Pfarrer und Influencer Justus Geilhufe: Wieviel Selbstdarstellung passt zum Glauben?
Shownotes
In der 71. Folge von „Über das Ende“ spricht Konstantin Sacher mit Justus Geilhufe. Der evangelische Pfarrer lebt und arbeitet in Sachsen und ist weit über seine Gemeinden hinaus bekannt. Auf Instagram berichtet er aus seinem Alltag als Landpfarrer, er tritt im Fernsehen auf, schreibt Bücher und Zeitungsartikel und er legt sich öffentlich mit der AfD an. Von sich selbst sagt er, dass er konservativ und fest im Glauben verwurzelt sei.
Im Gespräch erzählt Justus Geilhufe, wie ihn das Aufwachsen im Pfarrhaus geprägt hat und warum es in seinem Leben nie einen wirklichen Bruch mit Kirche und Glauben gab.
Es geht um Selbstbewusstsein und die Sehnsucht nach Anerkennung, um die Angst vor dem Tod und die eigene Begrenztheit. Es geht um seine Kinder, um Wahrheit und Glauben. Und Geilhufe erzählt, warum ihn der Gedanke beschäftigt, wie Christus am Ende auf sein Leben schauen wird – und wie viel von dem, was er als Pfarrer und Influencer tut, tatsächlich Gott dient und wie viel seinem eigenen Ego.
Das Gespräch wurde im August 2026 aufgenommen.
Hier finden Sie den Instagramkanal von Justus Geilhufe:
https://www.instagram.com/justusgeilhufe/
Sein neues Buch finden Sie hier:
https://claudius.de/products/gott-und-die-wahrheit
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Was erfährt man über das Leben, wenn man über den Tod nachdenkt? Das fragen die „Über das Ende“-Hosts Konstantin Sacher und Julia Schnitzlein spannende Menschen im Podcast. Wir freuen uns, wenn Sie zuhören!
Transkript anzeigen
00:00:00: So eine kleine Angst vor dem Tod und dass diese Ungerechtigkeiten bis zum Tod ja ganz oft nicht irgendwie ausgemerzt werden.
00:00:13: Ich merke schon, das Urteil andere Menschen ist etwas was mir am Ende doch immer wieder Angst macht Und ich würde wirklich lügen wenn ich nicht sagen würde, dass der Tod nicht bei mir Angst auslöst.
00:00:25: Ich malen mir manchmal aus, wie das ist wenn ich dann sozusagen sterbe und meine Kinder zurück lasse.
00:00:33: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:34: Hier ist wieder über das Ende Ihr Christmas Podcast zu den Fragen Tod und Sinn des Lebens.
00:00:40: Mein Name ist Konstantin Sacher Und ich spreche heute mit Justus Geilhofer.
00:00:43: Hallo Justus
00:00:45: Hallo Danke für die Anladung
00:00:47: Justus.
00:00:47: wir haben in diesem Podcast immer... Die erste Frage, die ist immer gleich im Podcast und lautet, wann hast du das letzte Mal an deinen eigenen Tod gedacht?
00:00:56: Vielleicht tatsächlich gestern.
00:00:57: Ich bin mir nicht ganz sicher.
00:00:58: Ich habe gestern eine Frau beerdigt, der einmal im Leben so übel mitgespielt worden ist zu DDR-Zeiten in dieser typischen DDR Zeit wo so Staat und Altfordere einfach entschieden haben wer auf welche Schule geht Leerstelle man bekommt und so weiter.
00:01:19: Und ich habe irgendwie gemerkt, dass mich das sehr beschäftigt.
00:01:24: die Freunde und Bekannten haben sich einen Bonnhöfer-Text dazu gewünscht der ein bisschen was davon aufgenommen hat und ich merke hab da gemerkt es beschäftigt mich sehr diese Ungerechtigkeit und diese Lücken die da und diese Wunden im Leben manchmal gerissen werden können dann eigenartigerweise, obwohl ja eigentlich mein Job genau das Gegenteil ist so eine kleine Angst vor dem Tod und dass diese Ungerechtigkeiten bis zum Tod ganz oft nicht irgendwie ausgemerzt werden.
00:02:04: Und irgendwie merkte ich da, ich hab auch an meinen eigenen Tod gedacht.
00:02:09: Obwohl ich mich nicht im Gericht behandelt fühle, aber dass das was in der Welt so ist und mich beschäftigt, dass das irgendwann erst aufgelöst wird?
00:02:19: Ja danke schon mal für diesen ersten Einblick!
00:02:21: Ich werde unseren Hörern und Höreren erstmal vorstellen mit wem wir heute sprechen.
00:02:25: für alle die es nicht wissen.
00:02:27: Justus Geilufe ist evangelischer Pfarrer, er ist neunzehntneunzig geboren und ist Fahrer in den Gemeinden Groß Schirmar oder in dem Gemeinden des Bereichs Groß Schirmar.
00:02:36: Du kannst gleich noch mal erklären, was da alles dazugehört.
00:02:38: bei Freiberg in Sachsen das ist ungefähr so eine Mitte zwischen Dresden und Chemnitz.
00:02:43: er ist aber über seine Gemeinde hinaus bekannt.
00:02:47: man hätte früher gesagt aus Funk und Fernsehen heute müsste man sagen aus dem Internet denn er betreibt einen Instagram Kanal der so aus seinem Leben als Landfahrer berichtet aber auch darüber hinaus über den ländlichen sächsischen Bereich heutzutage wahrgenommen wird.
00:03:04: Unter anderem ist er ständig im Fernsehen, ich habe gesehen jetzt war ja gerade erst in so einer Heute-Show Sommersendung und das hat auch nicht nur mit seinem Glauben zu tun, nicht nur dem Berichten über das Gemeindeleben sondern irgendwie auch damit dass eher... Ich weiß nicht ob freiwillig oder unfreiwillig zu so eine Art Politikerkläre auch geworden ist weil wir in Deutschland sich uns sehr viel Gedanken über Ostdeutschland machen und ob die AfD dort mal regieren wird.
00:03:31: Und dazu muss oder will Justus in der Zeit auch was dazu sagen, er ist sozusagen ganz breit unterwegs und schreibt auch noch Bücher.
00:03:41: gerade diesen Monat am achtentzwanzigsten September erscheint sein neues Buch das heißt Gott und die Wahrheit Erfahrungen in der atheistischen Gesellschaft.
00:03:49: nochmal schön dass du da bist Justus.
00:03:50: Ja total danke!
00:03:52: Also heute geht es erst einmal nicht um den Osten Auch nicht um
00:03:56: die AfD.
00:03:58: Sehr gut, sehr gut!
00:03:59: Und auch noch nicht so sehr um deine Arbeit als Influencer.
00:04:02: vielleicht können wir auf all die Sachen auch nachher noch ein bisschen kommen zumindest an der Seite sondern es geht erst mal um dich und ich wollte dich erstmal noch ein bißchen besser kennenlernen als man das tut vielleicht wenn man dein Instagram Kanal folgt oder dich im Fernsehen oder irgendwie im Podcast hört.
00:04:19: Vielleicht kannst du nochmal erzählen Du wirkst in all den Dingen, denen ich wahrnehme immer so ein bisschen in dir selbst ruhen und sehr überzeugt von dem was du tust.
