ja.
00:22:40: Ein wirklich guter Krimi.
00:22:42: Ein richtig guter Tatort.
00:22:44: All diese Sachen gibt es einige aber nicht allzu viele.
00:22:49: Wag ich mal zu behaupten auch aus der eigenen Branche gesprochen.
00:22:53: Das ist wahnsinnig schwer sowas zu schreiben, auch wenn es so oft passiert.
00:22:56: Aber es ist auch sehr viel Massenware dabei.
00:22:59: Ein wirklich guter Kremie, wenn er es schafft ernsthaft zu zünden dann ist die Leiche da gar nicht das Wichtige sondern nur der Weg dahin und der Weg von der Leiche wieder weg sprich in die eigene Seele.
00:23:15: was hätte ich getan?
00:23:17: Wie hätte ich es verhindern können?
00:23:20: Hätte ich eine ähnliche Wut gehabt, wie die Mörderin oder der Mörde um diese Tat überhaupt zu begehen?
00:23:29: und gibt es eine Möglichkeit?
00:23:30: das ich sie nicht bekomme.
00:23:32: Ein guter Kremie gibt letztendlich am Ende immer eine Möglichkeit.
00:23:38: Und wenn dann das Publikum Letztendlich, das ist unser Wunsch von allem was wir da tun.
00:23:43: Ganz ernsthaft und von vielen Produzenten Regisseuren Schauspielerinnen und Schausspielern ist es eigentlich immer der Wunscht dass wer die das höchste Glück ist letztendlich für uns die wird das machen jetzt nicht unbedingt nur die Quote die muss auch sein weil dann sonst schaut's ja niemand.
00:23:59: aber wenn hinterher am Küchentisch eine Stunde diskutiert wird oder vor mir ein Tag später oder beim nächsten Frühstück Was ist denn da eigentlich gelaufen?
00:24:09: Wie wären wir denn
00:24:10: gewesen?"
00:24:11: Dann haben wir gewonnen.
00:24:12: Das ist das, was wir tun!
00:24:14: Das ist der Höchstpunkt der, sag ich mal, die intelligenten Unterhaltung.
00:24:18: und sollte es auch sein.
00:24:20: Wie viele Einflussmöglichkeiten haben Sie da als Schauspieler?
00:24:23: Weil Sie jetzt sagen, es liegt an denen, die das Skript treiben?
00:24:26: Ja natürlich.
00:24:28: Man hat Einflußmöglichkeit, was die Sprache betrifft... Aber das bedeutet wirklich nur, wie spricht eine Figur einen Text so dass es nicht nach Papier klingt.
00:24:36: Wenn man so schön sagt, man kann einen Roman eins zu eins nicht so spielen der muss umgeschrieben werden damit er einfach in eine einfviertig zwei Stunden Packung hinein passt.
00:24:50: aber das ist alles möglich und dann kann man da ein bisschen herumschrauben und vielleicht wenn man Glück hat mit der Autorin oder mit dem Auto reden.
00:25:00: Der intelligente Regie passiert das sowieso schon unterschwellig ganz von vorne rein.
00:25:05: Und dann geht man eben in die Dreharbeiten und der Rest ist dann beim Schnitt, da haben wir überhaupt keinen Einfluss mehr.
00:25:10: aber ansonsten...
00:25:13: Aber ich gebe Ihnen recht dass es wirklich nicht so viele Filme gibt bei denen genau das passiert, dass man danach noch viel drüber spricht.
00:25:19: Schade aber wenn's passiert ist es genial!
00:25:21: Dann
00:25:21: ist es wirklich gut genauso wie uns das ja als Zuschauer auch passiert.
00:25:25: doch meine Frau und ich sitzen irgendwann einmal am Samstagabend und sagen Jau!
00:25:29: Neu ist Tatort Ja?
00:25:30: Oder Sonntag oder so.
00:25:32: Ich merk's mir nie!
00:25:35: Und dann, wenn es wirklich gelungen ist, dann diskutieren wir auch wie alle anderen darüber und zwar gar nicht zu sehr aus unserer achso-professionellen Sicht sondern... what happens da?
