Schriftsteller Ewald Arenz: Wenn der Tod nahe ist, wird das Leben farbiger
Shownotes
In der 65. Folge von „Über das Ende“ spricht Konstantin Sacher mit dem Bestsellerautor Ewald Arenz. Seine Romane erreichen Millionen Leserinnen und Leser, zuletzt begeisterte er mit Werken wie „Alte Sorten“, „Der große Sommer“ und „Zwei Leben“. Nun ist er zu Gast im Podcast, um über die großen Fragen des Lebens zu sprechen.
Arenz erzählt von dem frühen Tod seines Bruders, von den Spuren, die Verluste hinterlassen, und davon, warum die Endlichkeit des Lebens für ihn kein Grund zur Verzweiflung ist. Im Gegenteil: Gerade das Wissen um den Tod mache das Leben kostbar. „Wenn der Tod nahe ist, wird auch das Leben um vieles kräftiger und farbiger“, sagt er im Gespräch.
Was bleibt von den Menschen, die wir verloren haben? Wie blickt man auf das eigene Leben zurück? Und warum hofft Arenz auf „mehr leuchtende Tage als dunkle“? Darum geht es in dieser neuen Folge von „Über das Ende“.
Das Gespräch wurde im Mai 2026 aufgenommen.
Mehr Informationen zu Ewald Arenz finden Sie hier:
Sie können ihm auch auf Instagram folgen:
https://www.instagram.com/ewald_arenz/
Hier können Sie Konstantin Sachers neues Buch zum Podcast vorbestellen:
https://www.bonifatius-verlag.de/shop/warum-mir-das-sprechen-ueber-das-ende-mut-zum-leben-macht/
Hier können Sie Konstantin Sacher auf Instagram folgen:
https://www.instagram.com/konstantinsacher/
Folgen Sie chrismon auf Instagram:
https://www.instagram.com/chrismon_de/
Wenn Sie Julia Schnizlein auf Instagram folgen möchten:
https://www.instagram.com/juliandthechurch/
Wollen Sie einen Gast vorschlagen? Wollen Sie uns etwas sagen?
Schreiben Sie mir an: podcast@chrismon.de
Was erfährt man über das Leben, wenn man über den Tod nachdenkt? Das fragen die „Über das Ende“-Hosts Konstantin Sacher und Julia Schnizlein spannende Menschen im Podcast. Wir freuen uns, wenn Sie zuhören!
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn man darauf zurückblicken will, dann würde ich gerne sagen können da gibt es in dieser Perlenkette das Erlebten.
00:00:10: Da gibt es mehr und mehr leuchtende Tage als die ganz dunkle.
00:00:19: Ich wundere mich ein bisschen wenn ich denke es ist doch eine Frage die man sich vielleicht steht so zwischen fünfzehn zwanzig fünfundzwanzig oder so.
00:00:27: irgendwann So hinst du dich schon damit aus, dass du sagst, du weißt das einfach nicht.
00:00:35: Viel was im Beruf ist oder sonst Sachen die wichtig erscheinen.
00:00:39: hat das alles so in Relation gesetzt und mir klargemacht?
00:00:43: wird Das und das und das... Das ist alles nicht so wichtig!
00:00:46: Das sind alles Dinge, die kommen und gehen.
00:00:51: Wenn der Tod nahe ist dann wird aufs Leben um vieles kräftiger und farbiger.
00:01:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Über das Ende.
00:01:02: Mein Name ist Konstantin Sacher und ich spreche Mit interessanten Menschen über den Tod und den Sinn des Lebens.
00:01:07: Heute mit Ewald Ahrens, hallo Herr Ahrenz!
00:01:09: Hallo ich freue mich hier sein zu können...
00:01:12: Herr Ahrends wir haben immer eine Frage die am Anfang steht und die lautet Wann haben Sie denn das letzte Mal in Ihrem eigenen Tod gedacht?
00:01:20: Ständig gestern Abend würde ich sagen also dass es so ist begleitet mich mit Sicherheit schon immer.
00:01:27: Aber wollen Sie uns ein bisschen Kontext geben?
00:01:28: Einfach so vieles sozusagen der Gedanke vom Himmel oder ist Ihnen, weiß ich nicht, irgendwas fast auf dem Kopf gefallen.
00:01:34: Absolut!
00:01:35: Sie wollen auch noch Kontext da gut.
00:01:36: Das kriegen sie.
00:01:39: Naja gestern habe ich darüber nachgedacht dass ich als Kind, als Fahrerskind auf dem Dorf viele Tote gesehen hab weil das einfach noch so war so Ende der sechziger Anfang der siebziger Jahre.
00:01:54: Da ist der Pfarrer immer geholt worden, wenn jemand gestorben ist und praktisch als erstes.
00:01:59: Und dann waren wir Kinder ab einem bestimmten Alter warst du Kreuzträger und so und hast das so gemacht.
00:02:06: Dann war man einfach mit dabei bei der Aussegnung.
00:02:09: Ich hatte denn schon als Kind ein paar noch einige Tote gesehen.
00:02:14: aber ja wie so kann... Aber es war gestern auch nochmal deshalb so weil ich mich mit dem hatte ich mich unterhalten über meine Eltern, die vor einigen Jahren gestorben sind und man das gefühlt hat.
00:02:28: Man rückt ja selber nach.
00:02:29: Dann ist man in der Generation, die dann so als nächstes dran ist wenn alles ordentlich läuft.
00:02:35: So könnte man sich das vorstellen.
00:02:37: Und ich glaube mein erstes Testament habe ich mit fünfundzwanzig gemacht und eben gestern gab es Gespräche drauf.
00:02:44: und dann ist auch immer die Frage wie möchtest nicht nur wie du sterben möchtet sondern vielleicht auch Wie möchtest du zurückblicken können?
00:02:56: Und ich glaube, das ist schon ein zentrales Thema bei mir.
00:02:58: Aber wie kam sie da auf in den Fünfundzwanzigendester Mensch zu machen?
00:03:01: Das muss ich jetzt doch nochmal nachfragen!
00:03:03: Naja... Ich war so zwischen acht und zwanzig.
00:03:07: Da war ich lebensbedrohlich krank immer wieder, könnte man sagen.
00:03:10: Also dann war ich auf der Intensivstation.
00:03:13: Dann überlegst du dir das natürlich schon.
00:03:15: So, dann weißt du, du hast überlebt und es ist natürlich großartig.
00:03:20: aber Gleichzeitig hatte ich immer das Gefühl, ich müsste mich damit beschäftigen, damit es auch nicht weg ist.
00:03:27: Ich hab immer dieses Gefühl gehabt, dass sich in irgendeiner Form so ein bisschen vorbereitet sein möchte, obwohl ich gar nicht weiß wie's geht.
00:03:39: Wie kann man sich dann wirklich auf den Tod vorbereiten?
00:03:43: Man weiß, wenn er nicht sein wird und man weiß auch nicht, wie es danach sein wird.
00:03:47: Ja, vor allem ... Ich glaube, es sind oft die, das ist jetzt meine kleine Erfahrung aus den vielen Gesprächen, die ich geführt habe.
00:03:54: Die, die sich besonders auf den Tod versuchen vorzubereiten, sind eigentlich die, die dann am Ende auch nicht viel besser vorbereiten als alle anderen.
00:04:01: Also sozusagen eher so eine... ...die sind die, oft die die besonders viel auch furcht und Sorge haben und die fangen an sich darauf vorzuboreiten?
00:04:08: Ja, also wirklich geht es wahrscheinlich nicht!
00:04:12: Und ich denke, es ist... Es ist ja etwas, was uns alle eilen wird irgendwann.