00:04:28: Dein Buch heißt ja jetzt auch Gott und die Wahrheit.
00:04:31: also ich meine wer so einen Buch schreibt der hat wohl vielleicht dann auch das Gefühl oder scheint das Gefühl zu haben dass die Wahrkeit auch zu kennen ist.
00:04:39: natürlich jetzt ein bisschen überspitzt aber war das schon immer so?
00:04:42: bist du immer so selbstbewusst gewesen?
00:04:44: Also ich merke es jetzt bei meinen Kindern.
00:04:46: ich habe jetzt auch drei Kinder Und ich bin so ein ganz typisches drittes Kind, auch ein ganz ziemlicher Nachzykler und hatte irgendwie das Glück in so eine Familie reinzuwachsen die das irgendwie gut händeln konnte.
00:05:04: Und irgendwie staunig immer sehr viel Pragmatismus und irgendwie Liebe da an den Tag gelegt hat wenn ich irgendwie bei den Geburtstagen meines Vaters mir dann einfach etwas Raum genommen habe nach dem Abendbrotessen und irgendwie einviert sich Gästen, die da waren so ein halbstündiges Cabaret-Programm vorgemacht haben.
00:05:25: Was mit meinen zarten acht Jahren nicht gut gewesen sein konnte!
00:05:30: Und meine Eltern aber immer das zugelassen und gut begleitet haben... Also ich glaube schon dass es sehr früh so war, dass ich relativ Klar wusste, was ich irgendwie wollte und mich ganz gut einordnen konnte.
00:05:47: In so Gefüge, wo ich auch nie ... Das war so ein Charakteristikum meiner Kindheit und Jugend, dass es nie etwas gab, worin ich wirklich richtig gut war.
00:06:01: Ich hab irgendwie in der Schulbigband gespielt und es gab immer drei Saxophonisten, die besser waren als ich.
00:06:08: Sport hat nie eine Rolle gespielt, weil er absolut furchtbar war.
00:06:11: Es gab keinen Schulfach, in dem ich richtig, richtig gut bin.
00:06:16: Und das zog sich durch alle Lebensbereiche durch.
00:06:19: Aber ich habe irgendwie die Möglichkeit gehabt, irgendwie in all dem irgendwie mich dann trotzdem gut zu Hause zu fühlen.
00:06:27: Und das hat sich jetzt so durchgezogen bis heute, dass ich so das Gefühl habe... Ich weiß also vielleicht hab' ich einen ganz guten Eindruck von dem was ich kann und was ich nicht kann.
00:06:38: Und habe ebenso mich entwickelt dahin, da sich an vielen Stellen glaube ich einfach so ein Selbstbewusstsein habe.
00:06:48: Lass
00:06:48: mich mal kurz reingehen, weil ...
00:06:50: Bitte!
00:06:51: So wie ich es höre ist ja so, deine Eltern spielen auf jeden Fall eine große Rolle.
00:06:54: das Aufwachsens spielt eine große Role.
00:06:55: Das ist jetzt auch nicht groß überraschend.
00:06:57: Es ist ja bei den meisten Menschen so und wenn man als einigermaßen sich wohl fühlender Mensch aufwächst dann spielte es oft liegt es oft daran dass die Eltern einem dieses Gefühl gegeben haben.
00:07:08: Ist das so bei dir gewesen?
00:07:09: Welche Rolle haben deine Eltern gespielt Und wie prägen sie dich bis heute?
00:07:13: Also ich glaube, die haben schon eine große Rolle gespielt.
00:07:15: Ich habe sehr alte Eltern.
00:07:17: also meine Eltern sind mitten in der Wende als ganz andere Dinge anstanden und die Stasi vor der Tür stand zu irgendwelchen Frauenärzten gegangen und haben gefragt ob man überhaupt mit vierzig noch Kinder kriegen kann weil das in der DDR ja schon bei einer Urgroßeltern alter war.
00:07:34: Und sie haben relativ schnell mir signalisiert dass sie für gewisse Sachen einfach keine Kraft mehr haben Und ich glaube, sie hatten dann das Glück, dass sich das auch echt akzeptiert habe als mittelgroßes und älteres Kind.
00:07:48: Ansonsten haben Sie wirklich extrem viel irgendwie mir mitgegeben aber immer auf so eine coole Art und Weise, Unter Druck kam und aber trotzdem klar war.
00:08:01: es gibt ein paar gewisse Dinge, die macht man einfach.
00:08:03: Also so... Man hört einfach mit dem Instrument lernen nicht auf auch wenn man mal zwei Jahre lang keinen Bock hat.
00:08:10: So das ist irgendwie bei uns so gewesen Und ansonsten haben sie mich extrem viel begleitet und wahnsinnig viel mit mir geredet.
00:08:23: Was ich bis heute sehr schätze und was aber jetzt einfach wegbricht, dadurch dass man einfach mit den zwei Berufen und drei Kindern diese Kommunikation nicht mehr haben kann.
00:08:31: Was irgendwie meine Eltern super schmerzt?
00:08:34: Aber aus dieser wirklich... Wir reden über fast alles und sehr viel sind wir raus weil es einfach technisch nicht mehr möglich ist.
00:08:42: Aber das hat eine extrem hohe Rolle gespielt!
00:08:45: Du hast gesagt deine Eltern sind schon älter und dein Leben spielt sich ja heutzutage quasi im In dem Internet, wie man sagt.
00:08:54: Haben Sie damit irgendwie einen Bezugspunkt?
00:08:56: Verfolgen sie das und wenn ja ... Wie finden Sie das so?
00:08:59: Wir finden es ganz furchtbar, weil ich ... Wenn Sie mich sehen, sehen, wie viel ich dieses Ding in der Hand habe!
00:09:08: Und das ist für sie wirklich das größte Grauen.
00:09:10: Das sind so ganz alte Kultur Protestanten, für die jeder Art von Bildschirmen das Ende von Kultur bedeutet und deswegen finden Sie es wirklich ganz furchtbar.
00:09:21: ich glaube wenn Sie das auch irgendwie sehen würden Wenn ich unser Abendbrot oder was auch immer in die Welt blasen, denken Sie wie verrückt ist dieser junge Mensch.
00:09:32: Und gleichzeitig gehen sie irgendwie sind sehr so Gottesdienst-Hopper weil das Schicksal von vielen Pfarrern, dass sie nicht mehr so richtig schaffen nach ihrer Ruhestandsregelung sich in einer Gemeinde zu beheimaten und immer wenn sie dann Gottesdienste hoppen werden sie angesprochen Das war cool, was ihr so einen da gemacht habt.
00:09:56: Da sind sie dann immer ganz versöhnend und glücklich.
00:09:59: Aber wirklich damit haben Sie das größte Grauen, was in diesem Internet alles vor sich geht?
00:10:09: Aber du hast jetzt nebenbei gesagt, sie sind Fahrer.
00:10:11: Zumindest beide oder einer?
00:10:14: Mein Vater war Pfarrer und meine Mutter hatte Lehramt studiert, hat dann meinen Vater kennengelernt.
00:10:18: Dann war klar, dass die keine Lehrerin werden kann.
00:10:21: Und dann ist sie an der Uni geblieben und war dann an der Kirchenmusikhochschule in Dresden, Studentin für Musikgeschichte.