00:25:47: Natürlich gibt's dann in unserem Fall natürlich auch wieder sehr schnell ums Professionelle weil man sagt hätte man das vielleicht anders gedreht, dann hätt ich es besser verstanden
00:25:56: etc.,
00:25:56: aber trotzdem bleibt der Zuzug Zum Geschehen ist dann hoffentlich so ein solcher.
00:26:03: Spannend!
00:26:04: Sie haben schon gesagt, die Quote muss ja auch stimmen.
00:26:06: Sie haben irgendwann mal auch mal gesagt dass sie den Applaus auch lieben und auch die Anerkennung.
00:26:13: Ja.
00:26:14: Die Quote ist im Grunde nur interessant für, sag ich einmal, für den... Man muss die Arbeit gut machen und man muss hoffentlich barzahlen wie das so schön heißt.
00:26:23: Das heißt wir Schauspieler versuchen alles zu geben, was die Rolle her gibt und was das Spiel miteinander hergibt.
00:26:31: Und das merken Sie in der Kamera wenn sie nur so tun als ob.
00:26:37: Man muss bis zum gewissen Grad in jeder kleinen großen Rolle bis in die letzte Tiefe gehen.
00:26:44: dann wird es spannend.
00:26:46: Wenn man nur eine äußerliche Figur bleibt und das Meer oder Minder offen gestanden runternudelt Dann hat der Zuschauer keine Spannung, weil das spürt man.
00:26:56: Weil wir gehen tatsächlich mit etwas um was auch unser Gespräch durchaus betrifft finde ich Was wir schon vorher mal hatten als kurzes Thema die Seele an sich.
00:27:07: Ich kann nur wenn mich etwas betrifgt reagiere ich.
00:27:11: Ansonsten bekomme ich etwas vorgespielt.
00:27:15: Das ist wie ein flachgeschriebener Roman egal worum es geht's muss nicht ein Krimi sein Dann greift es erst.
00:27:22: Wenn wir mehr oder minder nur so Abziehfiguren spielen, dann werden sie ganz schnell umschalten – insofern ist die Quote wichtig!
00:27:33: Aber natürlich ist da ganz offen Applaus oder sonst irgendein Lob verdammt.
00:27:36: Also jeder Schauspieler geht auch deswegen zu dem Beruf.
00:27:40: ganz ehrlich, das wäre verlogen...
00:27:44: Wenn Sie sich dann in diese Rollen so hineindenken, hineinfinden wird jede Schauspielerin oder Schauspiele eigenem Method haben.
00:27:52: Haben sie eine spezielle?
00:27:56: Nicht unbedingt speziell.
00:27:57: ich gehe aber mehr zuerst vom Außen nach Innen.
00:28:01: also ich stelle mir ganz früh vor wie die Figur aussieht und baue mir das dann.
00:28:07: beim Film ist es eine Vorbereitung schon auf der Kostümprobe Weil da habe ich dann sonst nicht so viele Möglichkeiten mehr.
00:28:15: Das heißt, da muss meine Vorstellung so sitzen, dass sich mit einer Kostümbilderin die ihre Vorstellung hat oder einem Kostümbildner so sprechen kann, das wir einander verstehen und einen Kompromiss finden.
00:28:26: Meistens – und das ist das Schöne an Profis sage ich einmal – hat man sowieso eine ähnliche Idee wenn es gut läuft!
00:28:36: Und alle das gleiche... Gefühl haben.
00:28:39: und doch da kommt es wieder auf das Buch an, auf das Grundbuch.
00:28:42: Auf was wir als Vorlage haben.
00:28:45: beim Theater mache ich's umgekehrt.
00:28:47: Ich bin ein Probenkostüm Fax also ich kann keinen... Ich stelle mich nicht in Privat Kleidung auf die Probe und Spielmeise so ein bisschen weil da kommst du zu nichts.
00:28:57: Das ist denn dann schaue ich aus wie ich?
00:28:59: Ich bin wie ich meine Schuhe Also die Unterhose sei mir noch gestartet.
