Moderator Yared Dibaba: Wir werden uns wiedersehen
Shownotes
In der 66. Folge von „Über das Ende“ spricht Konstantin Sacher mit Yared Dibaba. Der Moderator, Autor und chrismon-Herausgeber erzählt von seiner Kindheit in Äthiopien, vom Bürgerkrieg, von Flucht und davon, wie er in Deutschland eine neue Heimat gefunden hat.
Im Gespräch berichtet Yared Dibaba, wie ihn diese Erfahrungen immer noch prägen. Es geht um Kirche und Kolonialgeschichte und die Ambiguität des Lebens. Es geht um den Tod seines Vaters, die Verbindung zu den Vorfahren, um Gebet und Glauben sowie um die Hoffnung auf ein Wiedersehen nach dem Tod. Und er erklärt, warum er fest davon überzeugt ist, dass am Ende das „Wir“ gewinnt.
Das Gespräch wurde im Mai 2026 aufgenommen.
Hier finden Sie die aktuellen Termine von Yared Dibaba:
Sein Buch finden Sie hier:
https://www.droemer-knaur.de/buch/yared-dibaba-bin-da-wer-noch-9783963403699
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Was erfährt man über das Leben, wenn man über den Tod nachdenkt? Das fragen die „Über das Ende“-Hosts Konstantin Sacher und Julia Schnitzlein spannende Menschen im Podcast. Wir freuen uns, wenn Sie zuhören!
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich habe als Kind den Bürgerkrieg am eigenen Körper so zu sagen erlebt, auch wenn ich jetzt nicht gefoltert wurde.
00:00:07: Aber solche Situationen zu erleben macht natürlich was mit dir!
00:00:13: Ich bete täglich – ich bete aber auch in verschiedenen Situationen, wenn mir etwas bevorsteht.
00:00:22: Etwas Gutes, etwas Schwieriges, etwas Anspruchsvolles, vielleicht sogar was mir Angst macht... Und am Ende sehe ich da meinen Vater und dann guckten wir uns an.
00:00:33: Wir wussten, eines Tages sehen wir uns wieder.
00:00:35: Mein Vater sagte nur noch, lass dir ein bisschen Zeit aber wir werden uns wiedersehen!
00:00:38: Das fand ich ganz fest daran dass wir uns in einem anderen Ort wiedersehen.
00:00:45: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von Über das Ende.
00:00:47: mein Name ist Konstantin Sachler.
00:00:48: Ich bin sehr dankbar von Chris Monn und spreche mit passanten Leuten über die Tod- und im Sinneslebens heute mit Jaret Gibaber.
00:00:54: Schön, dass du da bist Jaret.
00:00:55: Konstantino danke für die Einladung.
00:00:57: Ich stelle dich unseren Hörern und Hören auch gleich noch vor.
00:01:02: Aber wir haben immer die erste Frage, die sich wiederholt hat für alle Gleiches um die Laute Wann hast du denn das letzte Mal an deinen eigenen Tod gedacht?
00:01:09: Vor ein paar Tagen.
00:01:11: ich war für einen Dreh in Bremen im Blei Keller Und Im Blei Keller sind mumifizierte Leichen Die schon einige hundert Jahre alt sind und man sieht wie sie im Augenblick des Todes geguckt haben können, sage ich mal.
00:01:30: Aber man sieht irgendwie deren Gesichtsausdruck und das hat mir noch einmal gezeigt wie endlich das Leben ist.
00:01:37: und ich habe irgendwie mit Leuten aus dem Bekanntenkreis nochmal über den Tod gesprochen Und dann war das irgendwie sehr präsent auch weil ich mit jemandem einer anderen Sendung über den Tod gesprochen habe und diese Frau hat mir ein Maßband in die Hand gedrückt und sagte, wie alt bist du?
00:01:57: Und dann hat sie was abgeschnitten.
00:01:59: Dann konnte ich anhand des Maßbandes sehen, wie viele Jahre ich noch rein statistisch habe.
00:02:05: Das fand ich ganz gut, da konkret nochmal drüber nachzudenken.
00:02:10: Was ist der Bleikeller?
00:02:12: Der Bleikeler ist unter dem Bremer Dom eigentlich kein Bleikella.
00:02:18: Also da ist jetzt kein Blei so, sondern man sagt sie sich irgendwie wohl das die bleihaltige Luft.
00:02:24: Die Leichen so konserviert hat aber es nicht.
00:02:27: Aber da sind halt Särge wo man reingucken kann und wo man die Leichen halt sich anschauen kann.
00:02:35: was finde ich ein eine interessante Begegnung mit dem Todist?
00:02:40: Aber sind das besondere Prämer dann die dort liegen oder kann sich jeder dort hineinlegen lassen?
00:02:45: Tatsächlich hat sich jemand da reinlegen lassen, der war Handwerker am Dom und er hat Geld dafür bekommen.
00:02:52: Und hat sich dann zur Verfügung gestellt dass er da konserviert wird und man hat ein Ehepaar gefunden.
00:03:01: jetzt habe ich den Namen leider vergessen glaube aber Bürgermeister von Bremen seiner Zeit und bzw seine Frau und ihn hat man dann gefunden.
00:03:12: Ich frage nachher noch mal, was das für so ein Befehl war.
00:03:15: Die Leichen anzugucken und dann an die eigene Ähnlichkeit erinnern zu werden.
00:03:19: aber ich möchte zunächst meinen Versprechen einlösen und dich vorstellen.
00:03:23: Gerhard Debaba ist Groß- und Einzelhandelskaufgang.
00:03:27: Er is Schauspieler, es Moderator, es Podcaster und er ist Buchautor.
00:03:32: Wo denn die Turbine?
00:03:32: geboren kamen seit neunundsiebzig Nach Deutschland Und ist mittlerweile ein bekanntes Gesicht nicht nur Aber vor allem auch im Fernsehen.
00:03:43: Er hat eine wirklich spannende Lebensgeschichte, wie man neben vielen anderen Dingen in seinem neuen Buch lesen kann nachlesen kann.
00:03:49: das heißt bin da wer noch für eine Zukunft in der dass wir gewinnt und es dem Wiener Verlag erschienen mit dem Burgus auch auf Tour.
00:03:57: den Namen des Burgus und die Termine werden wir auch in den Showmits verlinken.
00:04:00: er hat den Podcast Kuddelmodel und er ist last but not at all leased einer der Herausgeber von Chrismon ... in dem Magazin, den sie diesen Podcasts verdankt haben.
00:04:13: Und aus all diesen Gründen freue ich mich sehr heute mit dir sprechen zu können.
00:04:17: Noch mal herzlich willkommen!
00:04:19: Vielen Dank für die Einladung.
00:04:20: Ich freu' mich... ...mit dir im Schlag zu sein.
00:04:23: Ich hab ja gerade schon gesagt... ...neunzelneunundsevzig nach Deutschland gekommen,... ...das war ein bisschen abgekürzt weil du warst vorher schon mal in Deutschland,... ...kam an deinem Buch nachlesen also mit zwischen vier und als so sieben geworden bist,... ...bist du wieder zurückgekommen?
00:04:36: Ja bist Du wieder zurück gegangen nach Edoquien bei deiner Familie.... Ich dachte vielleicht können wir am Anfang des Podcasts auch so ein bisschen als Bildungs-Podcast, als Serviceteil die Menschen dies gar nicht genau wissen.