00:10:28: Und ich meine, Pfahrhaushalt bis heute Pfarrern redest über Gott und den Glauben.
00:10:35: Das hört sich erst mal nach so einer ... Mit einem smoothen Weg an, als hätte sich das fast von selbst so ergeben.
00:10:43: Aber ist es so gewesen oder gab's in deinem Leben auch die Zeit wo du eigentlich mit dem gar nichts zu tun haben wolltest?
00:10:50: Weil es kommt ja oft vor dass Farrers Kinder sich gerade dann vom Glauben und der Kirche usw.
00:10:55: abwenden weil sie eben so viel erfahren haben im Aufwachsen.
00:10:58: Ne, bei mir tatsächlich gar nicht so.
00:11:00: Ich hab's auch bei meinen großen Geschwistern nicht so erlebt.
00:11:04: Auch wenn die einfach andere ... Auch wenn sie Nichtfache geworden sind.
00:11:07: Aber bei mir war es auf jeden Fall so, dass es da keinen Bruch gab.
00:11:13: Ich hatte eine sehr geniale Aufteilung meiner Kindheit.
00:11:17: Bis ich zehn Jahre alt war.
00:11:20: in einer wirklich fantastischen großen Stadtgemeinde aufgewachsen, die noch ganz sehr so von DDR-Zeit und dieser für sie sehr mutmachenden Umbruchzeit geprägt war.
00:11:33: Also wo wirklich Sonntag morgens diese Kirche voll war also wirklich voll voll, wo es zwei junge Gemeinden gab weil einfach wenn sich alle getroffen hätten kein Raum gereicht hätte.
00:11:45: Fantastische Familienrüstzeiten usw.. ist mein Vater, als ich zehn war und aus Gymnasium gegangen bin, Krankenhausseesorge geworden.
00:11:54: Vor allem eben auf Krebsstationen und wirklich so Stationen wo es um Sterben ging.
00:12:02: Und da war ich eigenartige Weise irgendwie immer zum Teil davon.
00:12:07: das hat er irgendwie sehr klug gemacht dass er uns in dieses Thema mit reingenommen hat.
00:12:13: Mein Vater hat uns immer selbstverständlich So wie man das bei mir in meinem Instagram ja auch sieht, in das was er halt getan hat einfach mitgenommen.
00:12:22: Also ich hab wahnsinnig viele Nachmittage meiner Kindheit in Altenheimen verbracht weil wir halt Geburtstagsbesuche zusammengemacht haben so und...
00:12:31: Aber wenn es hätte dich hier auch nerven können?
00:12:33: Genau!
00:12:33: Und eigenartigerweise hat das irgendwie mich nicht genervt.
00:12:36: keine Ahnung warum aber es war halt irgendwie.
00:12:38: ich habe das immer als cool empfunden und auch immer diese ganz absurden Momente die Pfarrer- und Pfarrers Kinder, Pfarrfamilien mit den kaputten Existenzen, die manchmal nur noch Ärzte oder Pfarrer kennenlernen.
00:12:55: Die aber noch irgendwie... eigene Wohnungen haben und so weiter, irgendwie getauft sind.
00:13:01: Und man deswegen irgendwie sie besucht... ...und da war ich irgendwie immer Teil ohne dass das... also ich glaube mein Vater hat ein gutes Gespür was gegen und was nicht mehr gingen.. ..und das zog sich bis zu letzt, dass wir irgendwie in dieser Krankenhausseesorgestelle die neu geschaffen wurde für meinen Vater gehörte eine ganz kaputte alte Gemeinde dazu wo wirklich noch so vier Leute in den Gottesdienst kamen.
00:13:22: aber es waren Stadtgemeinde und dann haben wir halt da so ne?
00:13:25: Kamen aus einer Kirche wo hundert ... dreißighundertvierzig Leute sonntagmorgens saßen und dann saßen wir da zu dritt.
00:13:31: Und mein Vater hatte gar keine Lektoren, hat dann gefragt, würdest du lesen?
00:13:36: Würdest du auch mal was spielen?
00:13:37: Weil wir haben gar nicht so richtig jemandem den Musik macht!
00:13:42: Und das hat er irgendwie, haben meine Eltern irgendwie so gemacht... dass ich nicht das Gefühl hatte, ich muss jetzt Dinge tun.
00:13:49: Sondern irgendwie ist es cool, dass es mich gibt weil dann kann man irgendwie schöner Gottesdienst feiern und so habe ich einen Platz da bekommen und dann eben wirklich diese krebskranken Menschen im Rollstuhl zurück auf ihre Stationen zu schieben mit denen nochmal sich zu unterhalten auf dem Weg nach Hause und dann auch eine Mittwochmorgen oder Mittwochnachmittag.
00:14:09: mein Vater kommt zurück aus dem Krankenhaus und sagt so, Herr X-Y den hast du Sonntag noch nach Hause geschoben.
00:14:16: Der ist heute Morgen gestorben.
00:14:17: wir haben noch Abend mal gefeiert am Bett.
00:14:18: also das war eigenartige Weise immer etwas was ich als total gut und sinnstiftend erlebt habe und dass hat sich dann.
00:14:26: es gab auch mit dem Abitur oder so nicht einen Moment wo ich dann so Luft holen wollte und sagte so jetzt aber muss ich mal was ganz anderes machen und kennenlernen.
00:14:35: zwar irgendwie einfach nicht so
00:14:37: Das hört sich ja geradezu zu schön an eigentlich.
00:14:40: Gibt es wirklich gar keine Folge, gar kein Moment des Zweifels oder des Abgrenzungsbemühens?
00:14:47: Irgendwas hat ja eigentlich jeder das mal gesagt.
00:14:49: okay ich muss jetzt mal was Eigenes machen!
00:14:51: Ich muss weg hier...
00:14:53: Ich glaube, das hat eher so ein bisschen auf politischen Ebenen stattgefunden.
00:14:56: Meine Eltern sind typisch von dieser Diktaturerfahrung und der Wendeerfahrungen geprägt, dass sie seitdem sie wählen konnten ihr Leben lang immer sozialdemokratisch und grün oder Bündnis neunzig gewählt haben.
00:15:11: Und ich könnte mir vorstellen, dass ich ein Ticken konservativer geworden bin könnte ich mir vorstellen, dass das biografisch bedingt ist.
00:15:20: Dass das ... weil ich irgendwie keinen Sinn darin sah, mich kirchlich glaubensmäßig abzugrenzen.
00:15:30: Ich glaube, ich könnte mir vorstellen, dass es ein bisschen biographisch bedingt ist.
00:15:35: politisch-gesellschaftspolitisch, atmosphärisch vielleicht konservativer geworden bin als meine Eltern.
00:15:40: Und ich glaube das ist so ein bisschen in der Art und Weise wie ich Pfarrer bin.
00:15:44: Ich glaube auch eine starke Abgrenzung gibt.
00:15:48: Wer mich kennt kann sich ja überhaupt nicht vorstellen dass mein Vater einen unglaublich leiser und ganz ruhiger Mensch ist.
00:15:59: Also wirklich er ist der so Krankenhausseelsorger stellen haben muss weil Ein großes Talent hat, an diesen Betten zu sitzen und diese Menschen zu begleiten.
00:16:10: Ich glaub das war auch etwas was sie in seinem Studium schon ganz stark bewegt hat.