00:29:04: Aber ansonsten möchte ich gerne irgendetwas haben, wo ich den Probenprozess von vielleicht sechs Wochen in einem Kostüm mache das ähnlich aussieht dass aber meine Fantasie bedient.
00:29:17: und auch hier ist es wieder mit einem guten Kostümbildner oder sowas kriegt man das ohne weiteres hin und kann sagen was habe?
00:29:23: ich hätte da gerne so ein Hemd oder ich glaube ein T-Shirt ist besser.
00:29:26: oder vor allem gibt mir Schuhe mit harter Sohle ja oder weiche Sohles oder was auch immer.
00:29:32: Nur das Beispiel, damit man anders wird.
00:29:36: Damit der Gang anders wird, ich schaffe mir gerne kleine Problemzonen.
00:29:43: Das bedeutet es muss nicht alles bequem sein und mir passend sondern was will die Figur?
00:29:50: Und wenn das zum Beispiel Knochen harte Schuhe bedeutet dann werde ich vielleicht die ersten zwei Tage mich nicht so toll wohl fühlen auf der Probe.
00:29:57: nur mein Gang wird sich verändern.
00:29:59: Dann werde ich automatisch dann hoffentlich Wenn ich es gut mache, so gehen wir die Figur geht und nicht wie ich.
00:30:06: Interessant!
00:30:07: Das habe ich noch nie gehört, dass man es so angeht.
00:30:09: Das ist schon mein... Ja.
00:30:13: Gut, noch einmal zum Applaus.
00:30:15: Sie kommen aus einer sehr namhaften Schauspielerinnenfamilie.
00:30:20: Was macht das mit einem?
00:30:22: Heute noch kennt man eben den Namen ihrer Großeltern.
00:30:25: Ist der früheren Druck da?
00:30:27: Ich muss selbst Spuren hinterlassen.
00:30:28: Ich darf nicht mittelmäßig
00:30:29: sein.".
00:30:31: Nein, das gab es auch von der Familie nicht.
00:30:34: Ganz offen gestanden wenn sie mittelmäßig sind sagt ihnen dass das Publikum von der ersten Sekunde an.
00:30:40: Das einzige was Mut ist ist es zu tun.
00:30:44: ich hatte nie Ich hatte nie das Gefühl ich muss da irgendwas kompensieren oder sowas.
00:30:52: Was hilft Ist tatsächlich ein wenig auch Desinteresse an der Familie.
00:30:58: Also wenn ich mir das jetzt alles reingezogen hätte, die ganzen Erfolge und so weiter dann hätte sich vielleicht da ein gewisser Berg aufgebaut.
00:31:06: Das habe ich aber nicht getan... Aber das hat mich... Ich hab wahnsinnig gern eigentlich einfach nur gespielt!
00:31:15: Die Lust am Spielen ist das Wichtige.
00:31:17: Alles andere ist wurscht.
00:31:18: es gibt kein... Man versucht von vornherein in diesen Beruf irgendwo hinzukommen dann wird man, glaube ich mittlerweile mit der jetzigen Erfahrung und dem Lebensalter wo jetzt bin, traue ich mich das zu sagen.
00:31:32: Wird man scheitern?
00:31:33: Weil das kann es nicht sein!
00:31:37: Ich muss die Spiel-Lust haben zuerst und dann kommt viel Wissen dazu und kommt viel Lernen auch dazu... Und dann kann ich über gewisse andere Dinge vielleicht etwas erzählen einem Publikum.
00:31:52: Aber wenn ich das nur mache, um irgendwo hinzukommen wird es ganz schnell langweilig.
00:31:58: Im Privatleben sind sie wahnsinnig engagiert auch.
00:32:01: Es sind Unicef-Botschaften.
00:32:03: Sie engagieren sich gegen Gewalt, gegen Frauen und für Mitmenschlichkeit, gegen Ausgrenzung, Rassismus, Antisemitismus... Also sie sind einfach sehr präsent im Sozialbereich.
00:32:17: Warum?
00:32:20: der Gesellschaft auch schuldig, da was zurückzugeben?
00:32:23: oder was ist da ihr Motor?
00:32:25: Ich habe es ganz offen auch ein bisschen von meiner Mutter gelernt die da auch relativ engagiert war und ich empfinde es so oder hab's immer so empfunden.