00:04:22: Aber sich damit auseinanderzusetzen ein bisschen ... Ist ja überhaupt auch nicht schlecht!
00:04:27: Das ist ja auch nicht so als würde es dir die Tage verdunkeln sondern du weißt bloß...es is endlich und umso dankbarer kann zu sein für das was Schönes.
00:04:40: Also ich weiß, das ist wirklich eine Binsenbeiszeit.
00:04:43: Und es ist so... und es ist auch schon zu oft gesagt worden aber es ist vielleicht eine B ins Beis, weil's es wahrer ist!
00:04:49: Ich finde schon, dass einem manchmal den Tag verdunkeln kann.
00:04:51: Es stimmt, dass es einem generell nicht den Tag vertunkelt, weil das würde dann so bedeuten, wenn man nicht drüber nachdenkt, nicht wüsste.
00:05:00: Der Mensch weiß das ja auch unterschwellig die ganze Zeit, auch wenn er sich nicht bewusst macht oder so.
00:05:04: Aber ich glaube schon, das manchmal, wenn Man sich das so ins Bewusstsein holt ... Dann kann es einen Tag verdunkeln, ist die Frage ob das schlecht ist.
00:05:13: Weil man kann ja auch mal eine positive Seite haben wenn der Tag so ein bisschen verdunkelt wird.
00:05:17: Es geht einem bei der Literatur so... Fällt mir jetzt gerade ein, können wir gleich über ihr neues Buch reden?
00:05:22: Das geht zwar nicht um den Tod aber da kommen ja auch Sachen vor wie älter werden.
00:05:28: ich sag's gleich noch ausführlich und als ich es las musste ich tatsächlich ein paar Mal weinen was mir dann sozusagen zwischendurch ein bisschen den Tag verdunnelt hat.
00:05:36: aber es war natürlich nicht schlecht weil bestimmte Gedanken nochmal hochgekommen sind.
00:05:41: Also, ich muss jetzt sagen ... Ich find's ja immer schön.
00:05:44: Wenn jemand wirklich sagt, dass er bei der Lektüre geweint hat, dann hab' ich wahrscheinlich entweder was krass falsch gemacht oder einfach richtig.
00:05:52: Ja,
00:05:53: also ich würd sagen, krass-falsch war es in dem Fall nicht.
00:05:55: Können wir gleich noch nochmal tiefer einsteigen?
00:05:57: Weil ich wollte Sie ... Ja, sagen Sie ruhig noch etwas!
00:06:00: Nee nee, Entschuldigung.
00:06:01: Das war eigentlich bloß weil ich gerade darüber nachdenke, sie sagen das ist einem den Tag verdunkeln.
00:06:07: Das mag schon sein aber... Aber eigentlich finde ich, dass – sagen wir mal schon ab einem bestimmten Alter vielleicht auch so ist.
00:06:17: Dass es auch etwas Tröstliches haben kann sich mit dem Tod zu beschäftigen und zu sagen gerade was der Testament angeht.
00:06:23: ja das ich dachte die ein oder die andere Sache habe in Ordnung gebracht.
00:06:27: Ich meine meine Eltern hatten natürlich kein Testament Und dann ist es auch so, dass mein Vater zum Schluss hin sich wirklich nicht mehr um alles gekümmert hat.
00:06:37: Ich denke mir ich zahle jetzt noch vier Jahre nach seinem Tod kommen so ab und zu die bescheide Steuerbescheide von der Kirchensteuer, die ich immer noch nachzahlen muss... ...und ich denke mir was habe ich falsch gemacht?
00:06:47: oder was hat er?
00:06:49: Er hat sich da nicht mehr darum gekümbert und ich hab mich nicht genug darum gekümmern vorher vielleicht.
00:06:54: Das möchte ich eigentlich nicht!
00:06:54: Ich möchte das meine Kinder oder die Nachkommen oder so einigermaßen geordnet ist.
00:07:00: Das gibt mir ein gutes Gefühl.
00:07:03: Wir reden gleich noch weiter an diesen ganzen Punkten, die jetzt schon angesprochen wurden aber ich möchte unseren Hörerinnen und Hörern noch einmal vorstellen wer unser heutiger Gast ist für alle dies nicht genau wissen wer er Ewald Ahrens ist.
00:07:14: Er ist Schriftsteller und der ist Deutsch- und Geschichtslehrer.
00:07:17: Er wusste schon als junger Mann dass er Schriftställer werden will und ist dann auch schon als jünger Mann Schriftesteller geworden hat das ganz lange mit Erfolg und mit ein bisschen besser werden, größer werden Erfolg gemacht.
00:07:29: Er ist seit einigen Jahren einer der meist gelesensten deutschen Schriftsteller.
00:07:32: Und jetzt am sechzehnten Juni erscheint sein neuer Roman fünf sechs sieben acht.
00:07:38: Indem es passend zu diesem Podcast zwar nicht ums Sterben geht aber um so was ähnliches wie die Vorstufe zum Sternen.
00:07:45: Um das Älterwerden.
00:07:48: Ich hab mal in diesen schönen Satz gelesen ... Der Tod ist eine ... ... mit der man sich bei der Geburt ansteckt.
00:07:59: Ja, deswegen ja... Man weiß nicht genau es könnte natürlich auch das Jung sein die Vorschufe zum Sterben sein weil... ...nicht alle Leben enden im Alter.
00:08:08: Ja!
00:08:08: Das ist so.
00:08:09: ich hab... Einer meiner Brüder ist mir in achtundzwanzig gestorben und Ich habe ihn jetzt um dreißig Jahre überlebt Und das ist manchmal ein komisches Gefühl aber vielleicht auch ein bisschen wie Ein Hinweis darum, warum das auch in meinem Leben so ist.
00:08:26: Dass ich mich doch immer wieder mit dem Tod auseinandergesetzt habe, weil du kannst es eben manchmal einfach nicht vermeiden und es bricht dann einfach ein.
00:08:35: Was ich jetzt gerade nicht gesagt habe, ist dass Sie jagenosehnundsechzig sind?
00:08:40: Also, jetzt sechzig Jahre alt.
00:08:42: Sie haben Novembergeburtstag nachgelesen.
00:08:44: Genauso alt wie ihr Protagonist in dem neuen Buch.
00:08:47: Surprise
00:08:48: surprise.
00:08:48: Surprise, genau!
00:08:50: Deswegen und dieser Protagonista Anton ein Tänzer- und Choreograf, sag ich mal der Hardart ein wenig mit dem Alter werden... Und jetzt wollte ich Sie fragen, fühlen sie sich denn alt?
00:09:02: Nein, ich fühle mich nicht alt aber vielleicht ist das so eine fiese Täuschung ja dass man denkt Ich dachte, ich hab meine Mutter die mit siebzig mit dem Auto gefahren ist.
00:09:15: Rassant wie stets und dann fuhr vor ihr... Also es war wirklich langsam und so und sie wie immer aufgeregt und was weiß ich?
00:09:24: Und dann hat sie irgendwann überholt, schaut so rüber sieht eine Frau, die vielleicht fünfundsechzig ist und sagt ne alte Puttel!
00:09:31: Ja und das, da dachte ich mir dass genau man guckt selber wahrscheinlich aus seinem Alter heraus anders auf sich selbst.
00:09:41: Also ich fühle mich nicht alt, aber mein Gott vor fünfzig Jahren wäre es sechzig schon alt gewesen.
00:09:50: Mein einer Großvater ist mit vierundsechzig gestorben.
00:09:53: Aber das sind ja zwei unterschiedliche Dinge.
00:09:55: Sich entweder alt fühlen oder sich dem Tode nahefühlen oder so?
00:09:59: Absolut!