00:16:16: Und ich hab irgendwie ganz schnell gemerkt dass ich das glaube ich gar nicht so schlecht mache oder gerne mache.
00:16:22: aber zum Beispiel im Studium habe ich so unglaublich gerne mir den zwölften Band Karl Barth reingedrückt habe weil es einfach toll fand wo mein Vater immer sagt warum?
00:16:35: Das zieht sich bis heute, dass ich ein paar Sachen in meiner Gemeinde ... Dass ich anders morgens aufstehe und durch den Tag gehe als er das gemacht hat.
00:16:44: Auch so Momente, wo mein Vater sagt, das geht's so nicht!
00:16:47: Das kann man so nicht machen.
00:16:49: Aber so'n Glaubenszweifel?
00:16:52: Den will ich jetzt irgendwie versuchen rausgekommen.
00:16:54: Nee, da wirst du lange ... Nee, also, dieses Klingeln ist total doof.
00:16:57: Es gab so einen Moment nicht, wo ich dachte, das gibt es nicht oder das kann so nicht sein.
00:17:02: Ich hab auch zum Beispiel nie an meine Kinder Kirche gehadert.
00:17:05: Also ich fand, also dadurch dass sich diese eigenartige Situation hatte die ja ganz viele negieren und sagen das gibt es nicht... vergleichsweise politischen und ich glaube natürlich eher liberaleren Gemeinde.
00:17:19: Mein Glauben gefunden habe, eine kirchliche Heimat gefunden habe bin ich irgendwie auch so mit vielen Wassern gewaschen.
00:17:26: was die Frage anbelangt zur Kirchlich-Liberalkirchlichkonservativ wo wollen wir uns positionieren?
00:17:32: Wo ich merke ich bin eher ein traditioneller Typ weil ich gar nicht richtig weiß was wir an dem was wir in einer ganz normalen Kirchgemeinde haben abschaffen sollen oder anders machen sollen.
00:17:42: Aber ich kann atmosphärisch super gut verstehen, wie liberale progressive Menschen ticken und kann irgendwie total gut sehen wo ihr glauben ist.
00:17:55: Und wie sie Jesus nachfolgen wollen auch wenn ich es einfach anders mache.
00:17:59: Deswegen gab's nie so einen Bruch mit der Institution eigenartigerweise.
00:18:08: Jetzt kommt die Werbung!
00:18:09: Kennen Sie Christmund eigentlich schon?
00:18:11: Bei uns dreht sich alles um das Leben Freude und Leid, Glück und Unglück.
00:18:15: Immer mit dem Blick auf Lösungen.
00:18:16: Mut zum Leben!
00:18:17: Das ist Chrismon Wenn Ihnen das gefällt und wenn Ihnen dieser Podcast gefällt werden sie Digital-Abonnent Wie gesagt, so ein bisschen sehr glaubensfest an.
00:18:35: und du sagst ja auch konservativ hast du schon selbst manchmal gesagt.
00:18:38: Wenn man jetzt dein Buch liest dann dein neues wo es um die Wahrheit geht wie's im Titel heißt.
00:18:44: Da schreibst du viel über einen Menschen einen Mann namens Lars und dann versucht man so ein bißchen heraus zu bekommen.
00:18:51: was ist jetzt diese Wahrheit?
00:18:52: Wahrheit kommt immer mal in so ein paar Halbsätzen vor.
00:18:56: dann ist das Wahrheit machen oder ähnlich heißt ein Kapitel und da geht es darum, dass dieser Lars im Kosovo ist und dort in den Schutztruppen arbeitet als Soldat.
00:19:09: Ein bisschen überraschend wenn man von diesem konservativen traditionellen Christlichen her kommt.
00:19:14: würde man nicht sofort an diesen Dienst als Soldaten denken.
00:19:18: Vielleicht kannst du mal erklären was diese Wahrheit für dich um die es in dem Buch geht?
00:19:22: Vielleicht genau dieses Beides, was du gerade angesprochen hast.
00:19:27: Ich fühle mich sehr verstanden mit dem, was Du gesagt hast.
00:19:31: Dass die Wahrheit etwas Überraschendes ist und dass es etwas ist, das man vielleicht nur mit halb Setzen erklären kann.
00:19:37: Lars gibt es wirklich ja auch so.
00:19:41: Er ist ein Mann, ungefähr zehn Jahre älter als ich... der noch ein Stück DDR mitbekommen hat, aber dann seine Jugend in den Neunzigern im Plattenbaugebiet in Deutschland, also in Ostdeutschland verbracht hat und halt ganz normal sozusagen ohne jede Kirchenberührung aufgewachsen ist.
00:20:02: Einfach wirklich das nicht kann!
00:20:03: Das war einfach nicht Teil seiner Welt.
00:20:05: Und auch über den Weg von der Erfahrung dass mit der Wende eigentlich alles was so das Wertegerüst war wegbricht Und die, die das Wertegerüst vertreten haben, unglaubwürdig geworden sind.
00:20:21: Über die neunziger Jahre, wo irgendwie auch so ein Vakuum entsteht... Wo geht die Reise hin?
00:20:26: Was ist eigentlich wichtig?
00:20:27: Wer bin ich eigentlich?
00:20:29: Was is dieses Land?
00:20:30: Wer sind wir bis hin zu...?
00:20:34: Ich bin einer der Ersten, die über die Grenze des Kosovo fahren um dort irgendwie den Krieg zu beenden.
00:20:41: dem Schritt kommt sich taufen zu lassen, weil er und deswegen heißt das Buch so etwas von der Wahrheit, etwas vom Sinn des Lebens entdeckt hat.
00:20:50: Und das zeigt sich ihm in den Momenten wo sagen wir mal das ganze Leben, das volle Leben also nicht ein Teil sondern alles was das Leben eben ausmacht sein kann, ohne irgendwie angegriffen zu werden.
00:21:07: Das ist so die Ur-Erfahrung, die er macht das eben eher als Kind in der DDR, als Jugendlicher in den neunziger Jahren.
00:21:14: da gab es immer nur einen Teil von ihm, der irgendwie akzeptiert war also der teilte halt irgendwie in dem jeweiligen Umfeld irgendwie funktioniert hat.
00:21:23: und irgendwie gibt es aber ganz seichte Erfahrung in seinem Leben wo er so wie er eben isst da sein darf nicht angegriffene wird nicht verurteilt wird Und diese Erfahrung merkt, er will ja irgendwann weitergeben und anderen ermöglichen.
00:21:38: Und irgendwann kann er sich diese Erfahrungen nicht mehr anders erklären als eben mit etwas was höher ist als er selbst in dieser Welt.
00:21:46: und irgendwann ist das eben mit Gott beantwortet.
00:21:48: Aber wer soll jetzt mal sozusagen dieser Kontrast jemand vielleicht zuerst empfindet?
00:21:53: Wahrheit christliche Wahrheit, denk man an Jesus, denkt man
00:21:57: an... ...und Bundeswehrdienst!
00:21:58: Und dann Bundeswehrdienste und Soldaten sein, wo man jetzt denkt.
00:22:02: Also erklär's nochmal.
00:22:04: Warum ist dir das wichtig gewesen, das an dieser Stelle zu beschreiben?