00:04:53: Ein bisschen auch über die etiopische Geschichte aufklären warum du eigentlich fliegen musstest und wie es dazu kam dass ihr vorher schon in Deutschland seid wart.
00:05:02: also vielleicht fangen wir damit an.
00:05:03: Also Du warst schon mal in Deutschland als du vier warst.
00:05:06: Wie kam es dazu?
00:05:07: Meine Eltern hatten Kontakt zu, was heißt Kontakt?
00:05:11: Sie waren an der Missionsschule in Urumia und das ist ein Teil von Äthiopien so im Südwesten.
00:05:19: Und die Missions-Schule war, wurde betrieben von der Hermansburger Mission, Hermansburg in der Lüneburger Heide.
00:05:28: Da wurden Menschen ausgebildet, die missionarisch in verschiedene Länder gegangen sind.
00:05:35: Beide waren da Ich verkürze das jetzt mal, Stipendien bekommen in Deutschland und so sind beide Eltern dann nach Deutschland gekommen.
00:05:45: Meine Mutter nach Hermannsburg, mein Vater hat in Göttingen studiert und so gab es schon eine Verbindung zu Deutschland.
00:05:52: Und in der Zeit war wir dann für drei Jahre in Osnabrück.
00:06:02: In dieser Zeit wurde der Kaiser Heiles Selassie gestürzt.
00:06:07: Umbruch in Äthiopien, eine Revolution.
00:06:10: Und es kamen eine Militärdiktatur an die Macht, die sich aber am Anfang noch nicht als Diktatur gezeigt hat.
00:06:17: und dann sollten alle, die im Ausland eine Ausbildung gemacht haben oder gelernt haben wieder zurückkommen in die Heimat und das Land mit aufbauen.
00:06:25: Das war der Grund warum meine Eltern damit uns zurückgegangen sind nach Äthipien.
00:06:30: Aber ich habe mich auch gefreundert, dass ich das Buch gelesen habe Freiwillig, weil deine Eltern auch dachten das ist jetzt sinnvoll.
00:06:36: Wir bauen mit des Land auf.
00:06:37: oder war das quasi auf Zwang?
00:06:39: Also man hat wurde von der
00:06:41: Heimat
00:06:42: unter Druck gesessen.
00:06:42: Man muss jetzt zurückkommen.
00:06:44: Nein, das war freiwillig!
00:06:45: Das war tatsächlich mit der Intention das eigene Land aufzubauen und am Fortschritt mitzuwirken.
00:06:53: Mein Vater hat Pädagogik studiert wollte dort also bei Alphabetisierungsprojekten mitmachen.
00:07:02: Er hat für die Kirche gearbeitet, für einen kirchlichen Radiosender, für die Meccane Jesuskirche, die zu Blutterischen Weltbund gehört und so hat er gleichen Job gehabt als wir da waren.
00:07:13: Wir haben auf dem Kirchengelände gewohnt außerhalb der Stadt.
00:07:19: Also meine Eltern waren und wir waren sozusagen im Kirchenleben involviert durch den Job von meinem Vater Und gab zwei Sachen zusammen, als wir zurück waren.
00:07:29: Einmal die Zugehörigkeit zur evangelisch-rhetorischen Kirche und das meine Eltern dort oder mein Vater vor allem aktiv dort gearbeitet hat und dass wir Uromo sind.
00:07:38: Die Uromos sind zwar die Mehrheit in Äthiopien mittlerweile sechzig Millionen Menschen aber als Mehrheit schon sehr lange unterdrückt also über hundertfünfzig Jahre Unterdrückt heißt.
00:07:55: Einige Oromos wurden ihres Landes beraubt, also ihres Grund- und Bodens.
00:07:59: Wir konnten unsere Sprache nicht sprechen.
00:08:01: in den Schulen wurden Nicht unsere Sprachen unterrichtet sondern am Haarelisch.
00:08:07: Das heißt wenn man in der Öffentlichkeit erfahren Oromo unsere Sprach gesprochen hat konnte Man Schwierigkeiten bekommen.
00:08:12: diese beiden Gründe Also Oromo und Evangelio Schluterisch haben dazu geführt dass wir gefährdet waren.
00:08:19: Der Generalsekretär Mekanesuskirche in Äthiopien, Guddinathumsa wurde entführt und ermordet von der Regierung damals.
00:08:29: Und das war also als er inhaftiert wurde, war das für uns das lauteste Alarmsignal dass wir das Land verlassen mussten.
00:08:37: So sind wir nach Kenia und von Kenia mussten wir wieder weg nach Deutschland weil die kenianische Regierung mit der äthiobischen Regierung einen Auslieferungsdeal hatte so dass wir hätten dann vielleicht nach Äthiopien wieder zurückgemusst, also werden dann ausgeliefert worden.
00:08:55: Und deswegen ist mein Vater dann schnell vorgereist und wird dann hinterher.
00:09:00: Also es gibt eine lange Unterdrückungsgeschichte der Euromus in Äthipien ein Grunde bis heute.
00:09:09: Das war der Grund warum wir das Land verlassen mussten.
00:09:11: Ist es denn eine Besonderheit dass ihr evangelisch lutharbisch wart oder war das diese Mission?
00:09:17: Unter anderem aus Hermannsburg so anumfassend, dass das unter jetzt den Geromus oder überhaupt in der Türken keine Besonderheit war.
00:09:26: Jetzt kommt die Werbung!
00:09:27: Kennen Sie Chrismon eigentlich schon?
00:09:28: Bei uns dreht sich alles um das Leben Freude und Leid, Glück und Unglück immer mit dem Blick auf Lösungen Mut zum Leben.
00:09:35: Das ist Chrismon.
00:09:36: Wenn Ihnen das gefällt Und wenn Ihnen dieser Podcast gefällt werden sie Digital-Abonnent.
00:09:48: Also in der Region wo wir waren, war es so dass es dort die Missionsschule gab.
00:09:55: Es gab die Kirche, es gab Stationen also so Art Krankenhäuser-Kliniken und die haben sozusagen am gesellschaftlichen Leben oder haben natürlich Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben gehabt.
00:10:10: durch die Missionierung konnte man an diesen Dingen dann partizipieren.
00:10:16: Und viele Oromos ließen sich dann trafen und missionieren, so war es bei meinen Eltern auch.
00:10:24: Vorher waren sie aus einer anderen christlichen Religion oder hatten Sie ihr Hattetil?
00:10:30: Es gab eine Oromo-Religion, Warga Fanna und das ist Warga High Scott auf Affan Oromo Und das war die Religion der Oromos.
00:10:42: Die eingebettet war im Gadda-System eine sehr alte und langjährige Basisdemokratie, wo die Oberhöpter der Gesellschaft dann alle acht Jahre neu gewählt wurden.
00:11:00: Es gibt ja immer den Äthiopier schon in der Bibel.
00:11:03: ein sehr altes christliches Land, aber das ist dann eben der andere Teil von Theokin, der die Uromus unterdrückt hat.
00:11:14: Früher gab es ja nicht das Äthiopien sondern es gab Abyssinien und da sind christlichen Ursprungs oder haben eine lange christliche Geschichte.
00:11:25: und die Abyssina sind größtenteils kopptisch orthodox Und die Oromos sind halt eine andere ethnische Gruppe, die an eigenen Sprache sprechen.
00:11:39: Also die Abyssinia sprechen zum Beispiel amharisch.
00:11:42: Die Oromos sprechen halt ihre Sprache.