00:09:59: Ich bin jetzt nur darauf gekommen bei ihr halt natürlich... Sie haben mir surprise surprise schon gesagt als ich sagte dass der Protagonist ungefähr so alt ist wie sie.
00:10:07: Ich habe mal irgendwelche Anlässe.
00:10:09: Es gibt es für das Thema, was man sich wählt für sein Buch und deswegen dachte ich naja dieses Nachdenken über dass alt werden oder älter werden ist wäre ja sehr auch ganz selbstverständlich wenn man sechzig ist.
00:10:19: jetzt unabhängig davon ob man sich alt fühlt wollte ich meine nachhören wie sie so hören wie es bei ihnen ist also sagen Alt fühlen Sie sich noch nicht aber haben Sie das Gefühl dass andere Leute sie schon ein bisschen als alt wahrnehmen?
00:10:33: wenn meine Tochter alter weißer Mann zu mir sagt, dann natürlich.
00:10:36: Ich weiß es nicht!
00:10:37: Ich habe zum Beispiel... ich bin jetzt schon seit vier Jahren Großvater und das ist natürlich so ein Punkt wo ihr sagt, ah okay andererseits wäre er so gewesen, wäre mein Ältester genauso schnell gewesen wie ich dann wäre ich schon seit vierzehn Jahren Großvater, also bin ich mit dreiundzwanzig Vater geboren.
00:10:58: Insofern
00:10:59: werden sie ja schon bald Urgroßvater?
00:11:00: Ja das
00:11:01: kann ich dann bald.
00:11:05: Das ist natürlich auch so eine Sache in der Gesellschaft, dass du denkst okay wenn du diese eine Generation weiterrutschst jetzt bist du Großvaters denn bist du eigentlich auch in dieser Kategorie alt?
00:11:19: Also es ist nicht mehr jung, nicht mehr mittel sondern tatsächlich alt.
00:11:22: Vielleicht ist eins der Probleme das wir damit haben dass Alt immer verbunden ist mit gebrechlich-schwächlich krank was auch immer und dem Tode nahe und das ist natürlich zu einem gewissen Grad stimmt das natürlich man is dem Tod einfach viel näher.
00:11:40: ich weiß drei Viertel sind gelebt auf jeden Fall ja.
00:11:47: aber vielleicht Ist das jetzt gerade in einer Gesellschaft wie unserer, wo wir tatsächlich auch viel älter werden?
00:11:52: Und wo dann ... nicht unbedingt die Schwelle ist dorthin.
00:11:58: Dass man sagt okay, es geht wirklich in die Gebrechlichkeit, jetzt geht's wirklich talwärts und jetzt geht es auf den Tod zu.
00:12:06: Noch habe ich das Gefühl dass sich vielleicht eine schiefe Ebene aber es ist schon so halbwegs ne Ebene auf der ich mich bewege.
00:12:15: Ich hab mich gefragt ob sie so das festmachen können, ob es irgendwie ein Ereignis oder eine Jahreszahl die man selbst erreicht hat gab in der sie angefangen haben darüber nachzudenken dass die älter geworden sind und was Älter werden bedeutet und vielleicht dann auch die hatten da ja irgendwann schreibe ich mal ein Buch darüber.
00:12:32: Ich finde dass es so ein konstanter Prozess ist.
00:12:35: also eigentlich denke erst meine Kinder sicher wenn die Kinder das Haus verlassen und jetzt bei mir schon ein paar Jahre her weil Wenn ich eben so früh angefangen hab, gewissermaßen.
00:12:49: Dann beginnst du schon darüber nachzudenken.
00:12:52: Dann sagst du auf diese Lebensphase ist dann vorbei die Kindererziehung ... Die Kinder sind groß und aus dem Haus... Und es wird etwas anders!
00:13:00: Aber vielleicht auch dadurch dass man sich um die Eltern kümmert?
00:13:06: Ich glaube mit dem Prozess des Altwerdens setzt man sich wahrscheinlich sowieso immer auseinander.
00:13:14: Also meine Eltern sind auf unterschiedlicher Art ... alt geworden.
00:13:17: Mein Vater war geistig frisch, aber ziemlich gebrechlich.
00:13:22: Meine Mutter dagegen war körperlich sehr fit.
00:13:24: Dafür aber Dement.
00:13:25: Das war manchmal ganz witzig, weil sie... meine Mutter ist Auto gefahren und wusste aber nicht wohin.
00:13:30: Mein Vater saß daneben und hat ihr gesagt wohin?
00:13:33: Also es war so gesehen auch im Alter noch ein funktionierendes Duo.
00:13:39: Gut, es ist offensichtlich gut gegangen.
00:13:41: Sind es nicht zu schlimme Umfälle dabei gekommen?
00:13:44: Nee!
00:13:44: Es ist tatsächlich nicht.
00:13:45: Sie ist wirklich noch gut auto gefahren.
00:13:47: Es war halt bloß so, dass sie nicht mehr wusste wohin.
00:13:50: Aber wenn man es ihr gesagt hat, hat das noch alles funktioniert.
00:13:53: und diese Sache dann, dass wir so sanft angeregt haben den Führerschein abzugeben ist auf erbitterten Widerstand gestoßen.
00:14:00: Ja.
00:14:01: Das ist ja oft so weil man dann auch weniger mobile ist ganz eindeutig vor allem.
00:14:05: Wenn man nirgendwo wohnt wo jetzt ständig die S-Bahn oder der Bus fährt, was soll man tun?
00:14:10: Kann man in seine Wohnung hocken!
00:14:16: dann auch mitbekommen.
00:14:16: Man sieht ja den Alterungsprozess der Eltern, man sieht ja dann auch dass dann irgendwann wirklich ein Punkt kommt an dem... ...der Bewegungsradius eingeschränkt ist, an dem du... Auch selbst wenn du nicht krank bist, wenn du kein Krebs hast oder was weiß ich, aber das sich dann trotzdem bei BewegungsRadius einschränkt.
00:14:35: Das geschieht sicher später als früher, aber es geschieht irgendwann und dann setzt du dich natürlich Geist dich damit auseinander, weil du weißt das ist das was dir bevorsteht.
00:14:46: Irgendwann und so weit kann man es dann eben nicht mehr wegschieben.
00:14:49: Und deswegen ist sechzig wirklich so eine grenze gewesen von bei der ich dachte okay Dann will ich mich jetzt damit aueinandersitzen ein erstes mal
00:14:58: Also in dem in den buch über dass wir jetzt ja auch schon gesprochen haben fünf sechs sieben acht.
00:15:02: da geht Es um die jenen anthonen an den tänzer und choreographen der Ich will jetzt nicht zu viel verraten aber der aufgrund seines Alters, in seiner Arbeit ein wenig aufs Abstellkleis geschoben wird und deswegen eine Lebenskrise gerät.
00:15:16: Und nicht nur deswegen aber unter anderem.
00:15:17: Deswegen unterspielt eine verflossene Liebe eine große Rolle.
00:15:21: Da will ich jetzt auch nichts zu viel verraten weil es gibt auch ein paar Sachen wo man sich denkt naja wie geht das aus?
00:15:25: Dann ist man auch gespannt wie's weitergeht.
00:15:27: Aber jedenfalls diese Verflossener Liebe die ist für ihn sehr prägend.
00:15:30: Auch wo sie sehr lange schon her ist.
00:15:34: Und da kann mich nachdenken darüber wieviel eigentlich die Vergangenheit Unser jetzt bestimmt.
00:15:39: Also wie viel wir auch in unserem Lebens verstehen, unserem Gegenwart verstehen und uns immer auf vergangenen Dinge beziehen.