00:22:08: Weil das genau der Punkt ist, an dem ich Gott nicht erwartet hätte.
00:22:14: Wir sind so aufgewachsen und man geht nicht zum Bund.
00:22:17: Man nimmt keine Waffe in die Hand.
00:22:19: Und dafür gibt es super gute Argumente.
00:22:22: Ich würde als Pfarrer sehr gerne und aus tiefer Überzeugung begleiten bei der Wehrdienstverweigerung usw.
00:22:30: Aber das Eigenartige ist eben dass durch Lars... dem mittlerweile ein guter Freund von mir ist.
00:22:35: Das erste Mal, Gott mir so beschreibe ich das in meinem Buch dort draußen begegnet ist.
00:22:42: für mich war mein Leben lang in dieser atheistischen Gesellschaft des Ostens wo zehn Prozent noch in der Kirche sind und alle anderen in der dritten Generation nicht mehr in der kirche sind.
00:22:54: Für mich war Gott immer sozusagen bei mir drin bei uns in den Gemeinden Kinderkörn und so weiter.
00:23:02: Und eben da draußen war Gott nicht, das heißt wenn Gott nach daraus sollte dann haben wir ihn immer da rausgebracht und haben gesagt Wir bringen jetzt etwas von Gott hier auf diesen Marktplatz in diesem Kindergarten hier in diese kommunale Schule usw.
00:23:20: kommt auf einmal jemand in mein Leben, der an einem Ort wo ich wirklich... also immer der tiefen Verzeugung war naja er hat so grundsätzlich mit Gott nichts zu tun.
00:23:28: wenn dann bringen wir den da irgendwie hin.
00:23:32: Aus diesem Ort kommt und aus diesem Bereich des Lebens mit dem ich nie Berührungen hatte kommt und mir auf einmal zeigt das dort Gott längst war und ihn angerührt hat begleitet hat etwas in seinem Leben getan hat Und nicht weil ich ihm was Tolles erklärt habe, sondern weil er dort diese Erfahrung hat.
00:23:53: Er möchte sich taufen lassen und zu dieser Kirche gehören.
00:23:56: wo ich immer dachte an dieser Kirchengrenze verläuft so die große Einteilung der Welt irgendwie das richtige gute Kulturelle hier drin und eben alles andere wieder draußen.
00:24:06: Das war eine krasse Erfahrung dass ich das zu einem kleinen Essay machen wollte.
00:24:11: Weil das für mich ein Breakthrough war.
00:24:15: Was ja so Mode... geworden ist, wenn wir über missionale Kirche und so weiter reden.
00:24:20: Dass wir immer sagen Wir missionieren nicht Gott missioniert.
00:24:24: Gott isst schon längst bei den anderen Und wir müssen mit ihm mitgehen.
00:24:28: das sind immer so Dinge die sind schnell gesagt.
00:24:31: aber dass Das wirklich also beim Menschen die wirklich ganz anders sind als wir wirklich gott ist Das wird manchmal ein bisschen ausgelassen
00:24:45: dort in dieser Erfahrung für dich jetzt, weil Lars ihn dort entdeckt oder weil du ihn dort indexst.
00:24:52: Also sozusagen die Frage... Du hast jetzt vorhin erst Wahrheit gesagt dann hast du Sinn des Lebens gesagt.
00:25:00: das eine hört sich ein bisschen härter an als das andere.
00:25:02: Den Sinn empfinden Menschen an vielen Stellen zum Glück weil sonst könnten sie auch nicht so zufrieden in ihrem Leben sein.
00:25:09: und jetzt ist die Frage Ist das der Sinn, den Menschen in ihrem Leben empfinden?
00:25:14: Ist es für uns Christen Gott oder ist es so dass es für die dort Gott sein muss damit dann auch Gott da drin ist wenn du weißt was ich meine.
00:25:24: Ich glaube beides stimmt.
00:25:27: also... Ich bleibe auch gerne bei dem Begriff der Wahrheit, weil es sich bei Lars tatsächlich an den Begriff entlang hangelt.
00:25:36: Also Lars macht diese Erfahrung dass eben das was zu DDR-Zeiten richtig und falsch war und was er natürlich als Kind in dieser vulnerablen Zeit wo man sehr beeinflussbar ist natürlich einfach übernimmt und sagt also ganz klar dieses Korsett des DDR Sozialismus übernimmt und irgendwie ganz klar weiß so es gibt richtig oder falsch Wer bestimmt, was richtig und falsch ist.
00:26:00: Nämlich irgendwie die Kindergartenleiterin... ...und die alte Frau im Hof
00:26:05: usw.,
00:26:06: der Pionierleite usw.
00:26:09: Und dann eben diese Erfahrung macht das, was sozusagen vor letzte Woche noch richtig und falsch war.
00:26:15: Es gab keine Diskussionen drüber.
00:26:17: Das ist einfach jetzt nicht mehr!
00:26:19: Es ist einfach vorbei.
00:26:20: Also es gibt keinen Übergang mehr, sondern es ist weggebrochen.
00:26:23: Die Wahrheit meines Lebens.
00:26:25: klar ist, klar richtig und falsch war.
00:26:28: Das ist weggebrochen.
00:26:28: Es gibt es nicht mehr!
00:26:30: Und gleichzeitig merkt er dann als Eranwachsender Jugendlicher was das mit einer Gesellschaft macht wenn eben die Wahrheit irgendwie flütten geht.
00:26:39: Wenn nicht mehr klar ist was richtig und falsch ist.
00:26:43: Dann stellt er fest bei allem was nicht mehr feststeht, bei allem etwas weg gebrochen ist gibt es doch spürbar Dinge die richtig und Und wenn sich auch am Anfang gar nicht genau erklären lässt, warum?
00:26:56: Weil eben keine menschlichen Autoritäten, kein Staatlichen mehr das festschreiben.
00:27:00: Aber es bleibt trotzdem richtig und falsch.
00:27:05: Entdecken von Mensch das Wahrheit in einem Leben, was manchmal auch ganz chaotisch ist.
00:27:10: Kommt er eben zu dieser Frage nach dem, was diese Wahrheit eigentlich oder dieses richtig und falsch eigentlich begründet?
00:27:17: Und merkt irgendwann es gibt eine Wahrheit die eben nicht zeitlich gebunden ist, die nicht an Umstände gekettet ist sondern die wirklich ewig isst.
00:27:25: Da hat ja – und das ist die zweite Antwort der Fahrer schon – die Aufgabe dann zu sagen Ja, dass das ist Gott!
00:27:32: Das ist ja unser Job
00:27:34: Aber diese Ewigkeit liegt in seinem Erkennen.
00:27:40: Also er erkennt eine ewige Wahrheit, aber das ist ja immer die große Frage vor der wir heutzutage stehen und für wen ist sie ewig?
00:27:46: Wir sind ja sozusagen in einer pluralistischen Gesellschaft.
00:27:48: Die Leute glauben unterschiedliche Dinge.
00:27:50: deswegen... und wir wollen jetzt auch nicht allen anderen absprechen, dass was die Glauben völlig falsch ist.
00:27:55: Und deswegen ist die Frage, wo liegt die Ewigkeit?
00:27:59: Die liegt in seinem Glaubem, wenn ich das richtig verstanden habe oder kannst du mich noch mal präzisieren?