00:32:37: So bin ich einfach aufgewachsen wenn man schon wirklich viel Glück hatte in seinem Leben.
00:32:44: das beginnt schon beim Land der Geburt was auch immer die Familie des Gut ging.
00:32:53: Jetzt nicht im Sinne von Hyperreichtum, das ist immer ein großes Missverständnis und wird einmal gesagt, naja ich hab's hier am Butlerzhaus.
00:33:01: Sag bitte, was haben wir?
00:33:04: Nein!
00:33:06: Also Schauspieler können eine gewissen Dings erreichen aber es ist dann doch ein wenig übertrieben.
00:33:13: Das gab´s nicht, nicht insofern... Aber es gab schon, meine Großeltern haben für etwas größerem Fuß gelebt.
00:33:22: Da haben sich aber auch die Zeiten geändert und das ist alles nicht mehr so wichtig vielleicht.
00:33:27: Andererseits dass private Glück dann fortsetzen zu dürfen um gesund zu sein in unserer reichen westlichen Welt im noch immer fünftreichsten Land der Europäischen Union Da habe ich dann schon das Gefühl, verdammt noch mal gibt es ein bisschen zurück.
00:33:46: Das was du halt kannst und ein stehender Satz für mich... Und den zitiere ich wahnsinnig gerne weil er einfach toll ist und von einem Menschen stammt der, den ich durchaus... Früher habe ich gesagt, ich hab keine Vorbilder aber der könnte in dieser Hinsicht durchaus eins sein.
00:34:01: Es sei Peter Östinoff Der gesagt hat wenn wir schon mit unserem Beruf Schauspieler Das Glück haben eine gewisse Öffentlichkeit und Prominenz erreichen zu können.
00:34:12: Dann sollte man das auch hoffentlich für die richtigen Dinge ausnützen, denn wir können dann dazu etwas weitergeben.
00:34:20: Es hat keinen Sinn!
00:34:21: Das ist ein bisschen so wie Niki Lauda, der mal gesagt hat naja als man ihn gefragt hat warum er jetzt aufhört mit Autorennen, da er gesagt naja ewig im Kreisfahren ist jetzt Aka Option oder so ähnlich hat er es gesagt.
00:34:35: Und so empfinde ich, dass sich kein Hunderttausendmal beweisen, dass ich ein guter Schauspieler bin und die eine oder andere Rolle spielen.
00:34:41: Und vielleicht dann mal noch einen größeren Film spielen oder vielleicht auch eine kleinere Rolle – das ist vollkommen egal!
00:34:48: Das kann ich hunderttause Mal machen.
00:34:50: aber dann vielleicht doch noch das echte Leben mit zumindest ein paar Sachen zu sagen, die für mich wichtig sind als der sein.
00:35:00: einfach ein grundsätzlich humanistisches Verhalten Und ein grundsätzliches bei allem, was man über die Schwäche der Regierungsform Demokratie sagen kann.
00:35:10: Aber es ist die Beste, die wir haben und noch niemand von all denen, die jetzt nach den starken Männern schreien hatten besonders in Österreich hatte fast keiner mehr das Pech, in einer Diktatur leben zu müssen.
00:35:23: Das kennt keiner mehr!
00:35:26: Und diesen historischen Kreislauf ... dann habe ich durch den wunderbaren Historiker Hermes Leiding erkennen gelernt Ein Satz von Polybios, der auch sehr viel mit Sterben zu tun hat.
00:35:39: Das ist die Kreislauf der Demokratie.
00:35:41: Die Leute, die Elend erlebt haben werden für Demokratie kämpfen und sie sich holen nach einer Diktatur, nach einer Tyrannis.
00:35:54: Dann kommt die nächste Generation des Söhne- und Töchter.
00:35:57: Das sind wir – das bin ich jetzt in unserem Fall – die wachsen so auf!
00:36:00: Für die ist es eine Selbstverständlichkeit, das erhalten zu sollen weil sie zumindest noch aus Erzählungen das Gefühl von Elend kennen.