00:11:44: Die Sprachen haben auch nichts miteinander zu tun und sind nicht miteinander verwandt.
00:11:49: Die Amharische Sprache ist eine solitische Sprachel und die Oromo-Sprache ist kuschitische Sprache, also einen ganz anderen Ursprung.
00:11:58: Man könnte sagen dass die Uromus durch die Abyssinia, durch Mindelik und heilische Lasse kolonialisiert wurden.
00:12:06: Und so ein Teil von Äthiopien geworden
00:12:08: sind.".
00:12:09: Auf jeden Fall eine spannende Geschichte, die natürlich vor allem, wenn man sieht aus der Distanz hört, spannend ist.
00:12:14: Wenn man mittendrin steckt wahrscheinlich auch eher dramatisch ist.
00:12:17: in deinem Buch gibt es ja auch Szenen, die du beschreibst wie's war als Kind mitten in diesen Bürgerkrieg, der danach ausgebrochenes hineinzuweiten.
00:12:27: Also ich erinnere mich vor allem an eine Szene Die kommen relativ am Anfang vor, wo du erzählst, ihr wart mit deinen Eltern.
00:12:34: Deine Onkels waren in einem Haus, ich weiß nicht genau welches Haus es war und dann kamen Soldaten und haben die Erwachsenen bedroht.
00:12:41: Deiner Mutter hat euch dich und deinem Bruder ins Nebenzimmer geschickt und hat gesagt, seid leise.
00:12:45: Und sie hatten natürlich Angst, ihr wusstet nicht was passiert?
00:12:49: Es gibt noch mehr Sustenen.
00:12:51: Wie präsent ist denn dir noch diese Zeit in deiner Erinnerung?
00:12:56: Wenn sie noch präsente ist... Wovon ich jetzt mal ausgehe, weil es ja auch ein Buch vorkommt.
00:13:01: Was für eine Rollespiel ist noch in Indien?
00:13:04: Das ist sehr präsent und kommt auch schnell wieder zurück wenn irgendwas passiert.
00:13:10: also wenn das Ding gibt die mich daran erinnern Krieg Bilder die ich sehe Wenn Menschen erzählen was in der Heimat so passiert aktuell Wenn es kriegerische Auseinandersetzungen gibt, wenn Menschen Familien getötet werden oder Dörfer angegriffen werden aktuell dann macht das natürlich was mit mir weil das einfach präsent ist.
00:13:32: Ich habe als Kind den Bürgerkrieg am eigenen Körper sozusagen erlebt auch wenn ich jetzt nicht gefoltert wurde.
00:13:40: aber solche Situation zu erleben macht natürlich etwas mit ihr und so ist es bei mir auch und es prägt mich.
00:13:48: und ich glaube Menschen die so etwas erlebt haben gibt es ja viele.
00:13:52: gerade die Großelterngeneration, die aktuelle Großelter-Generation oder auch Menschen, die jetzt von Kriegen geflohen und vertrieben wurden wissen natürlich ganz genau.
00:14:03: Und was passiert ist?
00:14:06: Und das werden Sie auch nie vergessen!
00:14:07: Das wird Ihr Leben mit Sicherheit mit prägen.
00:14:10: Es gibt noch die krasseste Szene im Buch.
00:14:12: Eigentlich finde ich wie Du beschreibst, du bist mir deinem Vater morgens... Oder vielleicht dann Mutter auch dabei.
00:14:18: Das weiß ich nicht mehr so genau, weil ihr seid morgens auf den Weg zur Schule in eurem Auto und du siehst... Auf einmal Tote leichen am Straßenrand liegen und sagst deinem Vater, da liegen Leichen!
00:14:28: Und er glaubt es erst gar nichts.
00:14:30: Dann fahrt ihr aber doch zurück und schaut und dann siehst Du eben dort die Toten am Straßenland liegen Bezetteln oben drauf.
00:14:37: Auf denen steht, ich glaube, das Liebe der rote Terror oder wenn ich das jetzt richtig erinnere also diese Bilder die bringen dich wahrscheinlich, weil ich meine als Kind das vermiss man wahrscheinlich nicht wenn man wirklich Leichen am Straßenrand sieht.
00:14:52: Das vergesse ich nicht und das kannte ich vorher ja auch nicht.
00:14:58: also es gab jetzt ja nichts was mich irgendwie da hätte darauf vorbereiten können.
00:15:03: heute kann man das vielleicht auf TikTok oder irgendwo bei YouTube mal zufällig als kind drüber stolpern sich damit beschäftigen aber immer dass in echt sieht dann ist schon etwas sehr Prägendes und mir auch etwas Traumatisches.
00:15:19: Aber hast du damals das, wenn du dich für Sucht suchst zu erinnern... ...auch begriffen?
00:15:23: Also ich meine man kann natürlich sozusagen die Tod- und die Todesangst ähnlich so richtig hundertprozentig bekregen.
00:15:28: Man weiß nicht genau was das bedeutet aber Hast du damals sofort begrippen oder auch lang langfristig Begriffen in dass ihr in Gefahr seid um was das bedeuten?
00:15:37: Das habe ich schon begriffenen.
00:15:39: Ich war sieben acht Jahre alt.
00:15:41: Das kriegst du schon mit wenn es gefährlich unbrenzlig wird Und das macht natürlich auch was mit dir.
00:15:49: Das zeigt, dass deine Bedrohung da ist und zu spüren, dass sie einen Eltern unsicher sind.
00:15:56: Das verunsichert dich natürlich auch.
00:15:59: Wenn du auch merkst dein Umfeld verändert sich, löst schon eine enorme Verunsicherung aus und zeigt, Vieles auch gleichzeitig passiert, also es ist ja ein schönes Land.
00:16:18: Also die Sorge der Eltern besorgt einem natürlich auch selber und als Kind ist es schwer das Einzuordnen.
00:16:28: Das ist es glaube ich.
00:16:29: Und vieles passiert ja auch gleichzeitig auf der einen Seite.
00:16:32: Es ist ein schöneres Land, das Wetter ist schön Die Familie ist da, die Großfamilie ist da.
00:16:37: Das ist ja auch ein Gefühl von Geborgenheit und Verbundenheit, die wir in Osnabrück in dieser Form nicht hatten weil wir waren zwar zu viert aber in dieser Menge die Familie dazu haben.
00:16:51: Aber ich meine diese... Ich kann immer auf diese Gleichzeitigkeit zu sprechen kommen, von der du gesprochen hast Weil das ja schon Interessant ist.
00:16:58: Es ist ja oft im Leben so dass schlimme Dinge gleichzeitig mit tollen Dingen passieren.
00:17:04: Also du sagst jetzt deine Familie, das kann man ja in dem Buch auch wirklich nachvollziehen.
00:17:09: Du hast diese Geborgenheit der Großfamilie, deiner Eltern und deine Familie feiert gerne ist offenbar irgendwie voller Liebe und gleichzeitig passiert außen und sowas und es ist sozusagen diese Gleichzeitigkeit von schrecklichem und von großartigem So eine Wahrheit im Leben.
00:17:32: Es ist ja immer so, man weiß es jetzt.
00:17:34: Man weiß ja nicht ob wir hier sitzen und erfreulich sein und man hätte letztendlich schon keine Ahnung.
00:17:39: sozusagen das Todesübertal wäre über einen schon besprochen worden und dann würde es vielleicht erst später rausfinden.
00:17:46: Also das ist ja einer Art großartige oder Großartiges hört sich zu gut an aber eine bedeutende Wahrheit die du da als Kind mitbekommen hast.