00:15:47: Und Vergangenheiten kann einem ja so ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn man denkt, das war was Schönes aber dieses Lächel ist eben so ein bisschen ein melancholisches Lächchen weil es ja auch etwas Vergangenes Schönes ist.
00:15:59: Ja, aber wir sind ja doch sehr stark auch ein Produkt unserer Vergangenheit also dessen was wir schon gelebt haben wird uns... und das formt uns ja.
00:16:13: Also ich denke, wenn ich als Schreiben denke dann ist es so dass ich gemerkt habe um wie viel mehr man doch aus der Kindheit immer wieder schöpft.
00:16:23: Aus der Kindkeit, aus der Jugend.
00:16:26: Wie stark einen letztlich diese ersten zwanzig Jahre zum Beispiel doch prägen die und zwar wesentlich präge vielleicht auch für dafür, wie glücklich man sein kann oder wie unglücklich man ist.
00:16:43: Ich glaube das eine unglückliche Kindheit etwas ist was man sehr schwer überwinden kann und was einem wirklich sehr lange auf manche Weise begleitet auch wenn man dann eben seinen eigenen Kindern vielleicht ganz andere Kindheit geben will.
00:16:56: aber wir sind wohl das Produkt unserer vergangenen Erlebnisse.
00:17:04: Das bringt mich uns vielleicht so ein bisschen an den Anfang des Gesprächs zurück.
00:17:07: Wenn man darauf zurückblicken will, dann würde ich gerne sagen können da gibt es in dieser Perrenkette das Erlebten... Da gibt es mehr und mehr leuchtende Tage als die ganz dunklen Und ja und dann ist man wahrscheinlich schon einfach eine Summe des Erlebnens.
00:17:36: Jetzt kommt die Werbung.
00:17:37: Kennen Sie Chrismon eigentlich schon?
00:17:39: Bei uns dreht sich alles um das Leben Freude und Leid, Glück und Unglück immer mit dem Blick auf Lösungen Mut zum Leben.
00:17:45: Das ist Chrismon.
00:17:47: Wenn Ihnen das gefällt Und wenn Ihnen dieser Podcast gefällt werden sie Digital-Abonnent Chrismon.de.
00:17:52: slash doppelt gut Chrismon .de.
00:17:55: slash Doppelt Gut Naja und diese Anton möchte ja dann auch ... die Vergangenheit so ein bisschen aufklären, weil diese verflossene Liebe ist ja auch mit einem Rätsel verbunden.
00:18:07: Um die Sparer noch ein bisschen zu enden gibt da einen Rätse, was sich dann tatsächlich irgendwie auch aufklärt... Zum
00:18:12: Glück?
00:18:13: Zum Glück ja.
00:18:14: Ich hatte auch zwischendurch Sorgen, dass ich nicht aufklärte aber... Oh nee
00:18:18: das ist ja nicht fair!
00:18:19: Das ist ja nie in Ordnung!
00:18:20: Also ich finde wenn man schreibt oder so und man beginnt irgendwo mit einem rätsel oder so gehört es sich eigentlich schon so, dass du's auch aufklärst.
00:18:31: Also das finde ich als Leser auch so unbefriedigend.
00:18:34: Das stimmt
00:18:35: ja, weil es gibt ja auch manche... also die Erwartung ist jetzt natürlich dass sich aufklärt und es ist natürlich manchmal auch ganz schick die Erwartung des Lesers zu brechen und zu sagen okay jetzt gerade deswegen klär ich's nicht auf!
00:18:45: Da muss man dann irgendwie anders auffangen.
00:18:46: Es klärt sich etwas auf und ich war auch froh darüber.
00:18:50: Man wünscht sich ja auch... da kam mich jetzt gerade darauf ein bisschen auch die Vergangenheit in Ordnung zu bringen Ja, um vielleicht auf so eine Art geordnetem Fundament zu stehen.
00:19:02: Weil wenn die Vergangenheit rätselhaft ist und das hört man ja auch oft von Leuten, die Menschen verloren haben, wo man nicht weiß was aus denen geworden ist
00:19:09: usw.,
00:19:09: also wenn die vergangenheit irgendwie im Unklaren ist dann lässt es einer auch gegenwart ein bisschen ins Unklare.
00:19:16: Ich glaube schon ... mein Gott!
00:19:18: Das ist so ne Sache, die ja uralt ist.
00:19:22: Man liest es ja immer wieder Menschen, die auf dem Sterbe betlagen oder so dann nochmal gesagt haben.
00:19:28: Ich möchte das und dass sie in Ordnung gebracht
00:19:30: haben.".
00:19:30: Das ist ja so ein Klassiker hier anders, wenn es sich denkt.
00:19:34: Und das hätte ich jetzt gerne noch in Ordnungen gebracht oder abgeschlossen.
00:19:39: Leider nimmt der Tod da ja nicht mehr Rücksicht drauf.
00:19:41: manchmal wird man einfach rausgerissen.
00:19:44: Ist auch sehr oft so.
00:19:45: aber dieses Gefühl des Sachen den ordnen umbringen zu wollen bevor man stirbt ist wohl ist wohl auch so ein Movens, dass einen dazu bringt.
00:19:59: Vielleicht jemanden anzurufen, den man lange nicht angerufen hat oder... Ich glaube schon was das so ist.
00:20:05: Auch bei Leuten die wissen ja sie sind unheiberkrank da gibt es das schon auch.
00:20:13: Nicht bei allen natürlich weil wenn du damit beginnst dann gestehst du dir auch ein, dass du sagst okay wenn ich jetzt damit anfange bin ich tatsächlich im Tode geweiht.
00:20:22: Das ist der andere Effekt vielleicht.
00:20:26: Mir fehlt jetzt gerade so eine kleine Geschichte aus einem Buch, das ich mal gelesen habe.
00:20:30: D.h.,
00:20:31: dieser Mensch war ich und da hat eine Frau Interviews geführt mit Leuten die im Sterbebett lagen und hatte immer gefragt was die denn in den Rückblick noch denken.
00:20:42: geht es kurz für ihrem Tod?
00:20:43: Und da war also eine Frau die war Kassiererin an einem Supermarkt.
00:20:46: Das hab' ich mir jahrzehnt, er sei nicht jahrzähnt aber doch ewig her, dass ich's gelesen.
00:20:50: Und die hat sich immer gefragt.
00:20:52: Es gab diesen einen Kunden, der kam fast jeden Tag und hat immer ... Der war ein älterer Mann, immer Katzenfutter- und Windeln gekauft.
00:21:00: Sie fragte sich immer, warum kauf der Katzfutter und windeln jeden Tag?
00:21:04: Dieses Rätel hat sich aber nie aufklärt.
00:21:05: Sie hat sich nie getraut, ihn zu fragen.
00:21:07: Dann hat sie noch im Sterbwett darüber nachgedacht.
00:21:10: Warum?
00:21:10: Super!
00:21:11: Vielen Dank.
00:21:11: Ein weiteres Rätsel mit dem ich mich befassen muss.
00:21:16: Darüber denkt man doch wirklich nachdenkst dich.
00:21:18: Okay... Moment.
00:21:20: Warte mal, ja?
00:21:23: Es wird er mir erst beim zweiten Blick bewusst, dass man merkt wie bezahnt das ist.
00:21:30: Aber es ist halt so mein... Vielleicht weil man das große Rätsel des Lebens nicht lösen kann.
00:21:36: Also diese Frage warum bin ich eigentlich da und wo gehe ich hin?
00:21:38: Damit
00:21:38: beschäftigen Sie sich noch.
00:21:41: Das
00:21:42: hört auf wenn sie älter sind.
00:21:43: Ich meinte deswegen sucht man sich sozusagen einen Ausweicherätsel ein kleines was man vielleicht doch lösen können.