00:36:10: Wenn mir heute meine mittlerweile ... ... zweiundneunzigjährige Schwiegermutter erzählt, dass ihre kleine Schwester auf der Flucht aus dem Krieg gestorben ist und Sie als Kind selbstverständlich in irgendwelche Bauernhöfe reines in der Nacht und Milch geklaut hat und dann wurde der Rest der Nacht damit zugebracht diese Milch zur Käse zu schlagen, damit man etwas Besseres zu essen hat.
00:36:38: Wenn ich diese Erzählung höre, dann habe ich noch ein Gefühl dazu.
00:36:44: Im polibioschen Kreislauf geht es jetzt weiter und dann kommen die nächste Generationen.
00:36:47: Die hat das Gefühl nicht mehr?
00:36:49: Und denen sind die Diskussionen zu dumm...zu blöd!
00:36:52: Sie wollen gern machen und irgendwas Neues und anders obwohl sie gar nicht merken wie gut's ihnen geht.
00:36:58: Und..die werden sich die Diktatur wieder wünschen.
00:37:03: Dann kommt wieder die Katastrophe und die nächste Generation weiß wie Demokratie, wie wertvoll das ist.
00:37:10: Man könnte diesen Kreislauf ja durchbrechen indem man sagt Ja es gibt wahnsinnig viele Probleme Es gibt unendlich viel.
00:37:17: Wenn man heute die Welt anschaut weiss man gar nicht soll nur über Sterben reden oder nicht besser über die Geburt?
00:37:22: wen soll man eigentlich noch in die welt setzen?
00:37:25: Andererseits was hätten unsere Großeltern gesagt die nix in fünf und vierzig Kinder geboren haben wo hier nicht mal eine Wasserleitung stand?
00:37:32: also Da will ich schon für ein Allgemeines ein bisschen herunterkommen, plädieren.
00:37:37: Ein bisschen Respekt vor dem was man hat Teilweise sehr glücklich sein dürfen Was man hat und einfach weitermachen durch alle Probleme Aber mit Sicherheit nicht ein System das Freiheiten gewährt Zerstören.
00:37:52: Für eine vermeintliche Freiheit der klaren Entscheidung
00:37:57: Ja bin ich völlig bei Ihnen absolut Ja, sie sind ja auch historisch sehr interessiert und man sieht dann leider einfach dass diese Kreislauf trotzdem immer wirklich sich einfach immer wieder wiederholt.
00:38:08: Offensichtlich muss es so sein.
00:38:10: Der wird die Menschheit offensichtlich nicht, ja.
00:38:12: Hoffentlich
00:38:12: sterben nicht zu viele dabei.
00:38:17: Sie haben schon gesagt also wie Nicke Lauda nicht nur im Kreisfahren oder nur einen Film nach dem anderen drehen.
00:38:22: mit meinem Mann spreche ich immer wieder auch drüber was wir uns... also bei unserer Beerdigung, was da über uns gesagt werden soll.
00:38:28: Jetzt beerdige ich einfach sehr oft und das ist ein Thema, das mich beschäftigt.
00:38:31: Ich finde es auch wichtig, dass andere dann eigentlich über den Verstorbenen die Verstorbene erzählen.
00:38:35: Es ist immer sehr traurig wenn da wenig bleibt oder wenn nur Titel bleiben oder so.
00:38:40: Das waren seine Errungenschaften aber persönlich nichts.
00:38:45: Was soll man über sie sagen?
00:38:46: Was soll von ihnen bleiben?
00:38:48: Also ich finde... Ich finde, wir haben darüber sehr viel Witze gemacht.
00:38:51: Ich habe mit meiner Mutter scharlend gelacht, die immer sehr gerne auch über das eigene Ableben eigentlich Kerze gemacht hat und wahrscheinlich etwas sehr österreichisches und weniges.
00:39:02: Aber
00:39:02: was Fantastisches!
00:39:03: Es ist großartig weil es ist ja sinnlos.
00:39:06: warum soll ich drüber nehmen?
00:39:08: Es passiert ja so und so.
00:39:12: Also ich finde... ich weiß es nicht.. ich hab mal immer so das Gefühl gehabt auf meinem Grabstein könnte stehen der Tat was er konnte.