00:17:58: Ja, ich weiß nicht ob du denkst dass sich das auch in der positiven Sinne geprägt hat.
00:18:04: Mit Sicherheit obwohl das klingt so ein bisschen nach romantisieren dieser Vergangenheit aber es stärkt ein oder mich hat's zumindest in bestimmten Bereichen auch gestärkt und gezeigt wie gesagt dass vieles auch zur selben Zeit passieren kann Schreckliches und Schönes.
00:18:29: Und dennoch im Rückblick hätte ich mir natürlich gewünscht, dass sich das alles nicht erlebt hatte und auch nicht gesehen hätte weil das hinterlässt auf der anderen Seite ja auch Spuren.
00:18:43: aber wie gesagt die Dinge passieren in unserem Leben haben wir ja nicht im Griff und da haben wir keinen Einfluss drauf und versuchen daraus das Beste zu machen Umzugehen und vor allem auch daraus zu lernen.
00:18:55: Ich glaube, das ist wichtig dass wir versuchen daraus Zu lernen und etwas mitzunehmen auch aus den schlechten Dingen.
00:19:01: Und deswegen war für mich das Wichtige auch im Rückblick zu sagen Es gab viel Schönes also wie gesagt in der eigenen Heimat zu sein die Familie dazu haben.
00:19:14: Uromia is ein wunderschönes Land Das Wetter es schön das Essen ist so lecker die Menschen sprechen meine Sprache.
00:19:21: also es sind so viele positive Aspekte, wenn dieser schreckliche Bürgerkrieg nicht gewesen wäre.
00:19:27: Ja man kann natürlich sozusagen dieses Romantisieren auch nur machen ich habe sie jetzt ja gemacht, nicht du aber trotzdem nur machen weil es dann in einer gewissen Weise gut ausgegangen ist.
00:19:35: Ich sage jetzt mal Ausgang noch ist das nicht zu Ende aber ihr seid ja aus dem Land geflohen.
00:19:39: da gibt es den kann man dein Buch nachlesen den Familiengeburtstag der neunte Februar neunzehneinundseventig Das Land dann verlassen hat und erst nach Kenia gegangen seid, also rausgekommen seit der Gefahr in Ronn.
00:19:52: Seit ihm auch so lese ich das zumindest weil deine Eltern ja weitsichtig waren sag' ich jetzt mal oder sich gekümmert haben.
00:20:01: Also sie sagen eine positive Rolle eingenommen haben um Verantwortung benommen haben.
00:20:08: Wir haben sozusagen in einem Gespräch natürlich eine gewisse Bayeris.
00:20:13: man kann so gut darüber reden weil es eben ja gut ausgegangen ist und es gibt endlich viele Geschichten, die ihm nicht gut ausgefallen sind.
00:20:19: Und dann könnte man nicht versuchen, die guten Seiten in den schlimmen Geschichten zu
00:20:24: sehen?
00:20:25: Ja, es war viel Glück dabei!
00:20:26: Also das muss ich sagen dass wir zur rechten Zeit am richtigen Ort waren mit Sicherheit auch instinkt riecher richtige Entscheidung vielleicht auch getroffen zu haben von meinen Eltern.
00:20:39: aber das kommt halt zusammen.
00:20:40: Es gibt viele Menschen mit Sicherheit auch einen guten Instinkt und einen guten Riecher hatten, aber die haben einfach Pech gehabt.
00:20:46: Das muss man auch sagen.
00:20:49: Und für die endete das tragisch und schlimmstenfalls halt tödlich.
00:20:54: Ich finde an dieser Geschichte, die du im Buch erzählst in deiner Lebensgeschichte sieht man sagen wie schwer es eben ist die Dinge und die Geschichten so in gutem Böse einzuteilen.
00:21:04: wenn man natürlich merkt einerseits dann Kolonialisierung Missionierung sehen wir heute sehr kritisch Und recht.
00:21:11: und gleichzeitig war es für dich und deine Familie in einer gewissen Weise dann ja auch ein Lebensretter, weil dein Vater an dieser Kirche gearbeitet hat.
00:21:18: Und ihr dadurch nach Deutschland konntet... Und da gibt es jetzt noch den, den einer Spekt, den ich unbedingt noch erfragen wollte.
00:21:26: Als ihr dann in Kenia wart... Also ihr seid ja dann im Fehlkornhaus, dann waren Sie sich nach Kenia geflohen und habt euch dann erst mal angefangen dort ein Leben wieder aufzubauen und artet auch dem Plan dort zu bleiben?
00:21:35: Dann gab's eben das hast du vorhin schon gesagt dieses Auslieferungsabkommen zwischen YouTube hin und Kenya und es war die Gefahr dass ihr wieder zurückgeholt werdet.
00:21:43: und davon habt ihr mitbekommen durch einen Anruf aus Deutschland, also von einem Mitarbeiter der Hannoverischen Landeskirche.
00:21:50: Man denkt ja heute bei so Landeskirchen eher an so eine pifige Behörde und das hört sich ja fast an wie in so einem James Bond Film.
00:21:55: Also da ruft jemand an und warnt euch vor Auslieferung aus einem Kirchenamt.
00:22:01: Deswegen meine ich es wieder, diese problematische Verbindung-Kirche was machen die eigentlich da unten überhaupt?
00:22:10: In Afrika, so von uns aus gesehen da unten und gleichzeitig Für euch ist es irgendwie ein Rettungsanker und ihr werdet dann, hier kommt er nach Deutschland her zurückkehren oder ja in dem Fall zurückkehlbar.
00:22:25: Ja also das ist im Rückblick natürlich mal die Frage wo fängt man an?
00:22:30: wie weit gehen wir in der Geschichte zurück?
00:22:33: Die Kolonialgeschichte bei den Oromos wenn man da zurückschaut fing natürlich schon viel früher an.
00:22:40: Es fing damit an dass Minilig gewisse Landstriche zu eingemacht haben.
00:22:50: Mein Großvater hat Land verloren an Heiles de Lacee und hat vierzig Jahre dafür gekämpft, dass er sein Land zurückbekommt.
00:22:57: Also das hat ihn die ganze Zeit beschäftigt auch die italienischen Besatzer, die da waren.
00:23:04: Da waren natürlich auch viele Uromus im Krieg involviert.
00:23:10: Von den verschiedenen Missionen wurde Land geklaut, also von die haben Den Euro muss land weggenommen.
00:23:18: Also das und Land Raub hat immer eine folge dass macht was mit den Menschen.
00:23:22: Das heißt das führt ja auch zu einer gewissen Entwurzelung Und das ist das was den menschen gehört dass es deren hab und gut und deren lebensgrundlage.
00:23:33: das heißt das hat konsequenzen.
00:23:34: ja bis heute und Deswegen ist immer so die Frage Glück um Unglück.
00:23:40: und dass wir diese Kontakte in Deutschland hatten, hat uns das Leben gerettet.
00:23:45: Und das ist natürlich ein großes Glück.
00:23:47: von daher wie gesagt es ist mal... Die Frage wo setzen wir an?
00:23:53: Wo fangen wir an?
00:23:54: ?
00:23:54: Das eine hat natürlich Konsequenzen auf das darauf folgende und wenn diese Kontakte nicht gewesen wären und dieser Bezug zur Hermannsburger Mission und zum Lutherischen Weltbund nicht gewesen wäre wären wir jetzt mit Sicherheit nicht in dieser Form hier.