00:21:49: Okay, jetzt nochmal zurück.
00:21:51: Das interessiert mich jetzt!
00:21:53: Sie knabbern an der Frage... Warum bin ich da?
00:21:57: Ja.
00:21:59: Deswegen habe ich auch Theologie studiert, promoviert über das Sterben in der Theologie und mache jetzt diesen Podcast und so.
00:22:04: Ich frage dann immer andere Leute und hoffe die geben mir eine gute Antwort.
00:22:09: Darauf kann ich Ihnen ganz sicher keine Antwort geben.
00:22:11: aber ich wundere mich ein bisschen wenn ich denke es ist doch ne Frage die man sich vielleicht steht zwischen fünf, zehn, zwanzig, fünfundzwanzig oder so.
00:22:22: Irgendwann sehnst du dich schon damit aus dass du sagst du weißt das einfach nicht?
00:22:27: Oder?
00:22:29: Ja die Menschen sind unterschiedlich.
00:22:31: Nein also ja es ist jetzt nicht so dass ich da jetzt ständig drüber nachdenke aber es ist etwas was mich sozusagen nicht loslässt auch wenn ich natürlich nicht denke dass sich darauf eine Antwort finde.
00:22:42: aber das Nachdenken darüber und das suchen vor allem jetzt nicht antworten, sondern umgangsarten anderer Menschen mit der gleichen Frage.
00:22:52: Das ist das was mich beschäftigt.
00:22:54: also Lebenswege sind ja ob man es jetzt verbalisiert oder nicht in einer gewissen Weise umgangssarten mit dem Leben in diesem Rätsel.
00:23:03: Aber diese Frage stelle ich mir gar nicht.
00:23:07: Also nicht mehr!
00:23:09: Vielleicht bin ich dumm?
00:23:15: Es ist jetzt natürlich eine Frage, die ich jetzt schwer beantworte.
00:23:17: Ich würde sagen auf keinen Fall aber das ... hat.
00:23:20: ich glaube es geht eigentlich nicht um Dumm oder ...
00:23:22: Doch wahrscheinlich schon ein bisschen weil man sich also meinen Rätsel zu erkennen muss also muss man schon ein bischen.
00:23:29: Also das muss einem gewissermaßen bewusst sein und ich finde das finde ich jetzt spannend dass es aufgekommen ist dass sie sagen Dass diese frage warum bin ich hier Sie nach wie vor beschäftigt?
00:23:40: denn Irgendwie dachte ich dass es was is dass sich entweder sehr leicht beantworten lässt aus dem Glauben heraus oder so, dass man sagt es ist so wie es in die Welt gestellt.
00:23:53: Oder dass man als Zufall abtun kann und einfach sagen kann das ist der Zufallen der Evolution.
00:23:59: wir sind eben da und so also diese.
00:24:05: aber da ich das nicht ergründen werde können beschäftige ich mich dann damit nicht.
00:24:11: Deswegen habe ich wahrscheinlich nicht philosophisch studiert, weil wenn ich mir denke dann wäre ich gar nicht drauf gekommen.
00:24:14: eine Frage die ich definitiv nicht lösen kann.
00:24:17: darüber denke ich dann gar nicht weiter nach.
00:24:19: Man könnte es ja auch noch mal... Es gibt in der Philosophie der Theologie da einfach auch im Umgangssprache die Differenzierung zwischen Rätsel und Geheimnis Was verwandt ist aber doch was anderes und Rätzel erwartet man dass man das lösen können.
00:24:33: also wie so ein Kreuzwort rätsel oder ein geheimnis Ist etwas was auch bestehen bleiben kann was einfach so sagen, wie die Mysterienkulte früher zu sagen.
00:24:42: Also man lebt in einem Geheimnis und vielleicht ist es dann... Mir geht's eher wie ein Geheimniss, was mich interessiert von dem ich jetzt nicht denke dass sich das lösen werde aber was eben mich auch nicht kalt lässt.
00:24:56: Okay damit kann ich vielleicht mehr anfangen weil ich denke in einem geheimnis zu leben ist ja auch das Spannende.
00:25:01: Ja
00:25:01: auf jeden Fall!
00:25:01: Man sieht
00:25:01: damit das voneinander setzt.
00:25:03: Ich hatte vorgesehen war auf einer Einladung und da war ein Kollege von mir, auch das Griffsteller der so vielleicht ein bisschen älter ist als ich.
00:25:15: Nicht sehr viel.
00:25:16: Der sagte – und das habe mich ziemlich beschäftigt – er sagte ja also letztlich ist das Leben doch dann mäßig interessant und wenn man mich jetzt fragen würde, wird es noch mal leben wollen?
00:25:29: Dann würde ich eher sagen nein meinte er.
00:25:33: Und das habe ich schon sehr beschäftigt weil ich dachte So nehme ich das nicht wahr.
00:25:38: Also auch mein Leben jetzt mit Sechzig, ich weiß nicht wie es mit siebzig sein wird.
00:25:45: Ich habe einen Onkel der jetzt schon Mitte Achtzig ist.
00:25:48: Das ist ein rollender Stein.
00:25:50: Der lebt immer noch in seinem Wohnmobil Fährt bildhauen durch ganz Europa gibt hier im Bildhaus wo so macht dort was Lebt im Prinzip In seinem Auto Und das finde ich irgendwie faszinierend.
00:26:07: Ich glaube, er ist so unterwegs.
00:26:08: Weil der Tod will ihn nicht finden.
00:26:11: Er ist einfach immer so lang unterwegs und das wird
00:26:13: nicht weitergehen.
00:26:15: Aber das ist schon ein bisschen... Natürlich, es ist auch sehr verlockend sich das anzusehen, weil man sich denkt, der ist zweiundzwanzig Jahre älter als du mit sechszig Jahren und ist immer noch von außen bewegt und von innen bewegt also indem er sagt ich bin doch lange nicht fertig!
00:26:35: Es geht noch weiter.
00:26:37: Und der wiederum, glaube ich, ist eher so einer, der den Gedanken an den Tod negiert.
00:26:45: Der sich gar nicht damit auseinandersetzt vielleicht weil er ihn nicht wecken will oder so.
00:26:52: Das kann gut sein!
00:26:54: Ich denke jetzt noch über das nach was ihr Kollege gesagt hat.
00:26:57: Da gibt es eine Sache die mir sofort verunmöglichen würde das zu sagen und Das hat auch ein bisschen was.
00:27:06: Jetzt komme ich wieder zurück auf ihr Buch und damit tun, warum ich wirklich weinen musste in ihrem Buch.
00:27:11: Und zwar sind das unsere Kinder.
00:27:13: Ich könnte mir gar nicht... Allein dieses Gefühl, Kinder zu haben, wir haben drei Kinder, um die zu erleben und auch dieses starke Gefühl der Liebe, was ich zu viel habe würde es mir unmöglich machen zu sagen, ich würde diesen Leben nicht noch mal leben wollen weil dann hätte ich das ja nicht.
00:27:27: Und ich dachte nämlich, wenn ihr im Buch geht ist er nämlich um diesen Anton von dem wir jetzt schon gesprochen haben.
00:27:33: Emma und, würd sagen es ist eigentlich eine interessante gute Vater-Tochterbeziehung.
00:27:39: Aber die Tochter ist schon erwachsen und es gibt viele Brüche Und es gibt eben auch immer wieder das Nachdenken über einen Moment der Entfremdung wenn da die Tochta so in die Hubertät kommt.
00:27:52: Unsere Tochter isst noch kleiner, nenn ich nur Hubertäte und dann dachte ich muss ich tatsächlich so... So selbstbezüglich ist der Mensch, bin ich oder bin ich immer an unsere Tochter denken und dann so, das steht mir auch bevor.