00:28:04: Naja es gibt ja irgendwann diesen Moment des Übersprungs.
00:28:07: also ich möchte nicht so ein metaphysisches Weltbild forcieren in unser Gespräch rein.
00:28:14: aber die große Erfahrung, die Lars macht ist.
00:28:19: Dass eben etwas was er als persönlich versteht und was er individuell wahrnimmt ihm irgendwann... Wie nennt man das interpersonell, transpersonell vorkommt?
00:28:35: Also natürlich ist es am Ende bei ihm und in seinem Herzen und in seinen Verstand.
00:28:39: Aber rein logisch gesehen muss es mehr sein als nur eine individuelle Erfahrung weil er eben feststellt dass dieses... Vielleicht machen wir es konkret die erste Erfahrung davon, dass er in seiner Ganzheit ... Das klingt jetzt so churchy.
00:28:56: Irgendwie sein darf!
00:28:59: Dass er so wie er eben ist angenommen isst.
00:29:03: Die macht er wenn in dem Moment wo er behinderte Menschen trifft also wo er Menschen mit Behinderung in einer Förderschule trifft und feststellt, dass hier kein Urteil über ihn gefällt wird.
00:29:17: Und er nicht in eine Rolle muss... ...und gleichzeitig aber auch feststählt, er ist hier nicht wie er sich das erst dachte der Starke und der, der irgendwie mit Kompetenz kommt sondern seine Das was vermeintlich Kompetenz bei ihm ist, das vermeintliche seine Rolle und seine Stärke ist, dass es hier irgendwie aufgehoben.
00:29:34: und auf einmal erlebt er sich mit all seinen Widersprüchen, mit all dem was eben seine Biografie ausmacht angenommen ganzen leben, was er lebt irgendwie nicht verurteilt.
00:29:46: Und diese Erfahrung führt ihn dazu dass er eben merkt es gibt eben also sozusagen diese Erfahrung kann man nur machen wenn es bestimmte Dinge... Wenn man bestimmte dinge tut und bestimmte Dinge lässt so können Menschen ganz sein und nicht verurteilt werden.
00:30:06: Und das ist dann irgendwann ein Übersprungsmoment, wo man eben von einer zeitlich bedingten Erfahrung zu einer zeitlichen unbedingten Kategorie gehen muss, weil sich das sonst nicht anders erklären
00:30:18: lässt.".
00:30:20: Also einen Glaubensfester selbstbewusster Mann der ein Buch über die Wahrheit schreibt – das bist du offenbar aber vor was hast Du Angst?
00:30:27: Wo fürchtest Du Dich
00:30:28: davor?".
00:30:30: Na, ich merke schon das Urteil andere Menschen ist etwas was mir am Ende doch immer wieder Angst macht.
00:30:36: Also dass ich in der großen Sehnsucht danach irgendwie geliebt zu werden anerkannt zu werden einen Platz zu haben irgendwie scheitern könnte.
00:30:46: Ich merke, dass das Urteil anderer Menschen schon etwas Tiefsitzendes in mir an Furcht und Angst auslöst.
00:30:56: Und ich würde wirklich lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass der Tod nicht bei mir Angst aus löst.
00:31:00: Also die vielleicht ...
00:31:02: Wie fernlöste denn Angst aus?
00:31:04: Ich denke zweifach, also dass der Tod selber schmerzhaft sein kann und qualvoll.
00:31:09: Und diese Angst die anderen zurück zu lassen.
00:31:12: Also das ist etwas was ich tatsächlich manchmal vor meinem inneren Auge habe.
00:31:16: aber ich glaube es können Eltern alle bestätigen Es gibt manchmal... weiß ich nicht woher diese intrusive oder diese tiefsitzenden Gedanken kommen.
00:31:29: Ich mahle mir manchmal aus, wie das ist wenn ich dann sozusagen sterbe und meine Kinder zurück gelasse.
00:31:36: Und jetzt sehe ich die natürlich als Kinder vor mir was sie dann hoffentlich nicht mehr sind.
00:31:40: aber das ist etwas was in meinem inneren Auge Und was Angst besitzt, ist ganz stark.
00:31:47: Gibt es
00:31:48: bestimmte Momente in dem die das mal aufkommt?
00:31:51: Also ich hab mir in Portugal schon manchmal erzählt dass es bei mir so ist wenn ich mal Zeit habe im Mittagsschlaf zu machen, dass ich dann so in der Aufwache in einem Zwischenzustand bin wo ich denke, so sind alle noch da.
00:32:03: Sind totweilig!
00:32:03: Ja,
00:32:05: ich bin nicht noch am Leben.
00:32:07: und dann ganz starke Angst auch, dass ich meine Kinder an meiner Familie verloren habe und so weiter.
00:32:12: Das legt sich dann relativ schnell wieder.
00:32:13: aber kennst du solche Momente?
00:32:16: Von mir nicht, ich hab's andersrum.
00:32:19: Ich habe zwei echt wilde Jungs und es gab manchmal Momente wo die Angst hatte das könnte jetzt gewesen sein also das erste mal als mein Sohn vom Kindergarten ne von der Schule alleine nach Hause gelaufen ist und einfach eine Stunde lang nicht kamen Und wirklich dann diese Angst zu haben wir könnten ihn jetzt verloren haben.
00:32:39: Also wo wirklich so der Tod real in das Bewusstsein kommt.
00:32:45: Das war ein schlimmer Moment.
00:32:48: Ja, es ist überhaupt sozusagen die Erfahrung Familie zu haben Kinder zu haben.
00:32:53: besonders finde ich noch mal mehr als sozusagen eine Frau zu haben weil dies ja so erwachsen und selbst verantwortlich sagen dieses dass man dass ich finde bei mir was so dass man seine eigene Verletzlichkeit ja erweitert weil alles was diesen kleinen Menschen passiert irgendwie auch einem selbst passiert und das ist eigentlich wahnsinnig schönes Gefühl, weil man damit natürlich auch ganz viele gute Sachen erweitert.
00:33:16: Aber auch eines was einen selbst irgendwie ja eben sehr verletzlich macht und man manchmal das Gefühl hat, oh das ist jetzt echt Risiko!
00:33:23: Ja es ist nicht nur einer kann Krebs kriegen sondern irgendwie vier oder fünf können Krebs bekommen.
00:33:28: Und die ich denke die Angst kommt deshalb, weil das das erste Mal glaube ich im Leben eines gesunden erwachsenen Menschen bei dem's im Leben irgendwie gut lief, was bei mir der Fall war.
00:33:40: Also ich habe mit meinen Kindern zum ersten Mal, jetzt werden wahrscheinlich manche schmunzeln und sagen was für ein arroganter Typ.
00:33:47: Aber ich würde wirklich sagen dass ich zum ersten mal durch meine Kinder die meine eigene Begrenztheit erfahren habe.
00:33:55: Also, dass ich zum ersten Mal gemerkt habe so wie jetzt unser Haus wird gerade renoviert und wenn ich auf dem Oberboden gerade die Wäsche auffänge und mein Sohn mir von außen auf einmal durchs Fenster winkt weil er auf das Gerüst im dritten Stock geklettert ist und ich merke es gibt Dinge, die kann ich einfach nicht.
00:34:16: Also es gibt Dinge, die kann ich nicht tun.