00:24:10: Wie sind deine inneren, sag ich mal Gefühle im Bezug auf diese lutterische Weltbund, Tadorische Landeskirche?
00:24:17: Wenn du daran so denkst, findest du dann eher eine Art Dankbarkeit und Zugehörigkeit oder ist es doch auch eher etwas was du denkst?
00:24:25: So ein Art mischt sich da auch so einen Befremden mit ein und eben sagen die andere Teil der Geschichte.
00:24:31: Auch da gibt's eine gewisse Gleichzeitigkeit.
00:24:37: Wir können ja die Dinge nicht in Gut und Böse unterteilen, aber das ist zu einfach gedacht.
00:24:46: Es ist sehr vielschichtig!
00:24:48: Und es gibt wie gesagt viele Aspekte, die mir das Gefühl geben, dass ich zu dieser Gemeinde zugehöre – die lange Geschichte, die meine Eltern mit der Kirche haben Mitglieder der Hermannsburger Missionen da waren und dann auch, dass wir im Lutherstift in Feikenburg gewohnt haben.
00:25:13: Was ja auch zu Hannoverischen Landeskirchen gehört wo mein Vater gearbeitet hat.
00:25:17: also da gibt es viele Aspekte mit denen ich mich identifizieren kann und wo ich sage, da gibt das ganz viele verbindende Elemente.
00:25:24: und dennoch gibt's auch eine Kolonialgeschichte, eine Rassismus-Geschichte die auch präsent ist und die auch da ist.
00:25:33: Und Aspekte, wo ich sage ja damit identifiziere ich nicht mich nicht und das hat ja auch Konsequenzen auf unser Leben und auch auf das Leben viele andere Menschen auch global gesehen.
00:25:44: Aber die Frage ist wie gehen wir damit um?
00:25:46: Wie gehen wir aktuell damit um?
00:25:47: was machen wir daraus und wie gestalten wir die Zukunft damit?
00:25:52: Die Vergangenheit können wir nicht auslöschen sondern dies da Was lernen wir aus der Vergangenkeit Um eine Zukunft besser zu gestalten.
00:26:01: Und ich glaube, das ist wichtig!
00:26:02: Da gibt es ja in deinem Buch auch das wunderbare Wort der Ambiguitätstoleranz, was sich auch sehr schätze und was auf jeden Fall etwas ist, was man irgendwie mitnehmen kann daraus aus sozusagen aus der Vergangenheit in die Zukunft.
00:26:16: Also das soll hier bedeuten eben genau dass wir jetzt eigentlich besprochen haben also sagen, dass diese Dinge eben zwei Seiten haben, dass man sie nicht einteilen kann im Gut- und Böse und das es auch gar keinen Sinn hat es zu versuchen sondern natürlich das heißt jetzt dass alles gleich ist und es gibt keinen schlechten oder guten Ding, aber das man auf dieser Grundlage erkennen kann.
00:26:35: Dass die Dinge nicht schwarz- und weiß eintönig gut und löse sind.
00:26:41: Dass man erst auf der Grundlage versuchen kann, etwas Positives aufzukauen.
00:26:46: Ich glaube, das ist sehr wichtig!
00:26:48: Wir müssen uns mit der Vergangenheit auseinandersetzen und gucken was passiert ist und was die Folge auch ist.
00:26:54: Also ich schreibe ja in meinem Buch dass die Oromus vorher schon einen Gott hatten.
00:27:00: Warum muss jetzt jemand herkommen und uns erzählen, dass es noch einen anderen Weg gibt zu glauben und Gott näher zu sein?
00:27:07: Wir haben ja schon Erfahrung damit!
00:27:09: Okay, das ist jetzt so wie's ist?
00:27:12: ich glaube an Gott, ich bete, ich gehe in die Kirche, bin getauft und konformiert, bin kirchlich getraut.
00:27:18: Ich bin Mitglied der Synode der Nordkirche, engagiere mich in der Kirche habe dort auch Diversity und Antirassismus Trainings gemacht.
00:27:28: Und sehe das als eine Form der Gestaltung, der Gegenwart und auch der Zukunft.
00:27:34: Also dass wir gucken wie wird unsere Nordkirche rassismuskritisch?
00:27:39: Wie wird sie inklusiv?
00:27:40: Wird Sie diversitätskompetent?
00:27:43: Wie können wir mit Vielfalt umgehen?
00:27:45: Da ist ja auch eine große Chance drin!
00:27:46: Wir sind eine große Gemeinschaft.
00:27:48: Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können.
00:27:56: gutes, wichtiges Prinzip ist mit dem wir miteinander leben können.
00:28:00: Und das ist doch etwas, worauf wir aufbauen können in unserer Widersprüchlichkeit.
00:28:04: und dass es halt die Ambiguitäts-Tonoranz, dass wir sagen Wir haben unterschiedliche Hintergründe, wir haben unterschiedlichen Wurzeln, unterschiedliche Geschichten.
00:28:13: aber lasst uns gucken was uns verbindet und lass uns gucken wie wir die Zukunft gemeinsam gestalten können.
00:28:21: Weil bei all den unterschiedlichen Würzen, die wir haben, Gleichzeitig als Mensch und doch immer auch zwei, zumindest wenn wir es Glück haben das zu wissen.
00:28:30: Zwei klar zu verordnete Wurzeln nicht unser Elter.
00:28:33: Ja sozusagen da kommen kommen wir.
00:28:35: ja wenn wir das Glück haben Das zu wissen und mit denen aufgewachsen sein kann dass ein positiv und negativer beeinflussen je nachdem wie die Beziehung ist.
00:28:42: in deinem buch Wie sehe ich?
00:28:44: Kannst mich gerne korrigieren eine sehr positive elternbeziehung heraus also die spielen in deinm Buch zumindest eine wirklich positive Rolle.
00:28:53: Ich wollte dich fragen, was du denkst?
00:28:55: Wie viel von unseren Vorfahren, wie viele von unseren Eltern eigentlich in uns steckt und wie wichtig das ist für dich persönlich.
00:29:06: Wie deine Eltern in dir selbst findest.
00:29:08: Also ein Prozentzahlen kann ich es nicht ausdrücken.
00:29:10: Ich kann in Prozent nicht sagen, wie viel von meinen Eltern in mir steckt.
00:29:14: Ich könnte natürlich sagen Fifty-fifty aber wie weit mich das prägt?
00:29:18: mit Sicherheit geben sie mir oder haben Sie mehr Vieles mitgegeben auch im täglichen Miteinander vielleicht auch genetisch Aber ich glaube auch dass die Umwelt und unser aktuelles Leben uns auch präkt.
00:29:32: aber Die Verbindung zu meinen Eltern ist auf jeden Fall sehr stark.
00:29:36: Es gab natürlich Konflikte und Ruchs- und Tiefs, Streitereien die in allen Eltern Kindbeziehungen vorkommen.
00:29:46: Aber unterm Strich bin ich sehr dankbar für meine Eltern und auch für das was sie uns mitgegeben haben.
00:29:54: Und auch einfach dass Sie alles dafür getan haben, dass wir sicher durch diese turbulente und gefährliche Zeit gekommen sind.
00:30:03: also dafür bin ich wirklich... bis in alle Ewigkeiten, meine Eltern dankbar.
00:30:09: In deinem Buch kann man ja lesen dass dein Vater mittlerweile schon gestorben ist.
00:30:15: Hat er immer weiter in Deutschland gelebt?