00:28:03: Das hat mich ein bisschen traurig gemacht.
00:28:04: Aber das ist die Idee von Literatur?
00:28:06: Dass es genauso, dass man sich sagt ... Wenn Sie das sehen, dann... Ist es eine der Geschichten einer Tochter-Vater-Beziehung, einer der vielen möglichen Geschichten in der Tochtervater-Bezierung.
00:28:18: Mir geht es übrigens genauso wie Ihnen.
00:28:19: also Ich hab über diesen Satz nachgedacht, den mein Kollege da gesagt hat und dachte mir Nein Unter anderem aus diesen Gründen eben weil weil ich auch Kinder habe und denke nein, auf gar keinen Fall würde ich das verpassen wollen.
00:28:37: Ich hab schon... Das heißt nicht dass es für alle so ist aber für mich ist es schon so, dass ich denke ein Leben ohne Kinder wäre für mich weniger gewesen.
00:28:46: Das muss nicht für alles so sein, ganz sicher nicht!
00:28:48: Das ist für jeden anders und jeder findet woanders Erfüllung oder kann Erfüllung finden.
00:28:53: Für mich aber war's eben ist das auch ein wesentlicher Punkt.
00:28:56: deswegen Ja, weswegen ich auf diesen Satz nicht sagen könnte.
00:29:00: Ich würde das Leben auch mit all diesen Problemen, die Kinder natürlich auch mit sich bringen und mit diesen Brüchen auch nicht missen wollen.
00:29:11: Mir ist es auch... Es muss ja gar nicht Kinder sein!
00:29:13: Ich dachte vor allem so als Menschen, die man geliebt hat oder die man liebt.
00:29:19: Wenn diese was hören?
00:29:20: Man hatte sozusagen eine Liebesbeziehung oder was auch immer.
00:29:22: Das muss ja keine rotes, sondern kann auch eine platonische sein mit jemandem.
00:29:26: Und dann denkt man sich im Nachhinein, ja eigentlich das Leben ist so interessant.
00:29:29: Hätte ich es mal gelassen, stelle ich mir vorhin wenn jemand das hört mit der Person die das sagt sehr viel verbindet.
00:29:35: Das ist dann irgendwie auch verletzend weil man denkt, da bin ich gar nicht so wichtig gewesen.
00:29:40: Wenn du denkst hätte man sich auch sparen können.
00:29:44: Ja deswegen... Also es ist ein Satz der mich auf jeden Fall verfolgt hat und eben auch deshalb gewisserhin sich zu radikal ist, weil er das eigene Leben ein bisschen abwertet.
00:30:01: In dieser Richtung, dass man sagt so toll war es gar nicht.
00:30:03: Das finde ich jetzt nicht.
00:30:04: Ich finde also insgesamt hat sich schon gelohnt.
00:30:09: Eine Sache über die ich immer wieder stoße, eine Gedanke auch im Besuch auf diesen Podcast ist, dass hier Dinge vor allem leben in dem Fall des Podcasts, das endet nicht dadurch... ein Wert verliert.
00:30:23: Wenn das Leben mal geendet hat, hätte man's noch mal leben sollen?
00:30:25: Na ja ist so interessant war es nicht.
00:30:27: Also auch vergangene Dinge wo auch immer dieser Wert bleibt aber die haben ja Wert gehabt und der verschwindet nicht.
00:30:37: Das ist sozusagen die Essenz des Schreibens.
00:30:39: du schreibst ja auf oder du erzählst von Dingen die in irgendeiner Form erlebt oder miterlebt wurden.
00:30:46: also die ganze Literatur besteht daraus Und insofern könnte ich das eh nie sagen.
00:30:54: Denn das Leben liefert ja all diese Geschichten, die ich da geschrieben habe und manche von ihnen sind vielleicht ungelebte Nebenwege aber sie haben doch sehr wesentlich mit dem was ich erlebt habe zu tun.
00:31:12: Und deshalb wäre mir das auch viel zu wertvoll.
00:31:17: Aber wie gesagt dass jemand es sagen kann hat mich bewegt.
00:31:23: Sie haben es vorhin schon einmal angesprochen.
00:31:26: Und dass ein Bruder von Ihnen, vor allem der sehr nahe Ihnen, also sagen altersmäßig war... Es gibt immer zwei Tage habe ich gesehen dem Jahr an dem sie immer gleich alt waren und jetzt noch während wenn er noch am Leben wäre das der vor über dreißig Jahren jetzt schon gestorben ist.
00:31:43: Jetzt ist die Zeit in der er gelebt hat kürzer als die Zeiten der er schon jetzt tot ist.
00:31:49: vielleicht fällt einem so was auf, könnte ich mir vorstellen.
00:31:52: Wenn man über den toten Bruder nachlegt ... Ich hab im Internet gesehen, dass sie in Erinnerung an ihnen immer wieder mal was gepostet haben auf Social Media, wenn dann dieser Geburtstag kam.
00:32:02: Ist ja ein totes Tag.
00:32:04: Wollte ich fragen, welche Rolle der tote Bruder noch in ihrem Leben spielt?
00:32:09: An welchen Situationen denken Sie an ihn und was für eine Rolle spielt er noch?
00:32:13: Irgendwie ist es so, das auf bestimmte Weise sein ... Dann geht bis anders anfangen!
00:32:23: Ich war ziemlich krank, so um die... als ich in den Eighths und Zwanzig war.
00:32:27: Und das verändert schon mal deinen Blick ein bisschen auf das Leben, auf was du darauf... Das nimmt dir einmal diese Sicherheit, diese kindliche und jugendliche Sicherheit der Unsterblichkeit, die du als Junge ja hast, also als Mädchen auch wahrscheinlich im Alter mit fünf, zehn, sechs, siebzehn.
00:32:47: Man ist jung und man fühlt sich in manche Hinsäte unsterblich!
00:32:52: Diese Gewissheit wird einem dann erstmal weggenommen.
00:32:54: Das ist eine.
00:32:55: Und dann war das aber so, dass der Tod meines Bruders ... Der hatte Magenkrebs und es ging ganz schnell, also wurde diagnostiziert und ein halbes Jahr später war er schon tot.
00:33:05: Das hat für mein Leben wiederum bedeutet, dass es alle Dinge in Renationen gesetzt hat.
00:33:14: Und die Dinge von denen ich dachte, die seien schlimm oder ja irgendwie... Ja, also einfach Dinge von denen man vielleicht Angst hat oder so viel was im Beruf ist oder sonst Sachen die wichtig erscheinen.
00:33:28: Dann hat das alles in Relation gesetzt und mir klargemacht.
00:33:32: Das und das und dass – das ist alles nicht so wichtig!
00:33:35: Das sind alles Dinge, die kommen und gehen.
00:33:38: Es gibt nur wirklich sehr wenige ganz wichtige Dinge im Leben.
00:33:42: Dazu gehört der Tod sicher, dazu gehört aber auch die Liebe der mir natürlich auch die Kinder und so weiter in dieses... Und das ist, ich fühle schon lange keinen Schmerz mehr wenn ich daran denke.
00:33:56: Es ist eine Narbe die da ist ja?
00:33:59: Das geht nie weg!
00:34:00: Die Wunde schließt sich irgendwann ob die Narbe geht nicht weg.
00:34:03: Manchmal ist es einfach so ein Bedauern, dass er manche Dinge nicht miternebt hat.
00:34:10: Dass er seine Neffen und Nichten aufwachsen sehen oder aber auf der anderen Seite ist eben auch so.
00:34:18: Ich habe dann oft darüber nachgedacht, wie meine Eltern... Wie das für die Eltern war?