00:34:18: Ich kann ihn nicht vor allem bewahren und retten, sondern es kann sein dass ich nicht in der Lage war etwas Schlimmes zu verhindern und diese eigene existenzielle Begrenztheit wahrzunehmen.
00:34:31: das ist auch super angstbehaftet.
00:34:34: Was ist denn eigentlich des Das Ziel all deines Toons.
00:34:38: Also wir haben jetzt ja schon so ein bisschen über die Wahrheit gesprochen, über den Sinn des Lebens von Lars aber noch nicht so richtig über deinen Sinn des Lebens.
00:34:45: also auf was hin arbeitest du?
00:34:48: Ich habe das manchmal um es zu konkretisieren.
00:34:51: wenn ich einen Tag hatte wo ich auch Dinge gemacht hab, vor denen ich eigentlich so in jedes Einzel betrachte denke dass war sinnvoll das war okay.
00:34:58: Aber manchmal im Moment dann wo ich denke ok Wozu führt das alles?
00:35:02: Also warum eigentlich?
00:35:05: Also ich glaube, es gibt ganz viele Dinge die einen antreiben.
00:35:10: Ich merke dass ich mit meiner Kirche irgendwie so eigenartig verbunden bin... ...dass ich so habe irgendwie den Antrieb und das irgendwie die Kirche die hier so klein geworden ist und an den Rand gedrängt worden ist und so auch verächtlich gemacht wurde und jetzt wieder verächlich gemacht wird.
00:35:35: Ich merke irgendwie in mir eine große Lust und Freude.
00:35:38: Und manchmal glaube ich auch einen verbissenen Antrieb, diese Kirche nicht kleiner werden zu lassen und irgendwie nicht an diesen Rand getränkt werden zu lasse.
00:35:52: Aber ist das wirklich dein Sinn des Lebens?
00:35:54: Die Kirche...
00:35:55: Nee, aber wenn du sagst das Ziel für was ich arbeite würde ich das so bezeichnen.
00:36:00: Also
00:36:01: mit arbeiten sozusagen ein bisschen höhere Ebene von Arbeiten nicht nur deine tägliche Arbeit der Gemeinde sondern Dein ganzes tun und schaffen Was ja ich meine beim Fahrer ist es eher unabgegrenzt Ja Es geht ineinander über Aber trotzdem also sagen dass wofür Du in deinem Leben da bist
00:36:20: Ich habe das Gefühl dass es einen dass es hier schon so was wie ein größeres, ganzes Leben geben kann.
00:36:30: Wo ich natürlich als Pfarrer das Riesen Glück habe sozusagen den ganzen Tag über das zu suchen und anderen zu benennen und irgendwie andere damit hinzunehmen... Also natürlich die großen Entspanntheitsmomente und die großen Glücksmomente, wenn ich mit meiner Familie wirklich Urlaub habe.
00:36:50: Und so in der zweiten Urlaubswoche merke Dinge fallen von mir ab, Dinge fallen vom meinen Kindern ab... ...und wir wissen gar nicht genau wie wir den Tag verbracht haben weil wir uns einfach genossen haben.
00:37:02: Das sind Dinge ein riesengroßes Geschenk sind.
00:37:07: Aber es klingt jetzt gemein, aber ich würde nicht sagen dass das Momente sind auf die ich zu arbeite sondern wenn ich jetzt überlege warum stehe ich mittwoch morgens auf und irgendwie arbeite bis nachts halb zwölf dann habe ich das Gefühl weil ich wirklich merke dass es in dieser Welt schon so ein großes ganzes gibt was mit unserem Glauben und tatsächlich auch mit unserer Kirche zu tun hat Und wo ich merke, dass meine Frau und meine Kinder Teil davon sind.
00:37:37: Wir zusammen das anderen zu zeigen und miteinander zu gestalten mit all dem was wir als Familie oder Gemeinde und die Menschen um uns herum nicht hinkriegen dieses größere Ganze hier schon in der Welt zu suchen.
00:37:53: Ich glaube biblisch gesprochen so, dass reich Gottes.
00:37:56: Also so, ich hoffe dass das wirklich jetzt nicht zu möchtigern vom Klingt aber... ...das ist wirklich das warum ich irgendwie morgens um acht den ersten Termin mache.
00:38:07: Und glaube es kommt in deinem Glauben sowas vor wie das am Ende aller Zeit Christus dich auch für deinen Tun richtet?
00:38:17: Ja also natürlich ist bei mir so viel selbst bezogen dass das mitschwingt bei mir.
00:38:27: Und ich denke, wie wird er dann mal auf mich drauf gucken und sozusagen das Richten der Lebenden und die Toten?
00:38:38: Und in der großen Krise sich zeigen wird, wie viel war denn da irgendwie... Einfach nur Justus Geilhoofe, der jetzt Bock hatte dort auch noch drin vorzukommen.
00:38:51: Und wie viel war denn da tatsächlich irgendwie von mir Jesus irgendwie drinnen dem was du da gemacht hast?
00:38:59: Mir hat mal... Also ich merke wirklich dass mir das mal eine große Erleichterung war ein Kollege aus dem neuen Testament einfach die Stelle in Erinnerungen gerufen, die stelle erzählt wo eben Paulus sagt, solange, also so egal wie viel sozusagen von der Person auch mit drin ist.
00:39:18: Solange Christus verkündet wird, ist das gut und solange dadurch mehr Christus verkündet würde, ist es irgendwie gut und soll er doch machen.
00:39:27: Also ich habe damals gemerkt als er mir das erzählt hatte oder sozusagen noch mal ins Bewusstsein gehoben hatte, dass mir das wirklich was getan hat.
00:39:35: Dass ich das wirklich als sehr tröstend erlebt habe diesen Moment mich erinnere, aber das ist glaube ich etwas... wenn ich ehrlich bin was mich schon umtreibt.
00:39:47: Ich würde jetzt
00:39:47: sozusagen doch noch ein ganz klein bisschen Zweifel gefunden?
00:39:50: Ja also da würde ich in jedem Fall sagen, vielleicht hätte ich das im Vorhinein nie als zweifel bezeichnet, aber wenn du wirklich mich fragst, wenn wir dann mal auf das Ende schauen und wir vor den Richterstuhl kommen, dann werde ich auf jeden Fall einen Ego-Problem haben!
00:40:06: Das ist glaube
00:40:10: Der Zweifel ist vielleicht, nimmst du dich selbst zu wichtig?
00:40:13: Ja.
00:40:14: Also ich glaube das ist ganz, ganz augenscheinlich und hat mich immer und immer wieder schon auch nochmal zweifeln lassen in der Art... ja vielleicht wirklich zweifelen lassen in dieser Art und Weise.
00:40:29: Kannst Du das so machen irgendwie so Christsein, so Pfarrer sein weil ich auch ganz sicher bin, dass das Menschen abschreckt und sie sich einen ruhigeren weniger öffentlichen Seelsorger und Missionar- und Prediger wünschen.
00:40:49: Und ich merke, dass ich das nicht hinkriege, also dass ich eben dieser nicht bin... Ich hoffe, dass wir uns trotzdem finden und vielleicht sie den Kollegen von mir dann vielleicht zu Rate ziehen können.
00:41:03: Aber sehr gut!
00:41:04: Konstantin, sehr, sehr gut.