00:30:16: War ihr hier eng solange er noch gelebt hat?
00:30:21: Ja wir waren sehr eng miteinander und sie sind ja dann irgendwann auch nach Hamburg gezogen und das war sehr schön weil wir hier sehr dicht auch miteinander waren und haben wie gesagt meinen gutes Verhältnis miteinander, auf jeden Fall.
00:30:38: Und
00:30:38: konntest du ihm in seinem Sterben begleiten oder warst du da dabei?
00:30:42: Oder wie hast du das erlebt im Tod deines Vaters?
00:30:46: Ich war leider nicht mit dabei und ich war weg und also er war krank und es war so aus als würde es ihm besser gehen.
00:30:58: und das war sowohl die Aussage meiner Eltern als auch von den Ärztinnen bin ich dann weggefahren und während ich weg war, ist mein Vater dann gestorben.
00:31:11: Das ... ja das war sehr tragisch für mich.
00:31:15: Ich weiß nicht wie es gewesen wäre wenn ich da gewesen wäre in dem Augenblick wo er gestorbt ist.
00:31:23: jetzt so wie ich bin nehme ich das an und deswegen sage ich Es ist gut so wie es passiert ist.
00:31:30: Ich habe sie eh nicht in der Hand Und der Schmerz ist einfach dass sich Mein Vater verloren habe, also dass mein Vater gestorben ist.
00:31:38: Das ist eigentlich das Schmerzvolle.
00:31:40: ob ich nun da war oder nicht und wie das passiert ist Das ist für mich jetzt nicht so wichtig.
00:31:46: das war für mich der größte Verlust in meinem Leben Der erste große Verluste womit ich nie gerechnet habe dass mein vater irgendwann stirbt.
00:31:54: natürlich rechnen wir damit?
00:31:55: irgendwie wissen wir das aber sich das wirklich vorzustellen und was das Mit uns oder mit mir macht das konnte ich mir nicht ausmalen obwohl ich einen Erwachsener Mann war zu der Zeit.
00:32:08: Also es ist jetzt schon zehn Jahre her, da war ich siebenundvierzig als mein Vater gestorben ist.
00:32:15: Ja das war ein großer Einschnitt für mich.
00:32:17: Aber was hat es denn mit dir gemacht?
00:32:19: Wenn du sagst, du konntest dir nicht vorstellen, was es mit dir macht?
00:32:23: Es war einfach ein großer Verlust.
00:32:24: Mein Vater und meine Mutter sind einer der wichtigen Säulen in meinem Leben Im Austausch Gesprächen.
00:32:36: Mein Vater hat viel Wissen, viel Erfahrung über unsere Geschichte, über unsere Sprache, über die Tradition zu politischen Themen und auch zu aktuellen politischen Thema.
00:32:49: Er ist ein herzlicher, liebevoller, gutmütiger Mensch.
00:32:55: Wir haben einfach einen sehr schönen Draht gehabt.
00:32:59: Wir hatten eine sehr schöne Verbindung, eine sehr herzliche, tiefe Verbindung miteinander gehabt habe ich sehr genossen und ich bin im Rückblick so dankbar dafür, dass wir das auch so leben konnten.
00:33:12: Und ich konnte mir hinterher mal sagen, ich bin nur deswegen so traurig, dass er nicht mehr da ist weil ich ihn so sehr liebe.
00:33:19: Weil wenn es nicht so wäre, wäre ich auch nicht so traurig und für diese Liebe die wir füreinander empfunden haben, bin ich sehr dankbar.
00:33:27: Aber ist denn die Beziehung zu ihm dadurch einfach abgebrochen oder ist sie immer noch da?
00:33:32: Also hast du noch eine Beziehungen zu ihm obwohl der Tod ist.
00:33:36: Die habe ich immer noch.
00:33:38: Ich träume oft von ihm und ich träume so intensiv, dass ich ihn umarme, dass sich ihn anfasse, das ich seine Hand spüre... Also es ist sehr präsent!
00:33:50: Und es ist auch sehr selbstverständlich.
00:33:52: also mein Träum ist ja immer da und war nie weg.
00:33:56: Es ist jetzt zehn Jahre her, ich lerne damit zu leben mehr und mehr und denke ganz oft, Mensch wie wäre es wenn er das jetzt mit erleben würde?
00:34:06: Wenn er hier mal mit wäre.
00:34:07: Wenn er das sehen würde... Wie wird er darüber denken?
00:34:11: Mein Vater ist sehr humorvoll, hat manchmal einen sehr lustigen Blick auf Dinge und durchschaut einige Dinge Und hat so eine schöne Ironie auf gewisse Sachen zu gucken.
00:34:28: Das fehlt mir
00:34:31: Und meine Eltern leben zum Glück noch beide.
00:34:33: Ich hatte letztens eine Situation, die mir irgendwie vor Augen gefüttert was es bedeuten könnte wenn sie man nicht da werden.
00:34:42: Ich erzähle das mal kurz dann kannst du sagen ob was du davon hälst.
00:34:45: und zwar hatte mein Vater jetzt zum Glück ist es gut ausgegangen aber einen Umfall und musste ins Krankenhaus und es ging wirklich.
00:34:54: ich hatte erstmal Sorgen ja und Dann hat meine Mutter mir das erzählt und ich war wirklich in Sorge und dann habe ich Den Impulsgarten müsste ich jetzt meinem Papa anrufen und das ihm erzählen, aber es ging ja eigentlich um ihn.
00:35:06: Weil sonst wenn mir so was passiert ... Wenn ich in Sorge bin dann rufe ich erst mal meinen Eltern an und erzähle es denen, weil die obwohl ich natürlich erwachsen bin selbst Familie hat
00:35:15: usw.,
00:35:15: wie eine Art Instanz da sind, den ich das dann erzähle auch wenn ich nicht weiß ob die mir helfen können und darum geht's auch gar nicht sondern das ist irgendwie diese höher liegende Instanz, den Ich das erzähle.
00:35:26: und allein dieser Akt dass sie da sind gibt mir so eine gewisse Art von Beruhigung.
00:35:34: Und in dem Fall war es ja nicht, weil er war derjenige um den es ging.
00:35:37: also ich konnte ihn nicht anrufen und dann ist mir ein bisschen dieses Gefühl aufgehauen, ahja!
00:35:42: So wird's vielleicht irgendwann mal sein, dass dann Dinge passieren... Ich kann jetzt die nicht anrufen denen das nicht erzählen und das wird dann wirklich fehlen.
00:35:50: Das wird fehlen und ich glaube, es verändert sich natürlich auch im Laufe der Jahre.
00:35:54: Dass wir nicht die Kinder sind sondern dass wir ja auch auf unsere Eltern aufpassen.
00:35:59: also das war schon vor vielen Jahren so dass wir das so von dem Kind sein Auf Augenhöhe sein.
00:36:08: Und irgendwann fangen wir hier auch an um unsere Eltern uns zu sorgen und gewisse Dinge zu klären und zu checken und paar Sachen für sie zu organisieren.
00:36:17: Das passiert dann ja auch.
00:36:19: Und trotzdem, auch wenn wir schon im Leben sind und Kinder haben und schon eine Strecke selbst im Leben gemeistert haben ist es ja so dass die Erfahrung der Eltern und die Perspektive der Eltern ja auch wichtig ist.
00:36:37: Wenn einer von den beiden sagt das wird schon oder pass mal auf hier an dieser Stelle Denk nochmal drüber nach.