00:34:24: Dass mein Brunnenheim ausgestorben ist und es ist ja wirklich was furchtbares wenn ein Kind stirbt.
00:34:31: Mein jüngster Sohn war vor sechs Jahren eben dann auch noch, ich biete es halt manchmal so ist sehr plötzlich auch außergewöhnlich und lebensbedrohlich erkrankt diesen Momenten, wenn du fürchtest dein Kind zu verlieren.
00:34:51: Das ist dann auch nochmal so eine grundlegend wesentliche Erfahrung die auch noch mal alles in Relation setzt.
00:34:59: Noch einmal und noch einmal sagt das und das und es ist alles nicht so wichtig.
00:35:04: Es gibt eben nur diese ganz wenigen Dinge im Leben.
00:35:08: Das heißt sie haben am Anfang gefragt warum ich oft an den Tod denke weil er omnipräsent Und weil es eben auch in unserer Gesellschaft, die so hoch technisiert und so viel medizinische Möglichkeiten hat.
00:35:28: Und was weiß ich alles?
00:35:29: Trotzdem sein kann das von jetzt auf nachher innerhalb weniger Tage alles komplett anders ist.
00:35:36: Und diese Erfahrung mit dem Tod von Familienangehörigen oder vielleicht auch von einem Drohnentod bedeutet einfach sich dann auch entscheiden muss, das Leben noch einmal ganz anders wahrzunehmen.
00:35:53: Und ja und sich auch ein bisschen von dieser Angst frei zu machen vor dem eigenen Tod Weil man eben sagen kann jetzt gerade ist es gut
00:36:07: Haben Sie denn mit Ihrem Eltern mal darüber gesprochen?
00:36:10: Haben sie die gefragt wie sie damit umgegangen sind?
00:36:12: schon
00:36:12: auch und meine Eltern haben da natürlich auch gesagt Es war sehr pragmatisch auch dass sie in manche Hinsicht gesagt haben Er war ja nicht unser einziges Kind.
00:36:20: Wir sind sieben Kinder gewesen und das hilft einfach, es hilft dass noch Kinder da sind für die du sorgen musst andere die schon älter sind.
00:36:28: Und ich hab mal Paul Gerhard gedacht der er glaube ich vier seiner Kinder begraben hat.
00:36:34: Der ist der große evangelische Liederdichter für alle dies nicht so genau wissen aber nur kurz als Hintergrund Ja
00:36:41: also der das sind ja auch.
00:36:44: Und dann muss man mal überlegen, das ist jetzt bloß so weich, weil ich ihm kürzlich, ja der kürzliche Todestag und so.
00:36:50: Da hat man sehr viel über ihn gelesen und gehört... ...und er hat ein paar der schönsten und frohesten Lieder geschrieben die es gibt.
00:37:00: Ja?
00:37:01: Und nicht vorher sondern auch nachher noch!
00:37:05: Das ist beeindruckend aber eben auch diese Erfahrung wenn du sagst Wenn der Tod naheist wird auch das Leben um vieles kräftiger und farbiger.
00:37:18: Und Paul Gerd war ja soweit wir wissen ein frommer Mensch, wie ihr Vater war er vergelischer Pfarrer.
00:37:24: Ich glaube jetzt hat was damit zu tun gehabt dass er damit offenbar in einer gewissen Sinne auch pragmatisch umgehen konnte weil man kann sich natürlich nicht nur sagen man hat viele Kinder mal kann sondern man kann sicher auslangen ja Gott hat mich in diese Welt gestellt.
00:37:35: Gott hat in der gewissen Weise eine Idee für diese welt und ich gebe bestimmte Schicksalsschläge auch wieder sozusagen zurück in Gottes Hand.
00:37:43: Ich
00:37:43: glaube zu dem Zeitpunkt, also mein Vater große Glaubenskrisen gehabt.
00:37:48: Also ich glaube zu diesem Zeitpunkt war er nicht gläubig... Das hat sich dann zwar wieder geändert aber es gab in seinem Leben eine lange Phase bestimmt fünfzehn Jahre, in denen er auch damit gehadert hat voraus zu sein weil er gesagt hätte, ich selber bin ja gar nicht mehr in dem Sinne gläube wie ich Pfarrer geworden bin.
00:38:10: Im Nachhinein später hat er das anders gesehen.
00:38:14: Da war es dann tatsächlich so, wie Sie sagen können, dass er gesagt hat doch es lag in Gottes Hand.
00:38:20: aber zu dem Zeitpunkt war das sicher nicht so.
00:38:24: Es war schwer zu sagen.
00:38:26: Er hat dann in anderen Welterklärungen trostgesucht.
00:38:31: oft für meine Mutter war das ein bisschen leichter die war einfach.
00:38:37: Ich glaube, dass es für sie letztlich auch etwas war, womit sie dann gut klar kam.
00:38:42: Das hat ihr sicher geholfen.
00:38:44: Aber den Schmerz nimmt das dir wahrscheinlich nicht.
00:38:50: Wie ist es denn mit Ihnen?
00:38:51: Können Sie mit solchen christlichen Vorstellungen wie Auferstehung der Toten oder wieder mal zusammensitzen an dem himmlischen Tafel, wenn das Metaphern sind?
00:39:02: Könnten Sie mit so was anfangen?
00:39:03: Fragen Sie mich!
00:39:04: Ist es die Gleitinfrage gerade?
00:39:06: Ich habe jetzt wirklich nur danach Quart.
00:39:08: Wir können auch ... Können Sie auch noch fragen, glauben Sie an Gott?
00:39:10: Aber ich meine, das ist
00:39:11: eher so ... Kann ich nie ordentlich beantworten!
00:39:14: Was bedeutet das?
00:39:16: Weil ich weiche dem immer aus, weil ich sagen würde... Ich würde jetzt dann modisch hübsch sagen, ich bin Agnostiker.
00:39:24: Ich bin sehr geläubig aufgemachsen.
00:39:26: Also Christoph, mein Vater war jetzt nicht so ... Ich hab's ja schon gesagt, der ist jetzt nicht der Pfarrer gewesen, der seine Kinder jeden Sonntag in die Kirche gescheucht hat aber Es war einfach ein sehr gläubiges christliches Umfeld.
00:39:40: Und damit bin ich groß geworden, damit bin auch erwachsen geworden und... Ich muss aber schon sagen das ist für mich und da kommen wir nochmal zurück zu dem der Zeitpunkt meines, dass mein Bruder gestorben ist.
00:39:54: eben Das war vielleicht so ein Knacks in dem Ganzen und dann habe ich mich mit Sicherheit vom Glauben entfernt immer weiter Aber Sie kriegen jetzt Fargaskind nicht aus einem raus.
00:40:08: Das heißt, wenn ich in eine Kirche gehe fühle ich mich zu Hause.
00:40:14: Ich würde mich jetzt auch interessieren, was das bedeutet.
00:40:16: Es hat sich vom Glauben entfernt bzw.
00:40:18: Was bedeutet es eigentlich zu glauben?
00:40:20: Weil ich glaube dass die wenigsten Menschen heutzutage auch wenn sie Pfarrer sind, die so einen naiven Kinderglauben als erwachsene Menschen haben, da gibt's jetzt so ein Gott.
00:40:29: Aber dann, wenn es gar nicht das ist sondern wenn es eher sowas viel Fluideres ist, viel Unbestimmteres, dann ist es ja auch nicht soweit weg von dem Agnostischen was Sie meinen, sondern man gibt den trotzdem dem Namen weil man aus der Tradition kommt oder
00:40:42: so... Ich bin hin und her gerissen.
00:40:45: Es gibt Tage, an denen ich denke wir sind ein Produkt des Zufalls der Evolution.