00:39:21: Und es gibt allerdings auch zum Beispiel in Disneyland oder Disney World, gibt das eine der Attraktionen, in die man hineingehen kann.
00:39:30: Das heißt Haunted Mansion, das verfluchte Haus und am Anfang bevor man in diese kleine Geisterbahn hineinsteigt ist wirklich großartig.
00:39:39: Es gibt es in Paris und ich habe es lustigerweise über Jahrzehnte nicht geändert.
00:39:43: Ich habe es mit zehn Jahren in Florida kennengelernt irgendwann später in meiner Berliner Zeit, in den neunziger Jahren noch mal gefahren und hat sich nichts geändert.
00:39:55: Bevor man diese Geisterbahn reinsteigt gibt es vor vorne so verwitterte Grabsteine.
00:39:59: an der Kassa unterstehen lauter lustige Sprüche drauf.
00:40:03: ja ich kann keinen von denen erinnern jetzt im Moment.
00:40:07: aber das war wahnsinnig komisch.
00:40:08: wir haben sehr gelacht.
00:40:11: ansonsten kann ich nur sagen was.
00:40:15: ich würde mir eigentlich sowas wünschen.
00:40:18: Das war das genialste, glaube ich, was ich jemals gehört habe.
00:40:22: Als Roger Chapman von Monty Python starb gab es eine Trauerrede die John Cleese hielt und er begann damit dass er einfach so einen ähnlichen Satz hat gesagt wie well roger wars a bastard Und hat ihn dann Rüde beschimpft.
00:40:41: natürlich wahnsinnig komisch solange bis diese Trauergemeinde vor Lachen aus der Kirchenbank gekippt ist.
00:40:49: Ich würde mir wirklich Freude wünschen und lachen, weil es gibt... Die Trauer wird hart genug für die Leute.
00:40:56: Für die ich oder als Mensch vielleicht etwas bedeutet habe, wird schlimm genug.
00:41:02: So take the joke irgendwie!
00:41:04: Das wäre eigentlich das Schönste.
00:41:06: wenn jemand gerne meinen Schauspiel loben möchte oder sowas dann sei, sind bitte unbenommen.
00:41:12: nur auf keinen Fall in irgendeiner Art und Weise mit großer erhobener Trauermine usw..
00:41:19: Aber es ist eher, finde ich gut.
00:41:21: Die Auszeichnungen die ich bekommen habe kann man auf ein Suppenschüssel hinstellen und so was... Alles gut!
00:41:25: Weil dann ist das nichts wert.
00:41:27: Genauso wie Geld.
00:41:28: Das ist immer der zweite Punkt bei jedermann.
00:41:29: Nicht nur den Menschen sondern du kannst dein Geld nicht mitnehmen.
00:41:34: Also mach was Dras hier wenn wir schon Geld erfunden haben.
00:41:41: Bei mir ist jetzt un längst in einer Gemeindehmend gestorben.
00:41:44: Mit dem ich auch seine Beerdigung geplant habe.
00:41:46: Er wusste Krebs austherapiert selber Arzt Und er war so aus Leidenschaft und die ganze Familie.
00:41:52: Wir saßen zusammen und haben ihm auch überlegt, na wie machen wir das?
00:41:54: Was soll auf die
00:41:55: Pate?".
00:41:55: Und dann hat der Sohn gesagt ne, er hatte einen geflügelten Satz, den hat er immer gesagt... Immer wenn sie auch Gesellschaft hatten und so, er hätte gesagt ich weiß nicht was ihr jetzt macht aber ich gehe zu schlafen.
00:42:04: Dann haben wir gesagt gut, dann wird das auf der Pate stehen.
00:42:06: Das finde ich ganz...
00:42:07: Das ist großartig!
00:42:09: Ja
00:42:10: bitte sowas.
00:42:11: Ne und auch Tolle Mann immer ist jetzt gestorben, aber er ist mit einem Shakespeare Zitat auf den Lippen gestorbt also bis zum letzten Moment wach.
00:42:19: Ja,
00:42:19: toll.