00:36:46: Oder was hältst du denn von dieser Geschichte oder von dieser Perspektive?
00:36:50: Also so ein bisschen eine distanzierte, erfahrene Perspektiv.
00:36:55: Das ist mal ganz hilfreich für dich.
00:36:57: und jetzt hast Du ja schon gesagt vorhin also du glaubst an Gott, du fühlst Dich der Kirche zugehörig.
00:37:05: Wenn Vater ist gestorben bringt dir diese Vorstellung die es in Christlichen ergibt Von dem Wiedersehen nach den Tod wie auch immer man sich das vorstellen mag.
00:37:16: Bringt ihr dir was?
00:37:16: Kannst du da andocken oder ist es eigentlich eher ein Teil des Glaubens, der dir ferner liegt?
00:37:22: Ich kann da sehr gut andockern!
00:37:24: Das, was den Schmerz für mich lindert... ich habe eine pladeutsche kurze Geschichte geschrieben und in diesem Jahr wo mein Vater gestorben ist sind noch Viele andere gestorben.
00:37:42: Das war das Jahr, in dem Mohammed Ali gestorbend ist.
00:37:47: Im Prince.
00:37:47: gestorbt ist Gensher und ich habe so eine Party beschrieben wo die sich alle treffen und wo sie dann da alle eine Party feiern.
00:38:01: Und am Ende sehe ich da meinen Vater und dann guckt mir uns an und wir wussten Eines Tages sehen wir uns wieder.
00:38:08: Mein Vater sagte nur noch, lass dir ein bisschen Zeit aber wir werden uns wiedersehen.
00:38:12: und das fand ich irgendwie... Das habe ich selbst geschrieben, aber das war für mich so ein bisschen ein heilsamer Umgang damit.
00:38:19: also ich glaube ganz fest daran dass wir uns an einem anderen Ort wiedersehen wobei wie jetzt sie auch schon sehen und in Verbindung sind.
00:38:26: das ist mein Gefühl zumindest.
00:38:28: Bist das mit den Träumen was du beschrieben hast?
00:38:30: Ja
00:38:32: Und die... Du hast auch vorhin gesagt Betest.
00:38:37: In deinem Buch gibt es tatsächlich auch Szenen, wo du beschreibst wie du als Kind gebetet hast.
00:38:43: Gerade in diesen nicht schwierigen Zeiten hört sich zu Bananen an aber in diesen sehr aufwühlenden Zeiten des Bürgerkriegs und der Flucht gibt es so Semen im Buch, wo dich selbst als Kind betend beschreibts.
00:38:57: Hast du eine richtige Gebetspraxis?
00:38:59: In welchen Situation betest du?
00:39:00: Ich bete täglich ich bete aber auch in verschiedenen Situationen, wenn ich... Wenn mir etwas bevorsteht.
00:39:10: Etwas Gutes, etwas Schwieriges, etwas Anspruchsvolles, vielleicht sogar was mir Angst macht.
00:39:15: und ich bete auch im Nachhinein, wenn es gut gegangen ist oder ja, wenn das gut gegangen isst.
00:39:23: Auch wenn es nicht gut gegangen ist aber für mich ist das wichtig.
00:39:26: Manchmal bete ich auch, das mache ich wenig, aber manchmal bete Ich vor dem Essen oder vor dem Schlafengehen, aber meistens beginne ich den Tag mit einem Gebet.
00:39:38: Ist es einfach so ein quasi flüchtiger Gedanke der wie ein Gebet ist?
00:39:42: Oder ist das ein Gebeet im Sinne von – wie man sich vielleicht traditionell vorstellen würde – dass du einen vorhergelernten Vers sprichst oder ein bestimmtes Wort, das du dir überlegt hast?
00:39:53: Nee, es ist schon ein Gebed!
00:39:54: Es ist ein ganz konkretes Gebet zu Beginn des Tages wo Ich jetzt keinen festen Text habe, aber wo ich im Zwiegespräch bin.
00:40:03: Ja!
00:40:04: Also wende es dich an Gott?
00:40:06: Ich wende mich an Gott hier direkt im Gespräch.
00:40:12: Das ist mir auch wichtig diese Verbindung zu haben.
00:40:16: Und wie kommt das in deiner Familie und deinem Umfeld an?
00:40:19: Willst du damit eher belächelt oder findet das auf Zustimmung?
00:40:23: oder wie ist es so?
00:40:25: Ich glaube sie sehen es als ein Teil von mir, also es wird weder belächelt noch kommentiert.
00:40:33: Sondern die sehen das als ein teil von mir ist schon immer da gewesen und deswegen ich glaube sie okay der papa betet oder Der jahre betet.
00:40:46: also dass das gehört glaub ich dazu.
00:40:48: aber hast du versucht es deinen kindern weiter zu geben?
00:40:51: Oder hast du gesagt nee Wenn können Sie sich das abgucken, wenn sie wollen.
00:40:56: Aber ich versuche es jetzt nicht weiterzugeben weil das macht man so als moderner Vater nicht.
00:41:00: Man will ja den Kindern nicht etwas vorgeben sondern man möchte sich natürlich selbst entwickeln lassen und ihren eigenen Weg
00:41:06: finden.".
00:41:08: Es gibt tatsächlich Momente wo wir auch gemeinsam beten, wenn wir in der Kirche sind oder wenn wir irgendwo sind und wo es gerade passt.
00:41:21: Aber ich habe es den tatsächlich offen gelassen.
00:41:26: Das Angebot habe ich gemacht und habe ihn auch gesagt, was das Beten mit mir macht, warum mir das wichtig ist dass sich bete und hab meinen Kindern auch empfohlen probiert es aus.
00:41:39: vielleicht ist es etwas für euch.
00:41:42: Ich weiß gar nicht wie es im moment gerade ist weil sie sind noch groß und erwachsen aber Es ist da gewesen und präsent.
00:41:52: Greifen Sie es irgendwann auf?
00:41:53: Vielleicht haben die's schon aufgegriffen.
00:41:55: Ich weiß das nicht.
00:41:57: Also Dankbarkeit und bitten kommen in deinem Gebet vor, es gibt ja manche Leute hier, ich hätte nämlich so eine... an die Schuhstelle Helga Schubert, der ich mehrmals besucht habe, die mir dann sagte.
00:42:08: Ja also nein sie hat erst ganz spät im Leben eigentlich erkannt dass man sowohl danken kann als auch bitten.
00:42:15: früher hätte sie immer nur um etwas gebeten Dankbarkeit wäre gar nicht in den Sinn gekommen.
00:42:21: Sehr, sehr ehrliche und für mich auch irgendwie liebenswürdige Herr Odin jetzt weiß das so zu erklären.
00:42:28: Nein dankbarkeit bin ich nicht weil dankbar muss ja nichts sein habe ich ja selber gemacht.
00:42:32: aber bitten kann man schon Aber bei dir sind es dann beide Seiten.
00:42:37: Das ist vielleicht doch da diese Ambiguitätstoleranz.
00:42:41: also zu wissen Ja man macht die Sachen selbst aber eben nicht ganz Man kann sie nicht ganz... Ja,
00:42:50: also ich bitte um die Unterstützung Gottes und um die Güte.
00:42:56: Und auch um die Vergebung wenn ich Fehler gemacht habe.
00:43:01: Wenn ich etwas mache, saube ich.
00:43:03: Also für mich ist es so das ist auch mit der göttlichen Kraft die Dinge gelingen, die gelingen.