00:40:53: Dann wieder... Mein Bruder war Physiker zum Beispiel und ich habe mich immer für Physik interessiert, dann denkst du so an diese Geisterteilchen, denkst ihr?
00:41:03: Okay, irgendwas!
00:41:06: Diese Teilchen die spalten sich voneinander fortbewegen.
00:41:10: aber wenn du das einen beeinflusst, dann beeinflust du das andere.
00:41:14: zehn Millionen Kilometer entfernt ist, genauso.
00:41:17: Und man weiß nicht wie das geschieht.
00:41:20: Vielleicht gibt es jetzt eine Erklärung dafür nicht.
00:41:22: Sind's die Higgins?
00:41:23: Ich weiß nicht, Higg ins Gasserteilchen heißen sie auf jeden Fall.
00:41:29: und wenn man dann so ein bisschen in die Quantenphysik eintaucht, dann denkt man sich... In der ultimativen Wissenschaft findest du dann schon wieder die größten.
00:41:38: und jetzt kommen wir zu den Geheimnissen, die Sie erwähnten, die größte Geheimnisse sich schwer erklären lassen, ohne den auch tröstenden Gedanken eines... Ich weiß es ja egal.
00:41:53: Wenn ich das jetzt Ur-Energie nenne oder was?
00:41:55: Auch immer!
00:41:57: Was ich nicht denke ist dass meine persönlichen sehr menschlichen und sehr persönlichen und engen Gebete eine direkte Antwort erzeugen.
00:42:06: Aber es gibt sie offenbar.
00:42:09: Manchmal schon.
00:42:11: Also man betet auch... Also könnte ich aus meiner Gebetspraxen Anführungsstrichen sagen, so häufig ist es jetzt auch nicht.
00:42:17: Aber dass man... Dass das jetzt nicht darum geht unbedingt, dass da jemand ist von dem ich denke, er hört.
00:42:23: Sondern es ist einfach ein Sichwenden an was auch immer.
00:42:27: Sich öffnen in Richtung was auch ever.
00:42:30: Ja aber dann mein Vater hätte dann wieder gesagt ja aber das ist ja so ungenau und wir sind ja Christengemiss.
00:42:38: Das müsste ich wahrscheinlich auch sagen dass ich kein Christ mehr bin im Ur-Sinn des Wortes.
00:42:48: Ja?
00:42:49: Bin nicht, weil ich die christliche Lehre nicht richtig finde oder... aber ich... Na ja, erzählen Sie jetzt sind wir schon tief in der Theologie.
00:43:01: Aber das
00:43:01: sehen mich natürlich jetzt und muss sich leider nachfragen wenn sie sagen im Ursinn des Wortes was meinst ihr denn damit?
00:43:05: Der Ursind des Worts ist Die Auferstehung Christi auf der unser gesamter Glaube beruht.
00:43:13: Ob das so ist oder nicht, würde ich... Das wäre zum Beispiel für mich gar nicht so wichtig.
00:43:18: Die Frage jetzt, was bedeutet es für uns als Menschen heute?
00:43:22: Und es ist ja – da sind wir bei Ihrem Thema – die ultimative Überwindung des Todes.
00:43:28: Das heißt der Tod ist nicht mehr der Tod, sondern er ist eine Schwelle, eine Tür und das denke ich nicht mehr!
00:43:39: Ich glaube dass wie auch immer Es ist ja auch ein netter Gedanke, irgendwann mal Teil eines Sterns zu sein oder so.
00:43:46: Aber ich glaube das dann tatsächlich meine Existenz ändert in dem Augenblick und dann weiß ich davon nichts mehr.
00:43:57: Ich war kürzlich erst auf eine Beerdigung denke mir es ist ja manchmal auch schön für die Hinterbliebenen kann auch gut sein
00:44:03: Wenn's endet?
00:44:04: Ja absolut!
00:44:06: Auf jeden Fall, es kann auch für einen selbst je nachdem wie sich das Leben eben dann ergeben hat Kaube ich eine tröstliche Vorstellung sein, dass es einfach endet.
00:44:16: Weil nicht alles ja gut ist und man auch ... Das ist eigentlich einer der Grundgedanken auch, müssen wir jetzt nicht lange darüber reden, aber diese des heidägerschen Denken von dem Sein zum Tod hat sich etwas vollendet.
00:44:29: Also mit dem Tod vollendete es.
00:44:31: Dann ist das auch einfach rund?
00:44:33: Ja!
00:44:33: Ob es dann jetzt tolles Rund ist oder so schön, weiß man nicht.
00:44:36: Aber es ist einfach beendet und dann...
00:44:41: Ein bisschen Maströstliches liegt schon darin, dass man sagt.
00:44:43: Es betrifft alle und alles!
00:44:48: Also das Ende der Dinge... Und es ist ja dann auch wieder in fast allen Fällen anfangt.
00:44:58: Das bringt uns vielleicht zurück zu den Kindern, dass wir eben denken, ja ... Auch dass ein bisschen klischeehafter Gedanke, aber es ist wirklich wahr Wir leben weiter in unseren Kindern Und manchmal auch in Freunden.
00:45:14: Und tatsächlich so ein bisschen in der Erinnerung, das verblasst irgendwann auch aber es ist auch gut so und es macht nichts.
00:45:22: Ich überlege gerade ob das jetzt tröstig und hoffungsvoll genug war für Entschlusser oder ich glaube eigentlich schon weil wir ja dann eben doch sozusagen dass das Tiefe und gleichzeitig auch Gute in dieser Tiefe mit dem Thema Brot haben.
00:45:34: also ich glaube man kann stehen lassen.
00:45:37: Es liegt ja eigentlich auch was... etwas Großes darin, dass wir Menschen uns das Todesbewusstsein und aus dem Bewusstsein der Endlichkeit heraus noch mal vielleicht anders schöpfen.
00:45:58: Das bewegt einen ja auch als Schriftständer, dass man sich sagt, das ist dann wahrscheinlich etwas was mich nicht sehr lang aber doch ein paar Jahre überleben wird bei den Kindern, bei den Kindeskindern sein wird.
00:46:12: Und das kann so nur entstehen im Gedanken daran dass wir endlich sind.
00:46:18: Vielen Dank Arins für das Gespräch!
00:46:20: Sehr gerne, es war tatsächlich einfach genügend
00:46:23: und ich empfehle allen nochmal das neue Wohl von Ewald Arins.
00:46:26: was zur Zeitung wenn sie in Podcasteuren auch schon erschienen sein wird?
00:46:29: fünf sechs sieben acht bei Dement erschienen nicht gerade geheimnisvoll aber doch rätselhaft und es geht ums älterwerden kann ich sehr empfehlen
00:46:36: vielen dank.
00:46:39: Das war über das Ende Folge sixty-fünf.
00:46:41: Wir hoffen, es hat Ihnen wieder gefallen!
00:46:43: Wenn Sie so nicht gemacht haben, bewerten sie den Podcast bitte.
00:46:46: Am besten fünf Sterne geben auf Apple Podcasts oder Spotify oder wo auch immer Sie den Podcast hören und schreiben Sie uns wenn Sie Anmerkungen haben, wenn Sie Fragen haben oder wenn Sie einen Gast vorschlagen wollen an podcastatchrismon.de Und folgen Sie Chrismon auf Instagram um immer ab to date zu sein.
00:47:02: Bis zum nächsten
00:47:03: Mal Bleiben
00:47:04: Sie mutig.
00:47:06: Dieser Podcast ist nur möglich dank Ihrer Unterstützung.
00:47:09: Wenn Sie noch nicht dabei sind, werden sie Digital-Abonnent unter chrismon.de slash doppeltgut.
Neuer Kommentar