00:42:20: Denken Sie über Ihren eigenen Tod nach?
00:42:22: Wie sollte der gut sein wenn er nicht am Segelboot ist?
00:42:24: also was denn?
00:42:26: Ja natürlich!
00:42:27: Der Traum ist schmerzlos hinüberschlafen.
00:42:29: Also irgendwie einschlafe und nicht mehr aufwachen in der Früh.
00:42:32: Das heißt aber dann keine großen Abschiede?
00:42:35: Keine großen Abschieden.
00:42:36: wahrscheinlich wird es den geben... Ich habe mit meiner Frau ausgemacht dass ich der Letzte bin, ich mache das Licht aus Womit wir eigentlich auch bei einem Thema wären, das mir besonders am Herzen liegt gerade weil ich es in weitester Bekanntschaft gerade mitbekommen habe und dass ist Sterbehilfe.
00:42:57: Ich bin ein Fan davon!
00:42:59: Ich bin noch ein Fan von dem man freiwillig aus dem Leben scheiden darf vor allem dann wenn man abgesehen vom eigenen Körper, weil man nicht mehr kann vor Schmerzen.
00:43:12: Nicht mehr kann wenn nichts mehr möglich ist.
00:43:15: Wenn man wirklich die Grundgrundbedürfnisse möchte ich fast sagen jemanden braucht egal ob eine Betreuung oder den nächsten verwandten was viel schlimmer ist in Wahrheit dann also Ich bin schon sehr dafür dass man diese Entscheidung treffen darf Auch und ich bin mir sicher, dass das auch möglich ist.
00:43:44: Das kommt jetzt sehr darauf an.
00:43:45: natürlich wenn man einer besonderen Glaubensrichtung angehört die das zum Beispiel verbietet oder als Sünde bezeichnet oder etwas ab dann wird es schwer.
00:43:56: ja aber Ich glaube daran Dass der Mensch diese Möglichkeit haben muss weil ich glaube nicht an das angst haben hinterher.
00:44:09: Und wenn das mal wegfiele, dann wäre das eigentlich ein logischer Schritt diese Erlaubnis zu geben.
00:44:15: Wenn ich natürlich vor einem jenseits Angst haben muss... ...wenn ich vor einem Gottesgericht, einem Strafgericht oder einem Endgericht was auch immer Angst haben soll laut Glaubenssatz, dann kann das auch in eine endlose Qual abdriften und ich weiß nicht so ganz ob das
00:44:39: Nein, und das verstehe ich auch.
00:44:40: Also alles was mit jenseitiger Angst droht ist mir auch ganz fremd.
00:44:43: Ich kann ein bisschen verstehen dass man sagt okay Respekt vor Leben oder von dem Geschenk des Lebens oder auch natürlich Dass man sagt Jesus hat gelitten und eben also leid ist nichts Gutes aber zumindest auch man ist nicht gottverlassen im Leid.
00:44:56: Das finde ich ein vieler Gedanke.
00:44:59: Aber ich versteh auch wenn es unerträglich ist.
00:45:01: also ich begleite auch Menschen die assistierten Suizid in Anspruch nehmen Begleitung durch Geistliche, durch Herrn Pfarrern.
00:45:09: Natürlich verdient es keine Frage!
00:45:12: Und
00:45:12: ob das mein Weg wäre oder nicht?
00:45:14: Ich glaube auch diese Entscheidung kann man halt auch erst fällen wenn man davor steht.
00:45:17: Wenn's so weit ist und ich kann jetzt ganz ganz groß da herreden und vielleicht ist das dann im Endeffekt wenn ich kurz davor selber stehe vollkommen anders.
00:45:26: Ich weiß es nicht.
00:45:28: Ich kann nur sagen dass die die Furcht weil wir davor von der Angst gesprochen haben Da kann ich auch ganz offen sein.
00:45:36: Ich bin nach meiner Internatszeit, wo nicht viel passiert ist – gar nichts eigentlich!
00:45:44: Aber trotzdem, ich bin einfach mit Überzeugung aus der katholischen Kirche ausgetreten.