00:41:05: das ist etwas... Vielleicht wirklich, wo ein Zweifel drin steckt.
00:41:09: Wo eine innere... Also genau, wo auch so einen Bangen irgendwie vielleicht mitschwingt?
00:41:13: Aber Rex du hast eigentlich auch zurückgemeldet weil ich meine wenn man dein Instagram anguckt das ist ja das wo die meisten Leute dich wahrscheinlich jetzt außerhalb deines engen Bereichs wahrnehmen da wo sie sich sehen denn dann wird es dir auch so Statussymbol werden gezeigt.
00:41:28: Du siehst jetzt mit Verlaub immer sehr gut aus.
00:41:32: Du hast schönen Hintergrund Es ist alles auf einer gewissen Weise sozusagen Instagram-able, ja?
00:41:38: Ja.
00:41:39: Und das ist auch ein Kontrast zu dem ... zu dem Christus der im Dreck sitzt, sag ich mal und dem Arm den hilft.
00:41:48: Was ich aber merke ist... Also genau, ich hab glaube ich einfach relativ früh gemerkt wie halt irgendwie Instagram funktioniert.
00:41:54: Deswegen mache ich das so.
00:41:56: Aber was die Leute bei mir extrem ... Ja, Extrems klingt ganz furchtbar!
00:41:59: Was die Leute schon wirklich schätzen ist dass Natürlich auch damit eine Plattform irgendwie erst mal kreiere.
00:42:07: uns geht super viel um mich so ohne frage.
00:42:11: Aber was ganz viele bei mir schätzen ist dass eben es bei mir super viel und nicht ironisch oder halt irgendwie nur in einem sehr liebevollen Sinn, ironisch super viel Seniorenkreis im kleinen Weitersdorf gibt.
00:42:25: Und irgendwie Glaubenskurs in Langhennersdorf.
00:42:27: Und letztes Abend mal nach zum Elf weil wir nochmal rüber gerufen worden sind.
00:42:34: Also ich glaube das mein Versuch schon der ist zu zeigen dass eben man fröhlich und selbstbewusst und schick und cool In irgendeinem Verlaub ist es nicht gemeint, aber von außen wirkt es ja so kaff in der Provinz.
00:42:57: Das ist die Grunderfahrung, die meine Frau und ich hier gemacht haben.
00:43:00: Wir haben einfach ein Brief bekommen da stand Groß Schirma drin weil die Kirche das ebenso macht Hätten wir uns natürlich nie selber ausgesucht.
00:43:06: und die Erfahrung, die wir gemacht haben ist glaube ich die Erfahrung die manche bei mir beim Instagram machen.
00:43:11: Es ist wahnsinnig schön und toll hier zu sein weil sich hier etwas und damit schließt sich der Kreis vielleicht zur Gott-und-die-Wahrheit und zu dem was du am Anfang gefragt hast weiß ich hier was von Gott zeigt war hier so die Tiefe und die Wahrheit des Lebens in den ganz alltäglichen kleinen Dingen passiert?
00:43:27: Was ich glaub wenn wir ehrlich sind Ich ja vor sieben Jahren auch nicht gedacht hätte und gedacht hätte naja es halt so irgendein Dorf halt und irgendwie zu merken so, nee das ist also nicht Dorf ist geil weil hier Feuerwehrfest ist sondern Mensch was man hier für tiefe... gute Begegnungen hat, wo was ganz Ehrliches von dem wer Gott ist und was er mit uns vorhat durchscheint.
00:43:52: Und ich glaube etwas davon schwingt es ein bisschen bei meinem Instagram mit, bei allem was irgendwie von Sylt und von Segeln und von irgendwie schicken Schuhen da auch mit drin ist.
00:44:05: Justus die... Ich habe das Gefühl sozusagen dass auch gerade in letzter Zeit dein Du ein bisschen die Welle gesurft hast und deine Bekanntheit noch stärker geworden ist.
00:44:13: Ich habe letztens gelesen so einen FZ-Artikel, da stand irgendwie sechzehntausend Follower.
00:44:17: das war von Anfang des Jahres jetzt deutlich mehr geworden.
00:44:20: Hast du auch manchmal Angst dass diese Welle bricht?
00:44:25: Dass du runterfällst oder dass Instagram dir einfach den Algorithmus ausschaltet?
00:44:34: Nee... Also dann wäre es auch ein Stück weit Erlösung oder dann gäbe es irgendwie eine andere Plattform oder einen anderen Weg.
00:44:42: Im Moment ist es ja wirklich diese massive Auseinandersetzung, die wir mit der AfD haben.
00:44:46: Weil sie diese Auseinsatzung gesucht und gesetzt hat.
00:44:51: Und in der Auseintandersetzung gibt's tatsächlich nicht so viele... Das meine ich gar nicht als Kritik an Kolleginnen und Kollegen sondern einfach Es ist so, gibt das nicht so vieles wie diesen aggressiven Sound und dieses krasse Selbstbewusstsein dieser Partei irgendwie erwidern können.
00:45:06: Also weil Wir sind so gepolt dass wir sehr bürgerlich sehr ruhig, sehr kultiviert mit Pressemitteilungen und mit redigten Antworten.
00:45:18: Wo eben Millionenfach TikTok-Videos geklickt werden weil einfach irgendjemand sagt die Kirche ist eine Freakshow so.
00:45:26: Und ich glaube da gibt es wenige, die irgendwie relativ gelasten.
00:45:29: Ich glaube halt vor allem das was manchmal meine Kritik an mir ist, was aber glaube ich jetzt wirklich echt sehr notwendig ist.
00:45:35: Sehr selbstbewusst sagen Leute lasst mal am wahrsten Sinne der Kirche im Dorf... von dem, was ihr sagt.
00:45:41: Einfach wirklich quatsch.
00:45:42: und ich glaube das ist gerade so eine Welle auf der ich tatsächlich grade bin also wo von der ich sehr stark ausgehe dass sie abappt was ich auch cool finde weil ich auch super gerne einfach Glaubensinhalte auf Instagram teile.
00:45:55: Und macht dir die AfD Angst?
00:45:58: Nee!
00:45:58: Ich find' sie echt zu dämlich und zu durchschaubar als dass sich nicht ganz sicher wäre, dass es sie in zwanzig Jahren wirklich einfach nicht mehr gibt oder sie einfach so eine abgeheifte der FPÖ wird.
00:46:10: Was mir Angst macht und das meine ich wirklich ganz ernst ist das was sie in der Lage ist im Menschen auszulösen.
00:46:15: also wirklich so krassen Hass so krasse Depressionen so tiefgehende.
00:46:25: Ich schotte mich ab lasst mich alle in Ruhe.
00:46:27: Das macht mir tatsächlich Angst, dass eine Partei Menschen an so einen Punkt kriegt.
00:46:33: Das ist etwas, wo ich vor uns als Menschen Angst bekomme.
00:46:39: Die Partei selber finde ich wirklich zulöcherlich und ganz im Ernst.
00:46:43: Justus, danke dir für das Gespräch!
00:46:46: Danke für die Einladung, danke fürs tolle Gespräch.
00:46:51: Dieser Podcast ist nur möglich dank ihrer Unterstützung.
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00:46:57: slash doppeltgut.
00:46:59: chrismon.de.
00:47:00: slash doppeltgut.
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