00:43:10: Und wenn Sie nicht gelingen wirds ja auch ein Grund dafür haben dann lerne ich etwas draus und das, was sich daraus lerne.
00:43:18: Dafür bin ich auch dankbar.
00:43:20: von daher aus meiner Sicht für mich ohne Gott, ohne die göttliche Kraft wäre das gar nicht
00:43:28: möglich.".
00:43:29: Dein Buch hat ja den Untertitel für eine Zukunft der dass wir gewinnt.
00:43:36: Wie zuversichtlich bist du da auf diese Zukunft zugehen?
00:43:42: Sehr zuversichtlich!
00:43:44: Ich glaube... Das wir ist stark und dass wir hat eine enorme Kraft.
00:43:50: das habe ich.
00:43:52: Da spüre ich immer, das spürt täglich in meinem Leben Und in dem moment mir geht es so wenn ich das wir entdecke, wenn Ich das wir spüre dann Entschiede eine kraft in mir und Das merke ich im Austausch mit Menschen, das merke in Gesprächen und in meinen Sendungen auf meinen Konzerten.
00:44:16: In meiner Show wenn so ein Wir-Gefühl entsteht... ...das gibt Kraft!
00:44:22: Und deswegen glaube ich dass wir an dieser Kraft festhalten, dass wir diese Kraftquelle weiter nutzen.
00:44:29: Ich möchte den Blick auch auf das Wir wenden weil moment ist der Tee nur die Gesellschaft spaltet sich, wir klaffen auseinander und das läuft nicht.
00:44:39: Und ich finde wir müssen dass wir feiern!
00:44:41: Das ist so wichtig, dass wir da noch mal einen Spotlight drauf halten und sagen ja es gibt so viele Dinge wo Menschen sich engagieren in der Kirche, in Organisationen, in Menschenrechtsorganisationen, im Unternehmen... Da müssen wir hingucken und das funktioniert wenn wir das wollen.
00:44:57: und es gibt ...so viele Menschen in diesem Land nicht nur die aus internationalen Kontexten hergezogen sind, die wissen was Krieg und Vertreibung und Verfolgung heißt.
00:45:08: Entweder weil die Eltern vertrieben wurden, weil die Großeltern im Krieg waren oder Krieg erlebt haben.
00:45:14: also wissen wir worüber wir reden.
00:45:16: Und lass uns gucken wie können wir den Menschen helfen?
00:45:20: Wie können wir die Menschen unterstützen, die ein neues Zuhause suchen oder das Ausgeschlossen sein aus gesellschaftlichen Prozessen?
00:45:28: Das kennen viele!
00:45:30: aufgrund ihres Geschlechts, aufgrund Ihres Alters.
00:45:33: Aufgrund Ihrer Herkunft was auch oder auf Grund ihrer Religion.
00:45:36: Lass uns doch dafür sorgen dass so viele Menschen wie möglich teilhaben.
00:45:41: und da versuche ich anzuknüpfen und zu sagen lass uns das wir feiern und das wir stärken.
00:45:48: Es kommt natürlich ein bisschen auch drauf an wo man die Grenze beim Wir macht weil es gibt ja es gibt Ja wir und wir also ich meine viele Auch der Kräfte die wir beide jetzt wahrscheinlich politisch eher ablehnen würden, würden ja trotzdem von einem Vier sprechen.
00:46:05: Weil mir mal das Vier des Volkes oder was auch irgendwann für ein Vier sich ausdenken kann.
00:46:09: Also es ist natürlich die Frage, was meine ich mit dem Vier und wie machen wir es?
00:46:17: Das ist das Viers, was in jetzt ganz im Sinne deines besonderen Zielprogrammes das diverse Vier ist, wo die Leute nicht ausgeschlossen sondern eingeschlossen werden.
00:46:30: Es gibt Wir auch ein Teil der Menschen in unserer Gesellschaft, die dieses wir nicht wollen.
00:46:35: Die Partu nicht dieses wir wollen.
00:46:37: Dann wollen sie es nicht!
00:46:39: Das ist ja eine freie Entscheidung.
00:46:41: aber ich glaube es gibt einen großen Teil und ich glaube das ist der größte Teil der Gesellschaft.
00:46:48: Dieses wir schätzen einige Zweifel vielleicht am wir und bei denen ist es gerade wichtig da den Kontakt zu halten, die Verbindung zu halten und im Dialog zu sein, auch zu streiten und zu diskutieren und zu verhandeln.
00:47:03: Und sich gegenseitig zu überzeugen und einander dazuzuhören.
00:47:07: wenn sie zweifeln an dem wir.
00:47:09: Manchmal haben wir auch Momente wo wir vielleicht am Wir zweifen und sagen das ist nicht meins da gehöre ich jetzt gerade gar nicht zu.
00:47:16: und dann sind es die Momente Wo wir uns auseinandersetzen?
00:47:20: Wo wir streiten?
00:47:20: Wo protestieren?
00:47:21: Ja das gehört dazu diese Reibung Es ist ja nicht irgendwie alles rosa, rot und flauschig und nett dieses Vier.
00:47:28: Ja weil ein Vier ohne ich ist ja auch blöd.
00:47:30: also das ist wieder diese Ambigemietät weil man möchte ja schon uns selbst noch vorkommen und nicht einfach in den Vier kann ja schon auch erdrücken sein
00:47:38: Absolut, absolut.
00:47:40: Also dieses wir auch in ganz klein Kontext schon geht ja darum zu gucken ich habe meine Bedürfnisse Ich brauche das und wenn wir im selben Raum sind der eine möchte das Fenster auf haben die andere möchte das fenster zuhaben Dann müssen wir schon in diesem kontext verhandeln.
00:47:55: wie gehen wir jetzt mit diesen unterschiedlichen bedürfnissen um?
00:47:57: wo ist die grenze wo es meine grenze?
00:47:59: was deine grenze?
00:48:00: wie achten wir unsere grenzen?
00:48:03: Das ist nicht selbstverständlich und wir kommen auch nicht mit der Kenntnis oder mit der Fähigkeit auf die Welt, diese Grenzen zu checken.
00:48:10: Unsere und die anderen.
00:48:11: aber wenn wir in Kontakt sind und gewisse Spielregeln haben wie wir miteinander umgehen dann können wir doch gut auch verhandeln und zumindest... Nicht immer!
00:48:22: Aber ein Großteil können wir durch gute Gespräche und Verhandlungen vielleicht gut hinbekommen.
00:48:27: Hier im Hintergrund hört man jetzt die Leute die sich auch um das Wirkümmern sehr viel reden.
00:48:32: ich hoffe Es geht alles gut aus.
00:48:35: Ich danke die Jahre für deine Zeit, es war ein sehr interessantes Gespräch.
00:48:37: Ich empfehle einem noch mal das Buch und auch die Show und auch Chrismon wo wir regelmäßig in den Genuss kommen von deinen Texten der Arbeit.
00:48:46: Also vielen Dank dass du Gast in diesem Volk
00:48:47: hast.
00:48:48: Danke für die Einleitung!
00:48:49: Und danke auch für deine guten Fragen, die meine Aufmerksamkeit nochmal auf
00:48:53: Punkte
00:48:54: gesteuert haben, über die ich lange nicht
00:48:56: nachgedacht habe.
00:48:58: Das war über das Ende vorgesechsundsechzig.
00:49:01: Wir hoffen es hat Ihnen wieder gefallen.
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