00:45:50: Aus dem einfachen Grund weil ich das Bild oder den Umgang mit homosexuellen Menschen und speziell auch mit Frauen... Das war mir sehr früh klar.
00:45:59: Auch durch meine mich alleinerziehende Mutter dass ich das so nicht wollte und nicht akzeptiert habe.
00:46:08: Wenn es diese Möglichkeit gibt, da gab es zwei Dinge die mich sehr gewundert haben.
00:46:12: Erstens bin ich ja nicht in einer Kirche oder vielleicht nach einem Gespräch mit einem Priester ausgetreten sondern das war auf dem Amt.
00:46:20: Da geht für mich schon mal was vollkommen schief!
00:46:23: Also wenn es dann so wichtig ist... Das
00:46:24: will sich die Kirche gerne anders aussuchen, das ist natürlich.
00:46:26: Ich
00:46:26: weiß ich weiß aber dann müssen sie's auch tun.
00:46:30: Wir haben keine Erhoheit also...
00:46:31: Ich weiß, ich weiß!
00:46:32: Dann kann man nur neu verhalten etc.
00:46:34: Aber und das zweite war als ich den Schritt getan hatte Und ich bin dann die Treppen dieses Amtes wieder runter gegangen Es war mir vielleicht schlecht
00:46:44: War Ihnen schlecht?
00:46:44: Ja weil
00:46:45: ich dachte was habe ich tatsächlich gemacht?
00:46:47: Okay
00:46:49: Und da hatte ich einen Freund gleich altrig, achtzehn, neunzehn Der einen wunderbaren Satz sagte, den ich mir mein Leben lang gemerkt habe.
00:46:56: Ich sagte, mach dir keine Sorgen!
00:46:57: Du trennst dich nur von Gottes Bodenpersonal und ab.
00:47:01: dann war für mich der Weg zu einem Gott oder etwas ähnlichem egal wie man es bezeichnet eine sage ich einmal vielleicht noch immer mit dem eine Mischung aus dem Kindheitsglauben aber trotzdem sich gerade verändert haben ein Weg zu Gott oder was immer ich da bezeichne wieder frei Und das war schön.
00:47:24: Das heißt, sie würden sich erst christlichen Menschen bezeichnen?
00:47:28: Nein.
00:47:29: Aber es hat mir nicht den letzten Rest von mystischer Sehnsucht und die hat jeder Mensch, jeder!
00:47:42: Also wenn Sie in den Himmel schauen oder auf einen schönen gewachsenen Baum oder sowas oder den Sternenhimmel der Klassiker, sie sitzen auf dem Segelboot und ankern irgendwo Oben über ihren geht der Sternenhimmel auf.
00:47:55: Oder wie wir es auch Freiluft gemacht haben bei Latravjata, wenn sie singt, ochel ochel und sie steht unter freiem Sternenhimmel was man sonst im Opernhaus ja nicht so hat oder erzeugen muss künstlich.
00:48:07: Man hat das in der Natur ab.
00:48:09: dann, wenn Sie da nicht ansatzweise ein kleines mystisches Gefühl haben, dann sind Sie eigentlich schon tot.
00:48:18: Dieses Gefühl wurde nicht dadurch zerstört.
00:48:20: durch diesen Schritt und da bin ich sehr sedamper.
00:48:23: Glaub' ich auch, das find er so.
00:48:26: Gott wendet sich ja nicht von uns ab nur weil wir uns vielleicht abmeiden.
00:48:29: So kann man's auch ausdrücken?
00:48:31: Gut dann würde ich jetzt eigentlich schon fast zum Ende kommen.
00:48:34: also wir haben schon drüber gesprochen.
00:48:35: Sie möchten gerne einschlafen.
00:48:38: wenn sie aber nicht einschlafem was wären Ihre letzten Worte?
00:48:44: Wahrscheinlich?
00:48:46: schade dass es vorbei ist.
00:48:48: Gut, dann sage ich schade, dass es vorbei ist.
00:48:50: Es ist ein so schönes Gespräch.
00:48:52: Ich danke Ihnen und hatte dich auch das Gefühl.
00:48:54: Vielen
00:49:07: Dank!
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